Wird in Augustdorf bald Atommüll gelagert?

Die Bun­des­ge­sell­schaft für End­la­ge­rung mbH (BGE) hat am 28. Sep­tem­ber den Zwi­schen­be­richt Teil­ge­bie­te ver­öf­fent­licht. Er ent­hält die Ergeb­nis­se der ers­ten Aus­wer­tung von bereits exis­tie­ren­den geo­lo­gi­schen Daten über den Unter­grund Deutsch­lands. Das Ergeb­nis sind zum einen die Gebie­te, die für die End­la­ge­rung von hoch­ra­dio­ak­ti­ven Abfäl­len unge­eig­net sind, als auch die Gebie­te, die eine güns­ti­ge geo­lo­gi­sche Gesamt­si­tua­ti­on dafür erwar­ten las­sen. An die­sen Orten erscheint es loh­nend, sie im wei­te­ren Ver­fah­ren näher zu betrach­ten.

54 Pro­zent der Flä­che Deutsch­lands wur­den als Teil­ge­bie­te aus­ge­wie­sen, sind also nach Ein­schät­zung der Exper­ten grund­sätz­lich geo­lo­gisch geeig­net für die End­la­ge­rung hoch­ra­dio­ak­ti­ver Abfäl­le.

August­dorf und ande­re Ort­schaf­ten rund­um befin­den sich in zwei Teil­ge­bie­ten mit Ton­ge­stein aus unter­schied­li­chen Epo­chen. Zum einen ist das das Teil­ge­biet wel­ches sich über den Nor­den von NDR und den Süden von Nie­der­sach­sen erstreckt. Zum ande­ren das Teil­ge­biet wel­ches sich von NRW über Nie­der­sa­chen, Bre­men. Meck­len­burg-Vor­pom­mern, Bran­den­burg und Sach­sen-Anhalt erstreckt.

Gegen­über den AUGUSTDORFER NACHRICHTEN erklär­te die Bun­des­ge­sell­schaft für End­la­ge­rung aber auch: „Mit der Ein­stu­fung als Teil­ge­biet wur­de noch kei­ne Vor­ent­schei­dung für einen End­la­ger­stand­ort getrof­fen. Alle 90 Teil­ge­bie­te wer­den im wei­te­ren Ver­fah­ren glei­cher­ma­ßen wei­ter unter­sucht, so auch die Teil­ge­bie­te in Lip­pe. Es gibt kei­ne Rang­fol­ge der Gebie­te.”

Es fol­gen nun gemäß den Vor­ga­ben des Stand­ort­aus­wahl­ge­set­zes wei­te­re Unter­su­chun­gen aller Gebie­te bezüg­lich ihrer Sicher­heit. Das Ziel sei es, den Stand­ort mit der bes­ten Sicher­heit zu fin­den. Die­ser Stand­ort soll im Jahr 2031 fest­ge­legt wer­den. „Über die wei­te­ren Schrit­te wer­den wir natür­lich infor­mie­ren”, so die Gesell­schaft und fügt hin­zu: „Die Ent­schei­dung über den Stand­ort tref­fen am Ende Bun­des­rat und Bun­des­tag.”

Exklu­siv gegen­über den AUGUSTDORFER NACHRICHTEN haben die Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den eine Erklä­rung dazu abge­ge­ben.

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Die Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) hat am 28. September den Zwischenbericht Teilgebiete veröffentlicht. Er enthält die Ergebnisse der ersten Auswertung von bereits existierenden geologischen Daten über den Untergrund Deutschlands. Das Ergebnis sind zum einen die Gebiete, die für die Endlagerung von hochradioaktiven Abfällen ungeeignet sind, als auch die Gebiete, die eine günstige geologische Gesamtsituation dafür erwarten lassen. An diesen Orten erscheint es lohnend, sie im weiteren Verfahren näher zu betrachten. 54 Prozent der Fläche Deutschlands wurden als Teilgebiete ausgewiesen, sind also nach Einschätzung der Experten grundsätzlich geologisch geeignet für die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle. Augustdorf und andere Ortschaften rundum befinden sich in zwei Teilgebieten mit Tongestein aus unterschiedlichen Epochen. Zum einen ist das das Teilgebiet welches sich über den Norden von NDR und den Süden von Niedersachsen erstreckt. Zum anderen das Teilgebiet welches sich von NRW über Niedersachen, Bremen. Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt erstreckt. Gegenüber den AUGUSTDORFER NACHRICHTEN erklärte die Bundesgesellschaft für Endlagerung aber auch: "Mit der Einstufung als Teilgebiet wurde noch keine Vorentscheidung für einen Endlagerstandort getroffen. Alle 90 Teilgebiete werden im weiteren Verfahren gleichermaßen weiter untersucht, so auch die Teilgebiete in Lippe. Es gibt keine Rangfolge der Gebiete." Es folgen nun gemäß den Vorgaben des Standortauswahlgesetzes weitere Untersuchungen aller Gebiete bezüglich ihrer Sicherheit. Das Ziel sei es, den Standort mit der besten Sicherheit zu finden. Dieser Standort soll im Jahr 2031 festgelegt werden. "Über die weiteren Schritte werden wir natürlich informieren", so die Gesellschaft und fügt hinzu: "Die Entscheidung über den Standort treffen am Ende Bundesrat und Bundestag." Exklusiv gegenüber den AUGUSTDORFER NACHRICHTEN haben die Fraktionsvorsitzenden eine Erklärung dazu abgegeben.

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