Die Indus­trie- und Han­dels­kam­mer Lip­pe zu Det­mold (IHK Lip­pe) hat ihren Strom­preis-Umla­gen-Rech­ner im Inter­net (www.detmold.ihk.de) auf den neu­es­ten Stand gebracht. Pri­vat­haus­hal­te und Unter­neh­men kön­nen damit selbst errech­nen, was sie 2021 für Erneu­er­ba­re Ener­gien, Kraft-Wär­me-Kopp­lung, den Aus­gleich für indi­vi­du­el­le Netz­ent­gel­te und die Anbin­dung von Off­shore-Wind­kraft­an­la­gen sowie für abschalt­ba­re Las­ten aus­ge­ben müs­sen, wenn sie kei­nen eige­nen Strom erzeugen.

„Die meis­ten Unter­neh­men müs­sen im nächs­ten Jahr gut zwei Pro­zent weni­ger für die Umla­gen auf den Strom­preis zah­len“, stellt Mat­thi­as Carl, stell­ver­tre­ten­der Geschäfts­füh­rer der IHK Lip­pe, fest. Haupt­grund sei die um 0,256 Cent auf 6,50 Cent je Kilo­watt­stun­de (kWh) gede­ckel­te EEG-Umla­ge, bemerkt Carl und kom­men­tiert wei­ter: „Die EEG-Umla­ge hät­te wegen des vier Mil­li­ar­den gro­ßen Defi­zits auf dem EEG-Kon­to deut­lich stei­gen müs­sen. Das hat der Bund mit Mit­teln aus dem Bun­des­haus­halt ver­hin­dert.“ Der Wer­muts­trop­fen: Die EEG-Umla­ge soll­te ursprüng­lich um etwa 1,7 Cent/kWh gesenkt wer­den, um die Belas­tun­gen aus­zu­glei­chen, die auf Unter­neh­men und Ver­brau­cher durch den CO2-Preis auf fos­si­le Kraft- und Heiz­stof­fe zukom­men, berich­tet Carl.

„Die Sen­kung der Umla­gen ins­ge­samt fällt über­schau­bar aus“, so Carl. „Ein Vier-Per­so­nen-Haus­halt mit einem jähr­li­chen Strom­ver­brauch von 4.000 Kilo­watt­stun­den zahlt 2021 allein für die Umla­gen 303 Euro. Das sind immer­hin knapp 30 Pro­zent der jähr­li­chen Strom­kos­ten von 1.100 Euro brut­to.“ Ins­ge­samt wür­den die Kos­ten für die Umla­gen aber leicht sin­ken, näm­lich um knapp 7 Euro.

Der Strom­preis-Umla­gen-Rech­ner der IHK Lip­pe berück­sich­tigt alle staat­li­chen Umla­gen und Ermä­ßi­gungs­mög­lich­kei­ten sowie die Fall­ge­stal­tun­gen der beson­de­ren Aus­gleichs­re­ge­lung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes.

Für die Berech­nung der eige­nen Belas­tung müs­sen die Ver­brau­cher nur den Jah­res­strom­ver­brauch in Mega­watt­stun­den (1 MWh = 1.000 Kilo­watt­stun­den) in den IHK-Rech­ner ein­ge­ben. Zudem kön­nen Unter­neh­men des pro­du­zie­ren­den Gewer­bes durch wei­te­re Ein­ga­ben prü­fen, ob Ermä­ßi­gun­gen mög­lich sind und wie hoch die­se ausfallen.

Von Redaktion

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