Die TuSG sendet Weihnachtsgrüße

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Mit einem lie­be­voll gestal­te­ten Film wen­det sich die TuSG über die AUGUSTDORFER NACHRICHTEN an ihre Mit­glie­der und sen­det Weih­nachts­grü­ße, die wir ger­ne ver­öf­fent­li­chen.

 

 

Die Geschich­te der Weih­nachts­kar­te in Deutsch­land

Weih­nachts­kar­ten besit­zen in Deutsch­land eine lan­ge Tra­di­ti­on – den­ken zumin­dest die meis­ten Men­schen. Doch was wie eine uralte Tra­di­ti­on anmu­tet, ist noch rela­tiv jung. Weih­nachts­kar­ten kön­nen belie­big gestal­tet wer­den. Als Gruß­kar­ten wer­den sie oft­mals mit Moti­ven wie dem Weih­nachts­mann, Weih­nachts­ku­geln oder christ­li­chen Figu­ren geschmückt. Der Stern von Beth­le­hem, ver­schnei­te Wäl­der oder Ren­tie­re sind abso­lu­te Klas­si­ker. Doch woher kommt der Brauch der Weih­nachts­kar­te eigent­lich?

Die Anfän­ge der gedruck­ten Weih­nachts­kar­te

Ursprüng­lich ist die Tra­di­ti­on, Weih­nachts­kar­ten zu ver­sen­den, auf den eng­li­schen Adel zurück­zu­füh­ren. Queen Vic­to­ria selbst begrün­de­te die­sen Brauch in den 1840er Jah­ren und so beauf­trag­te der eng­li­sche Lord Sir Hen­ry Cole, der als Staats­be­am­ter an ver­schie­de­nen Neue­run­gen – unter ande­rem auch im Post­we­sen – betei­ligt war, im Jahr 1843 einen Illus­tra­tor namens John Call­cott Hors­ley mit der Anfer­ti­gung eines Weih­nachts­mo­ti­ves.

Die­ser ließ sich sowohl von tra­di­tio­nell-christ­li­chen Dar­stel­lungs­for­men als auch von All­tags­sze­nen inspi­rie­ren und schuf ein Bild­nis mit drei Bild­ta­feln, das for­mal an einen Altar erin­nert, aber pro­fa­ne Sze­nen zeig­te. Die von Reben und Zwei­gen ein­ge­rahm­ten Bil­der soll­ten Wohl­tä­tig­keit und Fröh­lich­keit sym­bo­li­sie­ren. Die Grö­ße die­ser ers­ten gedruck­ten Weih­nachts­kar­te betrug 5 x 3 Zoll (etwa 130 x 84 mm). Sir Hen­ry Cole ließ angeb­lich 1.000 Exem­pla­re anfer­ti­gen, wobei der Preis pro Kar­te einen gan­zen Schil­ling betrug – in der dama­li­gen Zeit eine gan­ze Men­ge Geld.

(Bild: Copy­right Vic­to­ria and Albert Muse­um 1953 Lon­don: HMSO, 1963)

„Im Jahr 2005 brach­te eine die­ser ori­gi­na­len Kar­ten bei einer Ver­stei­ge­rung stol­ze 9.000 Pfund ein. Welt­weit exis­tie­ren noch 21 Exem­pla­re die­ser wert­vol­len Weih­nachts­kar­te.”

Die zeit­glei­che Ein­füh­rung von Brief­mar­ke und Post­ver­sand per Eisen­bahn um das Jahr 1870 kur­bel­ten die Popu­la­ri­tät von Weih­nachts­kar­ten erst so rich­tig an, denn durch die Ein­füh­rung der soge­nann­ten Pen­ny Post erhielt eine brei­te­re Öffent­lich­keit Zugang zum Post­we­sen, das zuvor der bri­ti­schen Aris­to­kra­tie vor­be­hal­ten gewe­sen war.

Der wei­te­re Wer­de­gang der noch rech­ten jun­gen Tra­di­ti­on

Die eng­li­sche Tra­di­ti­on fass­te gan­ze 30 Jah­re spä­ter auch in den USA Fuß. Wett­be­wer­be um die schöns­ten Weih­nachts­kar­ten und neue Druck­tech­ni­ken mit zahl­rei­chen Far­ben lie­ßen die Popu­la­ri­tät von Weih­nachts­kar­ten enorm anstei­gen. In Deutsch­land wur­de die Tra­di­ti­on zwar zur glei­chen Zeit bekannt, jedoch wur­den Weih­nachts­kar­ten dort nicht sehr oft ver­schickt. Viel­mehr wur­den Weih­nachts­kar­ten pro­du­ziert und ins Aus­land ver­kauft.

In Deutsch­land war es eher Brauch, Wunsch­blät­ter zu ver­sen­den, wel­che aus Brief­bö­gen mit Rand­ver­zie­run­gen bestan­den, in deren Mit­te ein Bild, ein Gedicht oder ein Text plat­ziert wur­de. Nach dem Zwei­ten Welt­krieg wur­den Weih­nachts­kar­ten durch die fort­schrei­ten­de Druck­tech­nik aller­dings auch in Deutsch­land immer belieb­ter.

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Mit einem liebevoll gestalteten Film wendet sich die TuSG über die AUGUSTDORFER NACHRICHTEN an ihre Mitglieder und sendet Weihnachtsgrüße, die wir gerne veröffentlichen.   [video width="1280" height="720" mp4="https://www.augustdorfernachrichten.de/wp-content/uploads/2020/12/frohe_weihnachten_tusg_augustdorf_small.mp4"][/video]   Die Geschichte der Weihnachtskarte in Deutschland
Weihnachtskarten besitzen in Deutschland eine lange Tradition – denken zumindest die meisten Menschen. Doch was wie eine uralte Tradition anmutet, ist noch relativ jung. Weihnachtskarten können beliebig gestaltet werden. Als Grußkarten werden sie oftmals mit Motiven wie dem Weihnachtsmann, Weihnachtskugeln oder christlichen Figuren geschmückt. Der Stern von Bethlehem, verschneite Wälder oder Rentiere sind absolute Klassiker. Doch woher kommt der Brauch der Weihnachtskarte eigentlich? Die Anfänge der gedruckten Weihnachtskarte Ursprünglich ist die Tradition, Weihnachtskarten zu versenden, auf den englischen Adel zurückzuführen. Queen Victoria selbst begründete diesen Brauch in den 1840er Jahren und so beauftragte der englische Lord Sir Henry Cole, der als Staatsbeamter an verschiedenen Neuerungen – unter anderem auch im Postwesen – beteiligt war, im Jahr 1843 einen Illustrator namens John Callcott Horsley mit der Anfertigung eines Weihnachtsmotives. Dieser ließ sich sowohl von traditionell-christlichen Darstellungsformen als auch von Alltagsszenen inspirieren und schuf ein Bildnis mit drei Bildtafeln, das formal an einen Altar erinnert, aber profane Szenen zeigte. Die von Reben und Zweigen eingerahmten Bilder sollten Wohltätigkeit und Fröhlichkeit symbolisieren. Die Größe dieser ersten gedruckten Weihnachtskarte betrug 5 x 3 Zoll (etwa 130 x 84 mm). Sir Henry Cole ließ angeblich 1.000 Exemplare anfertigen, wobei der Preis pro Karte einen ganzen Schilling betrug – in der damaligen Zeit eine ganze Menge Geld. (Bild: Copyright Victoria and Albert Museum 1953 London: HMSO, 1963) "Im Jahr 2005 brachte eine dieser originalen Karten bei einer Versteigerung stolze 9.000 Pfund ein. Weltweit existieren noch 21 Exemplare dieser wertvollen Weihnachtskarte." Die zeitgleiche Einführung von Briefmarke und Postversand per Eisenbahn um das Jahr 1870 kurbelten die Popularität von Weihnachtskarten erst so richtig an, denn durch die Einführung der sogenannten Penny Post erhielt eine breitere Öffentlichkeit Zugang zum Postwesen, das zuvor der britischen Aristokratie vorbehalten gewesen war. Der weitere Werdegang der noch rechten jungen Tradition Die englische Tradition fasste ganze 30 Jahre später auch in den USA Fuß. Wettbewerbe um die schönsten Weihnachtskarten und neue Drucktechniken mit zahlreichen Farben ließen die Popularität von Weihnachtskarten enorm ansteigen. In Deutschland wurde die Tradition zwar zur gleichen Zeit bekannt, jedoch wurden Weihnachtskarten dort nicht sehr oft verschickt. Vielmehr wurden Weihnachtskarten produziert und ins Ausland verkauft. In Deutschland war es eher Brauch, Wunschblätter zu versenden, welche aus Briefbögen mit Randverzierungen bestanden, in deren Mitte ein Bild, ein Gedicht oder ein Text platziert wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Weihnachtskarten durch die fortschreitende Drucktechnik allerdings auch in Deutschland immer beliebter.

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