Pfle­ge­be­dürf­ti­ge ab dem Pfle­ge­grad 1 und ihre Ange­hö­ri­gen kön­nen den soge­nann­ten Ent­las­tungs­be­trag von 125 Euro für haus­halts­na­he Dienst­leis­tun­gen von Nach­barn oder ande­ren ehren­amt­li­chen Hel­fern – jedoch kei­ne Ver­wand­ten bis zum 2. Grad der Ver­wandt­schaft – ohne Qua­li­fi­ka­ti­ons­nach­weis in Anspruch neh­men. Die­se Mög­lich­keit ist in NRW über den 30.September 2020 hin­aus bis zum 31. März 2021 ver­län­gert wor­den. Der ver­län­ger­te Zeit­raum tritt nicht in Kraft, wenn die Bun­des­re­gie­rung die epi­de­mi­sche Lage frü­her für been­det erklärt. Wich­tig ist die Aner­ken­nung des Hel­fers durch die Pflegekasse.

Dar­über hin­aus gilt, dass bis­her ange­spar­te Ent­las­tungs­be­trä­ge von nicht in Anspruch genom­me­nen Leis­tun­gen aus 2019 erst zum 31. Dezem­ber 2020 ver­fal­len statt wie zuletzt zum 30. Sep­tem­ber 2020.

Außer­dem kön­nen pfle­gen­de Ange­hö­ri­ge über den 30.September hin­aus bis zum 31. Dezem­ber 20 Tage statt wie bis­her zehn Tage der Arbeit wegen einer aku­ten Pfle­ge­si­tua­ti­on fern­blei­ben. Bis­lang erhal­ten Beschäf­tig­te für bis zu zehn Tage Pfle­ge­un­ter­stüt­zungs­geld als Lohn­er­satz­leis­tung, wenn plötz­lich ein Pfle­ge­fall in der Fami­lie auf­tritt und sie die Pfle­ge für einen Ange­hö­ri­gen orga­ni­sie­ren müs­sen. Bis zum 31.12.2020 wird das Pfle­ge­un­ter­stüt­zungs­geld auch bis zu zwan­zig statt bis zu zehn Tagen gezahlt.

Infor­ma­tio­nen dazu ertei­len die Pfle­ge­kas­sen und der Pfle­ge­stütz­punkt NRW im Kreis Lip­pe unter (0 52 31) 62–3141 oder unter www.kreis-lippe.de (Pfle­ge­stütz­punkt).

Von Redaktion

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