Verkehrsberuhigung in der Triftenstraße soll nicht kommen

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Im kom­men­den Aus­schuss für Bau, Pla­nung und Umwelt soll der Antrag des Anwoh­ners abge­lehnt wer­den, der eine Ver­kehrs­be­ru­hi­gung in der Trif­ten­stra­ße for­der­ten.

Der Unter­zeich­ner hat­te eine Ver­en­gung der Stra­ßen­füh­rung durch klei­ne Inseln oder durch deut­lich sicht­ba­re Bar­rie­ren in der Trif­ten­stra­ße als Idee ein­ger­bracht.

In der Sit­zung des Haupt-und Finanz­aus­schus­ses vom 30.04. wur­de der Antrag zur wei­te­ren Bera­tung an den Aus­schuss für Bau, Pla­nung und Umwelt ver­wie­sen. In dem Antrag wird die zusätz­li­che Ver­kehrs­be­ru­hi­gung im Wesent­li­chen durch den zuge­nom­me­nen Auto­ver­kehr und die spie­len­den Kin­der auf der Stra­ße begrün­det.

In einem Orts­ter­min wur­den die Anlie­ger der Trif­ten­stra­ße ein­ge­la­den, vor Ort die Mög­lich­kei­ten der Ver­kehrs­be­ru­hi­gung zu dis­ku­tie­ren. (Die AN berich­te­ten). Von einem Teil der Anwe­sen­den wur­den die Beden­ken des Unter­zeich­ners bestä­tigt. Vie­le der dort spie­len­den Kin­der kämen teil­wei­se unacht­sam aus den Grund­stücks­ein­fahr­ten gefah­ren und spie­len auf der Stra­ße. Ein Groß­teil der Anwe­sen­den hat­te sich aber auch gegen eine Ver­kehrs­be­ru­hi­gung aus­ge­spro­chen und die Eltern ermahnt, die Kin­der bes­ser zu beauf­sich­ti­gen.

Die Trif­ten­stra­ße wur­de 1995 mit einem vier Meter brei­ten Fahr­strei­fen und einem niveau­glei­chen Fuß­gän­ger­be­reich aus­ge­baut. Auf der Stra­ße ver­keh­ren im Wesent­li­chen die Anlie­ger selbst. Nach Aus­sa­gen der Ver­wal­tung gibt es kei­nen Tran­sit­ver­kehr.

In der jet­zi­gen Situa­ti­on müs­sen die Fahr­zeu­ge bei Begeg­nungs­ver­kehr auf­grund des schma­len Fahr­strei­fens auf den Geh­weg­be­reich aus­wei­chen. Sel­bi­ges gilt, wenn sich par­ken­de Autos auf dem Fahr­strei­fen befinden.Die Errich­tung von zusätz­li­chen Ver­kehrs­in­seln wür­de par­ti­ell den Fahr­strei­fen ein­engenund den Ver­kehr auf den Geh­weg­be­reich ver­la­gern. Zudem kann in Ver­bin­dung mit den par­ken­den Autos der Ver­kehrs­fluss erheb­lich gestört wer­den.

Die Errich­tung von Boden­schwel­len stellt ein Pro­blem für den Win­ter­dienst dar. Groß­flä­chig ange­leg­te Pflas­ter­flä­chen als Boden­schwel­len sind mög­lich, aller­dings in der vor­lie­gen­den Situa­ti­on unverhältnismäßig.Den Bereich der Trif­ten­stra­ße als „Ver­kehrs­be­ru­hig­ten Bereich“ aus­zu­wei­sen, erfor­dert, dass kei­ne Geh­we­ge vor­han­den sind, sodass für den Ver­kehrs­teil­neh­mer klar die Auf­ent­halts­funk­ti­on erkenn­bar ist und über­wiegt. Dies ist nach dem vor­lie­gen­den Aus­bau­stan­dard nicht zu rea­li­sie­ren.

Der Geh­weg­be­reich ist durch die Pflas­te­rung klar von der asphal­tier­ten Fahr­bahn abge­grenzt. Die Ver­wal­tung hat beim Kreis Lip­pe eine ver­deck­te Geschwin­dig­keits­mes­sung beauf­tragt. Soll­ten die gemes­se­nen Geschwin­dig­kei­ten Auf­fäl­lig­kei­ten erge­ben, so wird die Ver­wal­tung die zustän­di­ge Poli­zei bit­ten, ent­spre­chen­de Geschwin­dig­keits­kon­trol­len durch­zu­füh­ren. Auf­grund der auf­ge­führ­ten Argu­men­te und ins­be­son­de­re vor dem Hin­ter­grund, dass die Ver­kehrs­teil­neh­mer über­wie­gend die Anlie­ger selbst sind, wird vor­ge­schla­gen, kei­ne zusätz­li­chen bau­li­chen Maß­nah­men zur Ver­kehrs­be­ru­hi­gung umzu­set­zen.

Zur bes­se­ren Sicht­bar­keit der Ver­kehrs­teil­neh­mer auf der Stra­ße und den Grund­stücks­zu­fahr­ten wer­den die Anlie­ger gebe­ten, die Grund­stücks­ein­frie­dun­gen zu öffent­li­chen Ver­kehrs­flä­chen auf die zuläs­si­ge Höhe von 1,0m zu redu­zie­ren.

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Im kommenden Ausschuss für Bau, Planung und Umwelt soll der Antrag des Anwohners abgelehnt werden, der eine Verkehrsberuhigung in der Triftenstraße forderten. Der Unterzeichner hatte eine Verengung der Straßenführung durch kleine Inseln oder durch deutlich sichtbare Barrieren in der Triftenstraße als Idee eingerbracht. In der Sitzung des Haupt-und Finanzausschusses vom 30.04. wurde der Antrag zur weiteren Beratung an den Ausschuss für Bau, Planung und Umwelt verwiesen. In dem Antrag wird die zusätzliche Verkehrsberuhigung im Wesentlichen durch den zugenommenen Autoverkehr und die spielenden Kinder auf der Straße begründet. In einem Ortstermin wurden die Anlieger der Triftenstraße eingeladen, vor Ort die Möglichkeiten der Verkehrsberuhigung zu diskutieren. (Die AN berichteten). Von einem Teil der Anwesenden wurden die Bedenken des Unterzeichners bestätigt. Viele der dort spielenden Kinder kämen teilweise unachtsam aus den Grundstückseinfahrten gefahren und spielen auf der Straße. Ein Großteil der Anwesenden hatte sich aber auch gegen eine Verkehrsberuhigung ausgesprochen und die Eltern ermahnt, die Kinder besser zu beaufsichtigen. Die Triftenstraße wurde 1995 mit einem vier Meter breiten Fahrstreifen und einem niveaugleichen Fußgängerbereich ausgebaut. Auf der Straße verkehren im Wesentlichen die Anlieger selbst. Nach Aussagen der Verwaltung gibt es keinen Transitverkehr. In der jetzigen Situation müssen die Fahrzeuge bei Begegnungsverkehr aufgrund des schmalen Fahrstreifens auf den Gehwegbereich ausweichen. Selbiges gilt, wenn sich parkende Autos auf dem Fahrstreifen befinden.Die Errichtung von zusätzlichen Verkehrsinseln würde partiell den Fahrstreifen einengenund den Verkehr auf den Gehwegbereich verlagern. Zudem kann in Verbindung mit den parkenden Autos der Verkehrsfluss erheblich gestört werden. Die Errichtung von Bodenschwellen stellt ein Problem für den Winterdienst dar. Großflächig angelegte Pflasterflächen als Bodenschwellen sind möglich, allerdings in der vorliegenden Situation unverhältnismäßig.Den Bereich der Triftenstraße als „Verkehrsberuhigten Bereich“ auszuweisen, erfordert, dass keine Gehwege vorhanden sind, sodass für den Verkehrsteilnehmer klar die Aufenthaltsfunktion erkennbar ist und überwiegt. Dies ist nach dem vorliegenden Ausbaustandard nicht zu realisieren. Der Gehwegbereich ist durch die Pflasterung klar von der asphaltierten Fahrbahn abgegrenzt. Die Verwaltung hat beim Kreis Lippe eine verdeckte Geschwindigkeitsmessung beauftragt. Sollten die gemessenen Geschwindigkeiten Auffälligkeiten ergeben, so wird die Verwaltung die zuständige Polizei bitten, entsprechende Geschwindigkeitskontrollen durchzuführen. Aufgrund der aufgeführten Argumente und insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Verkehrsteilnehmer überwiegend die Anlieger selbst sind, wird vorgeschlagen, keine zusätzlichen baulichen Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung umzusetzen. Zur besseren Sichtbarkeit der Verkehrsteilnehmer auf der Straße und den Grundstückszufahrten werden die Anlieger gebeten, die Grundstückseinfriedungen zu öffentlichen Verkehrsflächen auf die zulässige Höhe von 1,0m zu reduzieren.

Leserbriefe zu “Verkehrsberuhigung in der Triftenstraße soll nicht kommen

Leserbriefe geben die Ansicht der Einsender wieder, die mit der Meinung der Redaktion nicht übereinstimmen muss.


  1. Sehr geehr­ter Herr Len­ge­ling, wenn Zustel­ler (Die Post­zu­stel­le­rin zeich­net sich übri­gens durch vor­bild­lich umsich­ti­ges Fah­ren aus!!) oder Bau­fahr­zeu­ge hin und wie­der zu rück­sichts­los in der Trif­ten­stra­ße fah­ren, dann notiert man sich das Kenn­zei­chen oder den Fir­men­na­men und spricht die Fir­ma oder das Straßenverkehrsamt/die Poli­zei ent­spre­chend an, noch ein­fa­cher wenn es sich um Besu­cher han­delt. Eigen­in­itia­ti­ve und nicht die Ver­wal­tung sind da gefragt. Die ist näm­lich an Vor­schrif­ten, die für alle gel­ten , gebun­den !!!
    Aber es ist ja ein­fa­cher , von der Gemein­de zu for­dern, als selbst was ein­fach Ver­nünf­ti­ges zu tun, nicht wahr ?? Wenn (aus eig­ner Anschau­ung !!!) die Anlie­ger ent­lang der gesam­ten Stra­ße alles zupar­ken und unüber­sicht­lich machen und die Kin­der dann zwi­schen den vie­len par­ken­den Autos plötz­lich erschei­nen, dann ist es nicht das Pro­blem der Zustel­ler und Bau­fahr­zeu­ge hin und wie­der !!

  2. Die Trif­ten­stra­ße ist kei­ne Durch­gangs­stra­ße, das ist rich­tig. Sie wird aller­dings nicht nur von Anwoh­nern genutzt. Häu­fig fah­ren auch Zustel­ler, Besu­cher und Bau­fahr­zeu­ge mit hohem Tem­po die Stra­ße ent­lang oder bie­gen in die Stich­stra­ße ein. Zum Schutz der Kin­der könn­te man doch wenigs­tens an den gefähr­lichs­ten Stel­len (Stich­stra­ße und West­kur­ve d..h. Abzweig Feld­stra­ße) deut­li­che Hin­wei­se zur Geschwin­dig­keits­re­du­zie­rung für Autofahre*innen geben.
    K. Len­ge­ling

  3. Ich ver­ste­he die all­ge­mei­ne Ent­täu­schung des Herrn Barz, die sich an der Lui­sen­stra­ße ent­zün­det. Doch die Trif­ten­stra­ße ist nicht mit jener zu ver­glei­chen. Sie ist kei­ne Durch­gangs­stra­ße und jetzt schon der­ar­tig eng und unüber­sicht­lich, dass jeder ver­nünf­ti­ge Ver­kehrs­teil­neh­mer eben lang­sam ange­passt fährt, Wenn sich dort fast aus­schließ­lich Anlie­ger­ver­kehr bewegt, soll­ten die Anlie­ger unter­ein­an­der mal mit­ein­an­der zurecht kom­men und even­tu­ell wahr­schein­lich weni­ge Raser, die in der Nach­bar­schaft woh­nen, iden­ti­fi­zie­ren und zur Rede stel­len. Bei all den schon vor­han­de­nen bau­li­chen Gege­ben­hei­ten besteht kein Hand­lungs­be­darf !! Die ein­fa­che Lösung des Pro­blems ist ver­nünf­ti­ge Eigen­in­itia­ti­ve.

  4. Na, das hat ja mal schnell und gut geklappt!
    Bra­vo für die Aus­führ­lich­keit des Berich­tes.
    Alles abge­lehnt!
    Sau­be­re Arbeit!
    Ein Wil­len von Sei­ten der Gemein­de zur Lösung des Pro­blems ist nicht erkenn­bar!
    An ande­rer Stel­le sperrt man sogar eine Stra­ße auf blo­ßen Zuruf eini­ger Anwoh­ner, sie­he Lui­sen­stra­ße! Und trotz bes­se­ren Wis­sens hält man an der Sper­rung fest.
    Das bes­te Argu­ment ist ” unver­hält­nis­mä­ßig” Ich muss­te wirk­lich kräf­tig lachen! Wenn es nur nicht so trau­rig wäre. Zehn­tau­sen­de von Euro wer­den in dem Ort für vie­le sinn­lo­se Din­ge aus­ge­ben, die kon­zep­ti­ons­los raus­ge­hau­en wer­den (Umzäu­nung GS in der Sen­ne (nicht nur ein opti­scher Schand­fleck!)) Und so ein paar Schwel­ler zu instal­lie­ren ist unver­hält­nis­mä­ßig?
    Ich dach­te es käme ein Neuanfang.……aber da sind wir noch lan­ge nicht! Das andau­ern­de Rum­ha­cken auf dem schei­den­den BM hat offen­bar zu einem gro­ßen Vaku­um geführt?!

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