Die Gerüch­te­kü­che bro­del­te, nun steht es fest. Zwei Bewoh­ner des Senio­ren­zen­trums in August­dorf sind an Covid-19 erkrankt. „Das hat ein Schnell­test erge­ben”, erklärt Rose­ma­rie Berendt-Hecker, Pfle­ge­fach­be­reichs­lei­tung bei dia­ko­nis. Zwei Mit­ar­bei­ter, die zuerst posi­tiv getes­tet wor­den sei­en, sind durch einen PCR-Test nega­tiv dia­gnos­ti­ziert worden.

„Wir las­sen höchs­te Vor­sicht wal­ten”, erklärt Beh­rendt-Hecker. Aus dem Grund dürf­ten nur noch Besu­che im Erd­ge­schoss stattfinden.

PCR

Die PCR-Tes­tung ist ein Stan­dard­ver­fah­ren in der Dia­gnos­tik von Viren, das auto­ma­ti­siert wer­den kann. Dafür müs­sen die Pro­ben nach dem Abstrich so schnell wie mög­lich in ein Labor trans­por­tiert wer­den. Bei der PCR wird das Erb­ma­te­ri­al der Viren so stark ver­viel­fäl­tigt, dass es nach­ge­wie­sen wer­den kann, auch wenn es nur in gerin­gen Men­gen vor­kommt. Das Test­ver­fah­ren nimmt der­zeit etwa vier bis fünf Stun­den in Anspruch. Hin­zu kommt die Trans­port­zeit ins Labor, die Vor­be­rei­tungs­zeit im Labor und gege­be­nen­falls eine War­te­zeit wegen eines hohen Probeaufkommens. 

Antigen-Schnelltests

Anti­gen-Tests, die Eiweiß­struk­tu­ren von SARS-CoV‑2 nach­wei­sen, funk­tio­nie­ren nach einem ähn­li­chen Prin­zip wie Schwan­ger­schafts­tests. Dazu wird eine Pro­be von einem Nasen- Rachen-Abstrich auf einen Test­strei­fen gege­ben. Falls das SARS-CoV‑2 Virus in der Pro­be ent­hal­ten ist, reagie­ren die Eiweiß­be­stand­tei­le des Virus mit dem Test­strei­fen und eine Ver­fär­bung auf dem Test­strei­fen wird sicht­bar. Vor­tei­le von Anti­gen-Tests sind die ver­gleichs­wei­se gerin­gen Kos­ten und das zeit­na­he Test­ergeb­nis (in weni­ger als 30 Minu­ten). Die leich­te Hand­ha­bung eines Point-of-care (PoC)-Antigen-Tests erlaubt die Tes­tung auch außer­halb eines Labors, z.B. in einer Pfle­ge­ein­rich­tung oder medi­zi­ni­schen Ein­rich­tun­gen und Arzt­pra­xen ohne Dia­gnos­tik­la­bor. Hier kann ein PoC-Anti­gen­test hel­fen, asym­pto­ma­ti­sche, mög­li­cher­wei­se infek­tiö­se Per­so­nen leicht zu iden­ti­fi­zie­ren und durch geeig­ne­te Maß­nah­men, wie z.B. vor­über­ge­hen­de häus­li­che Iso­lie­rung, die Über­tra­gung des Virus zu ver­hin­dern. Gene­rell sind Anti­gen-Tests weni­ger sen­si­tiv als der PCR-Test, es ist also eine grö­ße­re Virus­men­ge not­wen­dig, damit ein Anti­gen-Test ein posi­ti­ves Ergeb­nis zeigt. Das bedeu­tet, dass ein nega­ti­ves Anti­gen-Test­ergeb­nis die Mög­lich­keit einer Infek­ti­on mit SARS-CoV‑2 nicht aus­schließt. Außer­dem ist ein Anti­gen-Schnell­test nicht so spe­zi­fisch wie ein PCR-Test, das heißt es kommt häu­fi­ger als bei der PCR vor, dass ein posi­ti­ves Ergeb­nis ange­zeigt wird, wenn die Per­son gar nicht infi­ziert ist. Des­halb muss ein posi­ti­ves Anti­gen-Test Ergeb­nis mit­tels PCR bestä­tigt werden. 

Von Redaktion

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