Die Staats­an­walt­schaft Det­mold hat ges­tern auf Anfra­ge bestä­tigt, dass die Straf­an­zei­gen wegen der Teil­nah­me am Ern­te­dank­got­tes­dienst, gegen Dr. Andre­as Wulf gerich­tet sind. Das belegt auch das Schrei­ben, dass die Anzei­gen­er­stat­ter ges­tern erhal­ten haben und das der Redak­ti­on vorliegt.

Die AUGUSTDORFER NACHRICHTEN hat­ten Mit­te Sep­tem­ber als ers­te Zei­tung über die Straf­an­zei­ge gegen Wulf  berich­tet. Auch der WDR hat­ten in sei­nem Bei­trag erklärt, dass Anzei­gen gegen Dr. Andre­as Wulf gestellt wor­den sei­en. Wulf selbst for­der­te die Redak­ti­on der AN auf, die­se Behaup­tung zurück­zu­neh­men — was die­se nicht tat.

Auch in den sozia­len Medi­en erklär­te er, es sei kei­ne Anzei­ge gegen ihn gestellt wor­den. Als „Beweis” füg­te er einen Aus­schnitt aus einem Arti­kel einer loka­len Tages­zei­tung an.
In den sozia­len Netz­wer­ken bro­del­te es dar­auf­hin, der AN-Redak­ti­on wur­de Ruf­schä­di­gung vor­ge­wor­fen — ein unge­recht­fer­tig­ter Vor­wurf, der nun nicht mehr halt­bar ist. Es zeigt sich, dass die AN die Ange­le­gen­heit von Anfang an kor­rekt dar­ge­stellt hat.

In dem Schrei­ben an die Anzei­gen­er­stat­ter erklärt die ermit­teln­de Staats­an­wäl­tin, dass sie kei­ne Anhalts­punk­te für eine Straf­tat sieht. Die Beschul­dig­ten (neben Wulf wur­de auch der Lei­ter der Glau­bens­ge­mein­schaft ange­zeigt) „hät­ten also nur tat­be­stands­mä­ßig gehan­delt, wenn sie vor dem 13.9.2020 mit COVID-19 erkrankt wären […]”, heißt es in dem Brief wei­ter. Da sich die Behör­de nicht sicher ist, ob viel­leicht eine Ord­nun­sg­wid­rig­keit vor­liegt, hat sie die Ange­le­gen­heit an das ört­li­che Ord­nungs­amt zwecks Unter­su­chung geschickt und will kei­ne Ermitt­lun­gen in der Straf­sa­che aufnehmen.

Die bei­den Anzei­gen­er­stat­ter wol­len damit die Sache aber nicht auf sich beru­hen las­sen und wer­den Beschwer­de ein­le­gen. Eigent­lich kann man nur Rechts­mit­tel gegen eine Ent­schei­dung ein­le­gen, wenn man selbst Betrof­fe­ner ist. Aber, so ist es von der Staats­an­walt­schaft zu hören, kön­nen auch Anzei­gen­er­stat­ter, die nicht Betrof­fe­ne sind, eine infor­mel­le Beschwer­de ein­rei­chen: Die­se wür­de dann von der Staats­an­walt­schaft noch ein­mal auch unter der Berück­sich­ti­gung neu­er Erkennt­nis­se geprüft und an die Gene­ral­staats­an­walt­schaft in Hamm gegeben.

 

 

Von Redaktion

Ein Gedanke zu „Staatsanwaltschaft bestätigt: Strafanzeigen wurden gegen Dr. Wulf gestellt“
  1. Wenn man als Bür­ger die Sicher­heits­be­hör­den unter­stützt und auf Fäl­le der höchst gefähr­li­cher Bedro­hung der Öffent­li­chen Sicher­heit und Ord­nung hin­weist, und dann eine solch lapi­da­re des­in­ter­es­sier­te Reak­ti­on erle­ben muss, dann erüb­rigt sich in Zukunft jedes wei­te­re Enga­ge­ment in die­ser Rich­tung. Wenn man erle­ben muss, dass ein Lei­ter eines Ord­nungs­am­tes der­ar­tig FAHRLÄSSIG in die­ser Zeit höchs­ter Bedro­hung für Leib und Leben Tau­sen­der ( und zuneh­mend !!!) zu völ­lig unge­schütz­ter Feie­rei anstif­ten darf, dann muss man sich nicht wun­dern, dass die Pan­de­mie kaum noch kon­trol­lier­bar grassiert.
    FAHRLÄSSIGKEIT ist näm­lich auch strafrelevant !!!!
    Wenn man der­ar­tig kon­se­quenz­los von Sei­ten der Behör­den wider­sprüch­li­che „Regeln” erlässt, muss man sich nicht wun­dern, dass sich Dum­me über­haupt nicht gemü­ßigt füh­len sich dar­an zu halten.……
    und es erkran­ken und ster­ben immer mehr Mitmenschen !!!

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