Konjunkturampel auf dunkelrot

Lese­zeit: unge­fähr 2 Minu­ten Gas­tro­no­men und Hote­liers bli­cken auf­grund der Coro­na-Pan­de­mie auf eine schlech­te Som­mer­sai­son zurück. Die Stim­mung ist sehr ver­hal­ten und der Blick

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Gastronomen und Hoteliers blicken aufgrund der Corona-Pandemie auf eine schlechte Sommersaison zurück. Die Stimmung ist sehr verhalten und der Blick in die Zukunft pessimistisch. Der IHK-Konjunkturklimaindikator fällt von 123,5 auf 53,3 Punkte. Jedes zweite Unternehmen bewertet die aktuelle Geschäftslage als schlecht und nur noch knapp ein Achtel mit der Note „gut“. Als Gründe führen die Unternehmen die Zurückhaltung der Gäste an, die Vorgaben hinsichtlich Abständen und Hygiene und die flächendeckende Absage von privaten Feiern und öffentlichen Veranstaltungen. Durch Außer-Haus-Verkäufe konnte die Gastronomie die schwierige Situation etwas abmildern. Eigenkapitalrückgang und Liquiditätsengpässe – um die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie zu lindern, haben mehr als zwei Drittel der Betriebe die NRW-Soforthilfe genutzt. Über die Hälfte hat Kurzarbeitergeld erhalten und Überbrückungshilfe beantragt. Mehr als drei Viertel versuchen auch in der nächsten Saison ihre Beschäftigten zu halten. Ein Gastronom formuliert hier: „Kurzarbeit ist eine sehr gute Möglichkeit, die Stammbelegschaft zu halten.“ Insgesamt ist der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei 85,3 Prozent der Unternehmen zurückgegangen, dabei ist der Geschäftsreiseverkehr stark rückläufig. Dieser hat sich nach dem ersten Lockdown noch nicht wieder erholt. Aber auch Urlaubsreisende und heimische Gäste hielten sich zurück. Fast die Hälfte der teilnehmenden Unternehmen erwartet, dass der Gesamtumsatz in diesem Jahr im Vergleich zu 2019 voraussichtlich um 25 bis 50 Prozent zurückgehen wird. Rund ein Fünftel geht sogar von einem Rückgang von mehr als 50 Prozent aus. Diese Entwicklung hat negative Folgen für die Erträge, die bei vier von fünf Unternehmen gesunken sind. Maria Klaas, Geschäftsführerin der Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold fasst das Stimmungsbild zusammen: „Unser Gastgewerbe blickt sorgenvoll in die Zukunft. Die Ungewissheit ist groß und eine verlässliche Planung ist kaum möglich.“ Aktuell befürchten mehr als zwei Drittel eine ungünstige Geschäftsentwicklung für die nächste Saison. Nicht nur Weihnachtsfeiern und für Dezember geplante Veranstaltungen wurden abgesagt, auch Hochzeiten und Geburtstagsfeiern im ersten Halbjahr 2021 stehen auf der Kippe. Bei den Chancen für die Geschäftsentwicklung sind die Gastronomen und Hoteliers sehr zurückhaltend. Sie setzen vornehmlich auf Stammgäste und auf eine baldige Beendigung der Beschränkungen und Schließungen. Maria Klaas ergänzt: „Deutschland hat als Urlaubs- und Wanderland gerade in diesem Sommer an Beliebtheit gewonnen. Eine Rückkehr zu einer Geschäftstätigkeit auf Vor-Corona-Niveau wird bei drei von zehn Unternehmen nicht vor dem zweiten Halbjahr 2021 erwartet.“ Fast ein Viertel prognostiziert eine positive Entwicklung erst nach 2021 und ebenso viele geben erst gar keine Einschätzung ab. Die größten Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung der Unternehmen in den kommenden zwölf Monaten sind für rund zwei Drittel der Befragten die aktuellen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen sowie eine sinkende Inlandsnachfrage. Sorgen bereiten den Gastronomen insbesondere die oft kurzfristigen neuen politischen Vorgaben, die Verlängerung der Schließungen und die wechselnden Reisewarnungen. Maria Klaas unterstreicht, dass gerade für diese gebeutelte Branche nun verlässliche Werkzeuge notwendig sind, mit denen etwas Planungssicherheit hergestellt werden kann. Ein Abrechnungschaos wie bei der NRW-Soforthilfe darf sich nicht wiederholen. An der IHK-Saisonumfrage Tourismus haben 74 gastgewerbliche Unternehmen aus Lippe mit knapp 800 Beschäftigten teilgenommen.

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