Dass man beim Spie­len wich­ti­ge Kom­pe­ten­zen wie Geduld, zuhö­ren oder ver­lie­ren lernt, ist längst kein Geheim­nis mehr. Und weil das qua­si ganz neben­bei geschieht, gibt es in der Grund­schu­le In der Sen­ne auch eine Spie­le-AG. Die Jun­gen und Mäd­chen spie­len dort gemein­sam Gesell­schafts­spie­le. Von der Initia­ti­ve „Spie­len macht Schu­le“ hat die Grund­schu­le jetzt neue Gesell­schafts­spie­le gestif­tet bekommen.

Dank eines Kon­zept, dass beschreibt, wie wich­tig das Spie­len für Kin­der und das Mit­ein­an­der ist, hat die Grund­schu­le In der Sen­ne die neue Aus­rüs­tung für das Spie­le­zim­mer bekom­men. Die Initia­ti­ve „Spie­len macht Schu­le“ för­dert so das klas­si­sche Spie­len an Schu­len, denn: Spie­len macht schlau!

„Spie­len und ler­nen sind kei­ne Gegen­sät­ze! Dar­um sind gute Spie­le eine wich­ti­ge Ergän­zung des schu­li­schen Bil­dungs­an­ge­bots. Kin­der unter­schei­den nicht zwi­schen Ler­nen und Spie­len, sie ler­nen beim Spie­len“, weiß Prof. Dr. Dr. Man­fred Spit­zer vom Trans­fer­zen­trum für Neu­ro­wis­sen­schaft­li­chen und Ler­nen in Ulm. Und das sieht die Grund­schu­le In der Sen­ne genau­so. „Das Spie­len ist wich­tig für die Gehirn­ent­wick­lung. Wir nut­zen das Spie­le­zim­mer für die Spie­le-AG, aber auch für den För­der­un­ter­richt“, erklärt Schul­lei­te­rin Ute Krau­se. Auch für den Unter­richt kön­nen sich Klas­sen Spie­le ausleihen.

Durch das Spie­len wer­den ver­schie­de­ne Fähig­kei­ten der Jun­gen und Mäd­chen trai­niert. Andrea Schulz-Bau­mann, Son­der­päd­ago­gin der Grund­schu­le In der Sen­ne, hat sich um die Bewer­bung für die neue Aus­stat­tung bei der Initia­ti­ve  „Spie­len macht Schu­le“ geküm­mert. „Wir haben etwa 40 neue Spie­le bekom­men. Den Wert schät­ze ich auf etwa 2.000 Euro“, sagt sie.

Die Grund­schu­le konn­te sich bestimm­te Spie­le wün­schen. Eini­ge Gesell­schafts­spie­le wur­den aber auch von der Initia­ti­ve aus­ge­sucht. „Man­che Spie­le haben wir uns drei­mal gewünscht. Eines für das Spie­le­zim­mer und zwei zum Aus­lei­hen für die Klas­sen“, erklärt Schulz-Bau­mann. Unter den Spie­len sind vie­le Lern­spie­le, die das Zäh­len und die Spra­che för­dern. „Momen­tan kön­nen wir die Spie­le noch nicht nut­zen. Das liegt an der Coro­na-Hygie­never­ord­nung“, berich­tet Ute Krau­se. „Wir zei­gen mit den neu­en Spie­len den Schü­lern aber, dass es eine Per­spek­ti­ve gibt und irgend­wann wie­der gespielt wer­den darf“, ist sich Andrea Schulz-Bau­mann sicher.

Schon 2011 hat die Grund­schu­le In der Sen­ne Gesell­schafts­spie­le durch die Initia­ti­ve „Spie­len macht Schu­le“ bekom­men. Zusam­men mit 202 Schu­len aus allen Tei­len Deutsch­lands wur­de sie wie­der von einer Jury ausgewählt.

Die Initia­ti­ve „Spie­len macht Schu­le“ wur­de vom Ver­ein Mehr Zeit für Kin­der und dem ZNL Trans­fer­zen­trum für Neu­ro­wis­sen­schaft­li­chen und Ler­nen ins Leben geru­fen. Unter­stützt wird die Initia­ti­ve von den 16 Kul­tus­mi­nis­tern. Die Spiel­wa­ren wer­den von den Mit­glieds­un­ter­neh­men des Deut­schen Ver­bands der Spiel­wa­ren­in­dus­trie kos­ten­los zur Ver­fü­gung gestellt. (pal)

Von Redaktion

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