„Ein kost­ba­rer Ort in August­dorf.“ Mit die­sen Wor­ten cha­rak­te­ri­sier­te Dr. Dr. Mar­kus Jacobs, der lei­ten­de Pfar­rer des Pas­to­ral­ver­bun­des Lip­pe — Det­mold, das Kir­chen­ge­bäu­de, das ges­tern, genau vor 60 Jah­ren ein­ge­weiht wurde.

Auf­grund der Pan­de­mie hat­ten sich nur weni­ge Gäs­te ein­ge­fun­den — es waren auch nur knapp 30 ein­ge­la­den wor­den, zahl­rei­che konn­ten aber über den Live­stream der AUGUSTDORFER NACHRICHTEN die Fei­er­lich­kei­ten mit­er­le­ben, knapp 200 Gäs­te ver­folg­ten das Gesche­hen online.

Pfar­rer Jacobs beton­te, dass der Ort, der von der zivi­len Gemein­de als Denk­mal gese­hen wer­de, „um Sei­net­wil­len“, ent­stan­den sei. Im Anschluss ergriff Dia­kon Diet­her Wege­ner das Wort. Er skiz­zier­te die Kir­che, wie sie frü­her war und heu­te ist — dabei konn­te man auch ein wenig Weh­mut ver­spü­ren — sei­en die Got­tes­dienst­be­su­che und die zahl­rei­chen Akti­vi­tä­ten bes­ser besucht gewe­sen. „Ich habe immer eine leben­di­ge und offe­ne Kir­chen­ge­mein­de erlebt“, attes­tier­te er dem Geburtstagskind.

Im Anschluss an den Got­tes­dienst ergriff Noch­bür­ger­meis­ter Dr. Andre­as Wulf das Wort. „60 Jah­re sind ein jun­ges Alter für eine Kir­cheng­mein­de“, erklär­te er. Dabei sei es auch etwas Beson­de­res, dass es eine katho­li­sche Kir­chen­ge­mein­de in August­dorf gebe, hät­ten sich die Fürs­ten doch vor eini­gen hun­dert Jah­ren dem evan­ge­lisch-refor­mier­ten Glau­ben zugewandt.

Auch der Stand­ort­äl­tes­te Oberst Jochen Geck gra­tu­lier­te der Kir­chen­ge­mein­de und beton­te, wie wich­tig die Mili­tär­seel­sor­ge für die Men­schen sei. „Die Über­schnei­dung sehen Sie dar­an, dass die Ker­zen­stän­der Muni­ti­ons­hül­sen sind und das Tauf­be­cken aus Maschi­nen­tei­len eines Kriegs­schif­fes ist“, erläu­ter­te Geck. Er unter­strich: „Die Sol­da­ten tre­ten für Frie­den und Men­schen­rech­te ein.“

Zum Schluss setz­te der evan­ge­li­sche Mili­tär­pfar­rer Claus Wag­ner noch ein Zei­chen, indem er unter­strich, dass es bei der Seel­sor­ge nicht um den einen oder den ande­ren Glau­ben gehe, son­dern dar­um, den Men­schen Gott nahe zu bringen.

Musi­ka­lisch unter­malt wur­de der Fest­akt durch Gre­gor Schwarz an der Orgel und Dani­el Rei­chert auf der Trom­pe­te. Wäh­rend beim Ein- und Aus­zug das Trumpet Volon­ta­ry von Jere­miah Clar­ke erklang und damit den Abend fest­lich ein- und aus­klin­gen ließ, ertön­te zwi­schen­durch das ver­gleichs­wei­se unbe­kann­te Trumpet Vol­un­ta­ry, Op. 6 No. 5. Wer die­ses beson­de­re Stück noch ein­mal nach­hö­ren möch­te, die­ses hier tun.

 

Von Redaktion

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