Palmen wachsen auch in Lippe — mit Video

Lese­zeit: unge­fähr 2 Minu­ten Jungre­por­te­rin Oli­via auf der Suche nach alten Gemü­se­sor­ten Was ist das Beson­de­re an Gemü­se, und was hat es mit der

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Was ist das Besondere an Gemüse, und was hat es mit der Lippischen Palme auf sich? Die achtjährige Olivia will diesen Fragen einmal nachgehen. Dazu hat sie zuerst einen Termin bei Agnes Sternschulte im LWL-Freilichtmuseum Detmold vereinbart. „Es gibt ganz viele alte Gemüsesorten, die viele schon gar nicht mehr kennen“, erklärt die Landschaftsökologin und Museumswissenschaftlerin. Das Freilichtmuseum hat 2011 schon damit begonnen, alte Sorten zu sammeln und zu erfassen. Gleichzeitig sei ein Netzwerk von Paten aufgebaut worden, um das Saatgut zu erhalten. Es umfasse aktuell viele hundert Paten. Insgesamt 160 verschiedene, im Rahmen des Projektes eingesammelte Gemüse- und Zierpflanzen werden im Museum angebaut. Von Agnes Sternschulte erfährt Olivia auch, dass es eine Grünkohlpflanze gibt, die sich Lippische Palme nennt. Diese wird im Kalletal durch Jan Fleischfresser auf zwei Hektar Fläche angebaut. – eine nachweisbar schon vor 400 Jahren in Lippe bekannte Grünkohlsorte mit lila-rötlichem Stamm, an dessen oberem Ende sich die gekräuselten Blätter palmenartig auffächern. Die Pflanze kann bis zu 1,80 Meter wachsen. „Mein Opa hat die bereits angebaut“, berichtet Jan Fleischfresser schmunzelnd. Gemeinsam mit Agnes Sternschulte hatte der Biobauer sich den Namen überlegt - und er passt. Als Olivia sich neben eine Pflanze stellt, überragt diese die Grundschülerin bereits. Für die konventionelle Landwirtschaft ist der Palmkohl zu kompliziert. Während der herkömmliche Grünkohl von Maschinen geerntet werden kann, muss die ungleichmäßig wachsende Lippische Palme von Hand gerupft und verlesen werden – „aber dadurch ist der Kohl auch von sehr guter Qualität", sagt der dreifache Familienvater, der Agrarwissenschaften studiert hat. Nun geht es für Olivia weiter zu ihrer Großmutter. Bärbel Wolff ist schon seit über 40 Jahren, was Gemüse und Obst angeht, Selbstversorgerin. Die beiden gehen durch den Gemüsegarten, wo im Augenblick ebenfalls Kohlpflanzen wachsen. „Gerade wenn man etwas selbst anbaut, schmeckt es auch am besten“, erläutert Bärbel Wolff, die großen Wert darauf legt, dass auf ihren Gemüsegarten kein Kunstdünger gelangt. Während Olivias nun wieder den Weg nach Hause antritt, ist sie sich sicher, was es am nächsten Tag zum Mittagessen gibt: „Na klar, Grünkohl!“    

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