Für Marc Nie­mei­er gleicht kein Tag dem ande­ren. Der gebür­ti­ge Barn­tru­per hat als Stand­ort­feld­we­bel der Bun­des­wehr­gar­ni­son in August­dorf viel­fäl­ti­ge Auf­ga­ben. Der Stabs­feld­we­bel küm­mert sich um die Stand­ort­schieß­an­la­ge, ver­fasst Benut­zer­ord­nun­gen und Anwei­sun­gen für die Dienst­stel­len in der Rommel-Kaserne.

Damit ist der Hob­by­fuß­bal­ler auch für den Bun­des­wehr-Übungs­platz Scha­pe­ler Hof, der sich im Wes­ten unmit­tel­bar an den Pan­zer­übungs­platz Sta­pel anschließt, ver­ant­wort­lich. „In regel­mä­ßi­gen Abstän­den wei­se ich mit öffent­li­chen Bekannt­ma­chun­gen im Auf­trag des Stand­ort­äl­tes­ten auf die Zutritts­re­ge­lun­gen und Gefah­ren des Stand­ort­übungs­plat­zes hin“, erklärt Niemeier.

Das Betre­ten des rund 70 Hekt­ar gro­ßen Gelän­des ist wäh­rend der Übungs­zei­ten ver­bo­ten, betont der erfah­re­ne Berufs­un­ter­of­fi­zier, der seit 1991 in August­dorf sta­tio­niert ist. Auf die Fra­ge, ob außer­halb der Übungs­zei­ten von Bun­des­wehr­ein­hei­ten das Betre­ten erlaubt sei, hat Marc Nie­mei­er eine kla­re Ant­wort: „Das Betre­ten erfolgt aus­drück­lich auf eige­ne Gefahr. Ich kann jedoch nur drin­gend davon abra­ten.“ Grund ist die ste­tig lau­ern­de Gefahr durch Muni­ti­ons­tei­le oder Blind­gän­ger, die auf dem Gelän­de ver­bor­gen lie­gen. Die Bun­des­wehr trai­niert auf dem Übungs­platz zwar aus­schließ­lich mit Dar­stel­lungs­mu­ni­ti­on, trotz­dem sei Vor­sicht gebo­ten, weiß der Stabs­feld­we­bel aus jah­re­lan­ger Erfah­rung. „Rest­mu­ni­ti­on und Fund­stü­cke jeder Art soll­ten kei­nes­falls berührt oder auf­ge­ho­ben werden.“

Der Stand­ort­übungs­platz Scha­pe­ler Hof befin­det sich seit 1975 im Besitz der Bun­des­wehr, wäh­rend das weit­aus grö­ße­re Übungs­ge­län­de Sta­pel unter bri­ti­scher Ver­wal­tung steht. „Bei Zuwi­der­hand­lun­gen ist die Bun­des­wehr für den deut­schen Stand­ort­übungs­platz, die bri­ti­sche Armee für den Sta­pel und den Trup­pen­übungs­platz Sen­ne zustän­dig“, stellt der 50-Jäh­ri­ge aus­drück­lich klar. Die Bun­des­wehr hof­fe immer auf das Ver­ständ­nis und die Ein­sicht der Mit­bür­ge­rin­nen und Mit­bür­ger, betont der Standortfeldwebel.

Die Gefah­ren, die von Blind­gän­gern aus­ge­hen kön­nen, kennt Nie­mei­er aus sei­nen Aus­lands­ein­sät­zen in Bos­ni­en und im Koso­vo nur zu gut. Mar­tin Wal­te­ma­the, Spre­cher der Pan­zer­bri­ga­de 21 „Lip­per­land“, ergänzt mit Blick auf Moto­cross-und Quad­fah­rer, die beson­ders an den Wochen­en­den die Übungs­plät­ze unsi­cher machen: „Das Befah­ren des Stand­ort­übungs­plat­zes sowie des Sta­pel ist ver­bo­ten. Die­se Grup­pen miss­ach­ten nicht nur alle Ver­bots-und Warn­hin­wei­se, son­dern scha­den der Natur und der Umwelt.“

Als August­dor­fer weiß Wal­te­ma­the zudem um die Lärm­be­läs­ti­gung, der sich vie­le Anwoh­ner der mili­tä­ri­schen Übungs­ge­bie­te im Nor­den der Gemein­de dadurch aus­ge­setzt sehen. „Wir ste­hen dazu mit den bri­ti­schen Streit­kräf­ten in Sennela­ger sowie mit der Gemein­de August­dorf in engem Kon­takt“, betont der Pres­se­of­fi­zier. Stabs­feld­we­bel Nie­mei­er hat für die Hob­by­bi­ker eben­falls kein Ver­ständ­nis. „Die Beschil­de­rung am Scha­pe­ler Hof weist ein­deu­tig auf die Gefah­ren hin“, betont der Fami­li­en­va­ter aus­drück­lich. Nie­mei­er wird auch in Zukunft immer wie­der auf die Gefah­ren im Sen­ne­sand hin­wei­sen. (mw)

 

Öffent­li­che Bekannt­ma­chung des Stand­ort­äl­tes­ten Augustdorf

Es ist ver­bo­ten, den Stand­ort­übungs­platz August­dorf SCHAPELER HOF, der west­lich an das Gelän­de des Pan­zer­übungs­plat­zes STAPEL angrenzt und mit ent­spre­chen­den Hin­wei­sen gekenn­zeich­net ist, wäh­rend der Übungs­zei­ten zu betre­ten! Das Betre­ten außer­halb der Übungs­zei­ten geschieht auf eige­ne Gefahr, das Land­schafts­ge­setz NRW und Lan­des­forst­ge­setz NRW ist zu beach­ten. Dar­über hin­aus ist es ver­bo­ten, Fund­ge­gen­stän­de auf dem Gebiet des Stand­ort­übungs­plat­zes zu berüh­ren, auf­zu­neh­men oder zu entwenden.

Bei Muni­ti­on oder Muni­ti­ons­tei­len besteht dabei Lebens­ge­fahr! Zuwi­der­hand­lun­gen wer­den verfolgt.

 

Von Redaktion

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