Am 15. Novem­ber, dem „Volks­trau­er­tag“, an dem der Kriegs­op­fer gedacht wird, fin­det auf dem Ehren­fried­hof, der sich neben der evan­ge­lisch-refor­mier­ten Kir­chen­ge­mein­de befin­det, eine Fei­er­stun­de statt.

Die Ver­an­stal­tung beginnt um 9.30 Uhr. Nach der Begrü­ßung durch Bür­ger­meis­ter Tho­mas Kat­zer und dem Toten­ge­den­ken, wird der Posau­nen­chor der evan­ge­lisch-refor­mier­ten Kir­chen­ge­mein­de die Fei­er­stun­de musi­ka­lisch unter­ma­len. Im Anschluss dar­an wird Mili­tär­pfar­rer Mar­tin Ben­ker eine Anspra­che hal­ten. Nach der Kranz­nie­der­le­gung wird noch ein­mal der Posau­nen­chor spie­len, bevor der Bür­ger­meis­ter die Abschluss­wor­te spricht.

Auf Nach­fra­ge der Redak­ti­on erläu­tert Irsi Diek­mann vom Ord­nungs­amt, dass die Ver­an­stal­tung erlaubt sei. Sie weist dar­auf­hin, dass wäh­rend der Ver­an­stal­tung von allen Betei­lig­ten, dazu zäh­len auch auch Besu­cher und Gäs­te, eine Mas­ke zu tra­gen sei „und dass wäh­rend der Auf­stel­lung am Ehren­fried­hof der Abstand zu wah­ren ist.”

Hin­ter­grund: War­um sind Fei­er­lich­kei­ten zum Volks­trau­er­tag erlaubt?

Der Staats­se­kre­tär des Minis­te­ri­ums für Arbeit, Gesund­heit und Sozia­les aus Nord­rhein-West­fa­len erklärt: „Mit dem Volks­trau­er­tag und dem Gedenk­tag am 9. Novem­ber ste­hen zwei wich­ti­ge staat­li­che Gedenk­ta­ge unmit­tel­bar bevor.” Das Geden­ken an die Opfer der Welt­krie­ge, das Geden­ken an die Novem­ber­po­gro­me von 1938, aber auch das Geden­ken an den Mau­er­fall im Jahr 1989 „gehö­ren in unse­rem Land zur Staatsräson.”
Ver­an­stal­tun­gen, die an den dies­jäh­ri­gen Gedenk­ta­gen in die­sem Sin­ne durch­ge­führt wür­den, sei­en im Sin­ne der aktu­el­len Coro­na­schutz­ver­ord­nung des­halb Ver­an­stal­tun­gen, die der öffent­li­chen Ord­nung zu die­nen bestimmt sind. „Öffent­li­che Ord­nung“ sei inso­weit die Gesamt­heit der unge­schrie­be­nen Regeln, deren Befol­gung nach den jeweils herr­schen­den sozia­len und ethi­schen Anschau­un­gen als uner­läss­li­che Vor­aus­set­zung für ein gedeih­li­ches Zusam­men­le­ben inner­halb eines bestimm­ten Gebie­tes ange­se­hen wer­den. „Das mah­nen­de Geden­ken an die oben genann­ten Ereig­nis­se ist Aus­druck die­ser unge­schrie­be­nen Regeln.” Die ent­spre­chen­den Ver­an­stal­tun­gen sei­en daher unter Beach­tung der Coro­na­schutz­ver­ord­nung zulässig.

Von Redaktion

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