Iva­na Per­a­no­vic wohnt sei etwa ein­ein­halb Jah­ren an der Ecke Schle­si­er Straße/Danziger Stra­ße. Schon lan­ge stört sie der unge­pfleg­te Park­platz vor den Mehr­fa­mi­li­en­häu­sern. Zusam­men mit ihren Nach­barn hat sie jetzt die Flä­che von Unrat und Laub befreit.

„Ich habe mit mei­nen Ver­wand­ten ab und zu mal sau­ber gemacht. Aber so rich­tig für den Park­platz ver­ant­wort­lich gefühlt hat sich nie­mand“, erklärt Anwoh­ne­rin Iva­na Per­a­no­vic. Das Pro­blem sei nicht nur wuchern­des Unkraut und lie­gen­ge­blie­be­nes Laub, son­dern vor allem Müll. „Die Leu­te laden hier ein­fach ihren Sperr­müll ab und benut­zen unse­re Müll­ton­nen“, ärgert sich die August­dor­fe­rin. Sie zeigt auf den Müll­ton­nen­platz der Haus­ge­mein­schaft, der direkt am Bür­ger­steig ist. Schon oft habe Per­a­no­vic beob­ach­tet, wie Frem­de ihren Müll in den Ton­nen entsorgen.

Gelän­de voll mit Sperr­müll und Schrott-Autos

Beson­ders ärger­lich sei der abge­la­de­ne Sperr­müll. Die Müll­ber­ge wür­den ste­tig wach­sen. Das Ord­nungs­amt sei für die Ent­sor­gung nicht zustän­dig, da der Unrat auf einem Pri­vat­grund­stück liegt. „Der Ver­mie­ter hat den Müll schon oft ent­sor­gen las­sen, aber es liegt immer wie­der neu­er dort. Wenn einer etwas abstellt, kommt immer mehr dazu“, berich­tet sich Iva­na Per­a­no­vic. Auch der Kreis Lip­pe kön­ne nicht helfen.

Neben Sperr­müll ste­hen auch vie­le abge­mel­de­te Autos auf dem Gelän­de. „Hier sieht es aus wie am Schrott­platz“, ärgert sich Per­a­no­vic. Der Ver­mie­ter der Wohn­ein­hei­ten an der Schle­si­er Straße/Ecke Dan­zi­ger Stra­ße habe eini­ge der Park­plät­ze ver­kauft, sodass dort nicht nur Mie­ter par­ken. Auch Frem­de wür­den ihre Pkws dort abstel­len. „Es war gar nicht so ein­fach die Hal­ter der abge­mel­de­ten Autos aus­fin­dig zu machen“, berich­tet Iva­na Per­a­no­vic. Vie­le hat sie aber erreicht und gebe­ten, ihre Autos abzu­schlep­pen. Eini­ge Autos ohne Num­mern­schild ste­hen aller­dings immer noch dort. „Ich konn­te bei den Autos nicht her­aus­fin­den, wem sie gehö­ren“, sagt die Anwohnerin.

Nach­barn räu­men gemein­sam auf

„Wir par­ken alle hier, also kön­nen wir den Park­platz auch zusam­men sau­ber hal­ten“, ist sich die August­dor­fe­rin sicher und hat ihre Nach­barn zusam­men getrom­melt. Mit Hecken­sche­re, Har­ke, Besen und Schub­kar­ren bewaff­net tref­fen sich eini­ge Anwoh­ner der Schle­si­er Stra­ße und besei­ti­gen gemein­sam Müll, Unkraut und Laub. „Wir haben schon 50 bis 60 Säcke Laub gesam­melt“, erzählt Anwoh­ner Fadilt Shaba­ne. Zusam­men mit sei­nem Sohn Adri­an macht er bei der Akti­on mit. Wäh­rend der Säu­be­rungs-Akti­on ach­ten die Hel­fer auf einen coro­na­ge­rech­ten Min­dest­ab­stand. Einen Con­tai­ner für den Abfall habe die Gemein­de August­dorf bereit­ge­stellt, die von den Pro­blem weiß und Iva­na Per­a­no­vic und ihre Nach­barn unter­stüt­zen wol­le. „Einen zwei­ten Con­tai­ner haben wir selbst orga­ni­siert“, so Peranovic.

Iva­na Per­a­no­vic und ihre Nach­barn hof­fen, dass der Park­platz jetzt sau­ber bleibt und in Zukunft regel­mä­ßig gepflegt wird. „Wenn der Dreck erst­mal weg ist, ist es leich­ter alles sau­ber zu hal­ten“, sind sich die Nach­barn sicher.

Von Redaktion

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