Als im Früh­jahr die ers­te Coro­na-Wel­le den Groß­teil der Tafeln im Kreis Lip­pe dazu zwang, ihre Aus­ga­be­stel­len aus Sorg­falts­pflicht ihren ehren­amt­li­chen Hel­fern gegen­über vor­über­ge­hend zu schlie­ßen, sprang das Deut­sche Rote Kreuz ein und rief das Pro­jekt „DRK-Sofort­hil­fe Lebens­mit­tel­be­schaf­fung für Bedürf­ti­ge“ ins Leben. Drei Orts­ver­ei­ne und der Kreis­ver­band bean­trag­ten Gel­der von der Akti­on Mensch, und nur weni­ge Tage nach der Bewil­li­gung wur­den Lebens­mit­tel­kis­ten gepackt und an mobi­len Aus­ga­be­stel­len an die Tafel-Kun­den aus­ge­ge­ben; wer sein Paket nicht sel­ber abho­len konn­te, konn­te den DRK-Fahr­dienst in Anspruch neh­men, der das Paket dann bis an die Woh­nungs­tür gebracht hat.

Alle Tafeln haben nach dem Lock­down ihren eige­nen Weg gefun­den, ihren Kun­den die Lebens­mit­tel aus­zu­ge­ben – sei es durch umge­rüs­te­te Aus­ga­be­stel­len oder, wo dies nicht mög­lich war, durch die Ver­tei­lung vor­ge­pack­ter Kis­ten im Frei­en. Man­che Aus­ga­be­stel­len lie­fern seit der ers­ten Pan­de­mie-Wel­le im Früh­jahr die Lebens­mit­tel an ihre Kun­den aus. Den­noch: Vor allem halt­ba­re Lebens­mit­tel sind rar. Obst, Gemü­se, Back­wa­ren, Mol­ke­rei­pro­duk­te – die­se Lebens­mit­tel wer­den nach wie vor von den Super­märk­ten für die Tafeln bereit­ge­stellt. Aber auch hier schwan­ken die Men­gen der­zeit extrem.

Lebens­mit­tel­spen­den an die Tafeln statt mobi­ler Ausgabestellen 

Um die bedürf­ti­gen Tafel-Kun­den mit halt­ba­ren Lebens­mit­teln zu unter­stüt­zen, beschafft der DRK-Kreis­ver­band Lip­pe e.V. nun wie­der Waren. Auch dies­mal räumt Han­dels­hof Kan­ne für den guten Zweck einen Rabatt ein. Die Lebens­mit­tel wer­den in der regu­lä­ren Aus­ga­be an die Kun­den ver­teilt. Schließ­lich wir­ken bei den betrof­fe­nen Fami­li­en die finan­zi­el­len Eng­päs­se aus der Zeit wäh­rend des Shut­downs nach, als zu regu­lä­ren Prei­sen ein­ge­kauft wer­den muss­te. Hier ist nach wie vor Hil­fe nötig. „Wir dür­fen nicht die­je­ni­gen ver­ges­sen, die gera­de jetzt auf unse­re Soli­da­ri­tät ange­wie­sen sind“, stellt Her­bert Dah­le, Prä­si­dent des DRK-Kreis­ver­bands Lip­pe klar. Bis zum Früh­jahr 2021 soll das Pro­jekt wei­ter­ge­führt werden.

„Uns ist es wich­tig, die bis­he­ri­ge ver­trau­ens­vol­le Zusam­men­ar­beit mit den Tafeln fort­zu­füh­ren“, erklärt Kreis­ge­schäfts­füh­rer Klaus-Jür­gen Wolf. „Mobi­le Aus­ga­be­stel­len, wie wir sie wäh­rend des Lock­downs initi­iert haben, sind der­zeit nicht nötig. Unser Signal an die Tafeln lau­tet aber ganz klar: Sobald wie­der geschlos­sen wer­den muss, sind wir vor Ort, wenn wir gebraucht werden.“

Von Redaktion

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