Bürgerinitiative erreicht viele Menschen

Lese­zeit: unge­fähr 2 Minu­ten Nur zwölf Kilo­me­ter von August­dorf hat sich vor der Kom­mu­nal­wahl etwas abge­spielt, womit vor einem Jahr noch kei­ner gerech­net hät­te.

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Nur zwölf Kilometer von Augustdorf hat sich vor der Kommunalwahl etwas abgespielt, womit vor einem Jahr noch keiner gerechnet hätte. Denn hätte man heute vor einem Jahr die Bürger in Oerlinghausen gefragt, wer oder was die „Initiative Oerlinghausen“ ist, es hätte niemand eine Antwort darauf gehabt. Niemand ist nicht ganz richtig, denn eine Handvoll Oerlinghauser:innen liebäugelte zu diesem Zeitpunkt mit der Gründung einer neuen Wählergemeinschaft. Der Rat bestand zu diesem Zeitpunkt aus den Fraktionen der SPD, CDU, Grünen, FDP und Freien Wähler und die Kommunalwahl sollte schon bald folgen. Die Möglichkeit jene Vorstellung von Bürgerbeteiligung und Transparenz in den Rat einzubringen, bestand darin mit einer eigenen Idee und einem eigenen Konzept anzutreten: bürgernah und unabhängig sollte es sein. Dies sollte zum Ende des ersten Quartals in 2020 geschehen, doch dann kam die Coronakrise und mit ihr gingen zahlreiche Beschränkungen einher. Doch wer die Stadt entwickeln möchte, der muss auch solche Hürden nehmen und somit wurden in nur fünf Monaten ein Trägerverein gegründet, 16 Direktkandidaten und eine Reserveliste für Oerlinghausen erstellt, eine Menge an Papierkram erledigt und letztendlich eine erfolgreiche Teilnahme an der Kommunalwahl vollzogen. Der vorhergehende Wahlkampf war nicht einfach. Denn während den alteingesessenen Fraktionen oftmals eine vier- oder sogar fünfstelliges Budget zur Verfügung steht, kam die neu gegründete Initiative Oerlinghausen anfänglich mit einem Werbebudget von etwas mehr als 300,- Euro aus. Möglich war dies durch viel Eigeninitiative, aber auch einen rasanten Anstieg der Mitgliederzahlen, die sich und ihre Fähigkeiten mit einbrachten und den Vorstand kräftig unterstützen. Die Initiative wuchs somit innerhalb kürzester Zeit zur viergrößten politischen Vereinigung in Oerlinghausen heran, direkt hinter der FDP und hinter der CDU und der SPD. Daher trifft die Aussage auf der Homepage auch vollkommen zu: „Bei uns engagieren sich kreative und ideenreiche Persönlichkeiten, mit unterschiedlicher Herkunft und vielfältigen Fähigkeiten. Wir bringen alle Voraussetzungen mit, um die unterschiedlichen Aufgaben und Anforderungen zu erfüllen. Wir alle haben eines gemeinsam: wir sind Trainer, Organisatoren und Mitglieder in diversen Vereinen und engagieren uns bereits dort ehrenamtlich für »Sie«: die BürgerInnen unserer Stadt!“ Die Initiative stieß damit auf regen Zuspruch seitens der Bürgerschaft, die ebenfalls bei einigen Akteuren des politischen Handelns ein großes Defizit bei der Bürgerbeteiligung und der Transparenz von Vorgängen sah, wobei zu diesem Zeitpunkt erneut die Veräußerung von städtischem Grund für starke Kritik sorgte und auch immer noch sorgt. Es beschäftigt die Bürger, dass in es in letzter Zeit immer dieselben Akteure bzw. Investoren sind, die bei den Projekten und Veräußerungen den Zuschlag bekommen bzw. einen Informationsvorsprung zu haben scheinen. Die Initiative Oerlinghausen war am Wahlsonntag dann der Überraschungssieger des Abends. Von den an diesem Tag abgegebenen 8.079 gültigen Stimmen entfielen 9,17 Prozent (= 741 Stimmen) auf die Initiative. Damit zog die Initiative direkt hinter der FDP (= 748 Stimmen) und deutlich vor den Freien Wählern (= 313 Stimmen) in den Rat ein. Dabei holte die Initiative sogar drei Direktmandate in den Wahlbezirken 14 bis 16 (Lippereihe I. Lipperreihe II und Lipperreihe III). Das gelang sonst nur noch den Grünen (mit zwei Direktmandaten) und der SPD (mit elf Direktmandaten). CDU und FDP zogen über die Reservelisten in den Stadtrat ein.

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