Erntedank militärisch

Am Sonn­tag, 04. Okto­ber lädt die Evan­ge­li­sche Mili­tär­kir­chen­ge­mein­de August­dorf zum Ern­te­dank­got­tes­dienst ein. Für Sol­da­tin­nen und Sol­da­ten, das Zivil­per­so­nal der Bun­des­wehr und ihre Ange­hö­ri­gen geht der Ern­te­dank noch über den Dank für Ein­kom­men und Aus­kom­men und dem sprich­wört­li­chen „Dach über dem Kopf” hin­aus.

Für sie gehört zum Bei­spiel auch der Dank für die Bewah­rung von Leib und Leben im Ein­satz und den Zusam­men­halt der Fami­lie dazu, der durch die Ein­sät­ze oft­mals stra­pa­ziert wird.

Die Musik­grup­pe der Mili­tär­kir­che gestal­tet den Got­tes­dienst musi­ka­lisch. Der Got­tes­dienst in der Mili­tär­kir­che vis-à-vis der Nord­wache der Gfm.-Rommel-Kaserne beginnt um 10 Uhr. Im Anschluss wird zum Kirch­kaf­fee im Sol­da­ten­heim „Oase” gegen­über ein­ge­la­den. Got­tes­dienst­be­su­cher wer­den gebe­ten, einen eige­nen Mund­na­sen­schutz mit­zu­brin­gen.

 

War­um fei­ern wir eigent­lich Ern­te­dank?

Ern­te­dank­fes­te gab es schon in vor­christ­li­cher Zeit. Ver­gleich­ba­re Riten sind aus Nord­eu­ro­pa, Isra­el, Grie­chen­land oder aus dem Römi­schen Reich bekannt.

In der römisch-katho­li­schen Kir­che ist ein Ern­te­dank­fest seit dem 3. Jahr­hun­dert belegt. Da die Ern­te je nach Kli­ma­zo­ne zu ver­schie­de­nen Zei­ten ein­ge­bracht wird, gab es nie einen ein­heit­li­chen Ter­min.

Nach der Refor­ma­ti­on wur­de das Ern­te­dank­fest an unter­schied­li­chen Daten gefei­ert. Eini­ge evan­ge­li­sche Kir­chen­ord­nun­gen „ver­ban­den den Dank für die Ern­te mit Michae­lis, ande­re leg­ten ihn auf den Bar­tho­lo­mä­us­tag (24. August), auf den Sonn­tag nach Ägi­dii (1. Sep­tem­ber) oder nach Mar­ti­ni (11. Novem­ber).  Schließ­lich bür­ger­te sich die Fei­er am Michae­lis­tag (29. Sep­tem­ber) oder – weit über­wie­gend – am ers­ten Sonn­tag nach Michae­lis als Ter­min ein. Die­se Rege­lung geht u. a. auf einen Erlass des preu­ßi­schen Königs aus dem Jah­re 1773 zurück. Dies konn­te dazu füh­ren, dass das Ern­te­dank­fest noch in den Sep­tem­ber fällt. Mitt­ler­wei­le ist in den evan­ge­li­schen Kir­chen in Deutsch­land der ers­te Okto­ber­sonn­tag der Ern­te­dank­ter­min, da der Michae­lis­tag, wenn er auf einen Sams­tag fällt, am fol­gen­den Sonn­tag gefei­ert wird.

Im Juden­tum gibt es Scha­wuot, das Wochen­fest, nach Beginn der Ern­te, und das Suk­kot, das Laub­hüt­ten­fest, im Herbst am Ende der Lese.

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Am Sonntag, 04. Oktober lädt die Evangelische Militärkirchengemeinde Augustdorf zum Erntedankgottesdienst ein. Für Soldatinnen und Soldaten, das Zivilpersonal der Bundeswehr und ihre Angehörigen geht der Erntedank noch über den Dank für Einkommen und Auskommen und dem sprichwörtlichen "Dach über dem Kopf" hinaus. Für sie gehört zum Beispiel auch der Dank für die Bewahrung von Leib und Leben im Einsatz und den Zusammenhalt der Familie dazu, der durch die Einsätze oftmals strapaziert wird. Die Musikgruppe der Militärkirche gestaltet den Gottesdienst musikalisch. Der Gottesdienst in der Militärkirche vis-à-vis der Nordwache der Gfm.-Rommel-Kaserne beginnt um 10 Uhr. Im Anschluss wird zum Kirchkaffee im Soldatenheim "Oase" gegenüber eingeladen. Gottesdienstbesucher werden gebeten, einen eigenen Mundnasenschutz mitzubringen.   Warum feiern wir eigentlich Erntedank? Erntedankfeste gab es schon in vorchristlicher Zeit. Vergleichbare Riten sind aus Nordeuropa, Israel, Griechenland oder aus dem Römischen Reich bekannt. In der römisch-katholischen Kirche ist ein Erntedankfest seit dem 3. Jahrhundert belegt. Da die Ernte je nach Klimazone zu verschiedenen Zeiten eingebracht wird, gab es nie einen einheitlichen Termin. Nach der Reformation wurde das Erntedankfest an unterschiedlichen Daten gefeiert. Einige evangelische Kirchenordnungen „verbanden den Dank für die Ernte mit Michaelis, andere legten ihn auf den Bartholomäustag (24. August), auf den Sonntag nach Ägidii (1. September) oder nach Martini (11. November).  Schließlich bürgerte sich die Feier am Michaelistag (29. September) oder – weit überwiegend – am ersten Sonntag nach Michaelis als Termin ein. Diese Regelung geht u. a. auf einen Erlass des preußischen Königs aus dem Jahre 1773 zurück. Dies konnte dazu führen, dass das Erntedankfest noch in den September fällt. Mittlerweile ist in den evangelischen Kirchen in Deutschland der erste Oktobersonntag der Erntedanktermin, da der Michaelistag, wenn er auf einen Samstag fällt, am folgenden Sonntag gefeiert wird. Im Judentum gibt es Schawuot, das Wochenfest, nach Beginn der Ernte, und das Sukkot, das Laubhüttenfest, im Herbst am Ende der Lese.

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