Finden in Augustdorf wieder Gottesdienste statt, und was sagen die Gemeindeleiter?

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Bürgermeister Thomas Katzer appelliert an die Gemeindeleiter, Präsenzgottesdienste noch nicht stattfinden zu lassen.

Sind die Kir­chen ab nächs­ter Woche wie­der geöff­net? Wel­che Ange­bo­te unter­brei­ten die Gemein­den ihren Gläu­bi­gen?
Die­se Fra­gen stel­len sich vie­le August­dor­fer, denn die Ver­fü­gung, die die Prä­senz­got­tes­diens­te unter­sag­te, läuft am 10. Janu­ar, also am Sonn­tag aus. Ob die Kir­chen auch wei­ter­hin geschlos­sen blei­ben müs­sen, hängt nun also von der neu­en Ver­fü­gung ab, die wahr­schein­lich am Mon­tag erlas­sen wird. Der Kreis Lip­pe erklärt, dass die Pro­gno­sen für wei­te­re Coro­na­fäl­le zeig­ten, „dass die 7‑Ta­ges-Inzi­denz für den Kreis Lip­pe sich rund um das Wochen­en­de dem Wert von 200 annä­hern oder sogar über­schrei­ten könn­ten.

Der Inzi­denz­wert geht wie­der steil nach oben.

„Erwei­ter­te Schutz­maß­nah­men sind gekop­pelt an die Über­schrei­tung der 200er-Mar­ke und müs­sen im Ein­ver­neh­men mit den Minis­te­ri­um für Arbeit, Gesund­heit und Sozia­les des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len (MAGS) auf den Weg gebracht wer­den. Die­se Vor­aus­set­zung ist auch wie­der in der Neu­fas­sung der Coro­na­schutz­ver­ord­nung nie­der­ge­schrie­ben. Der Kreis Lip­pe war­tet auf Kon­kre­ti­sie­run­gen aus Düs­sel­dorf, die kurz­fris­tig ange­kün­digt sind“, heißt es in einer Mit­tei­lung des Krei­ses. Die­ser berei­tet aktu­ell eine Neu­re­ge­lung vor, die mit dem MAGS abge­stimmt wird und am Mon­tag in Kraft tre­ten wird. Ob es zu erwei­ter­ten Maß­nah­men kommt, hängt von der Ent­wick­lung der Wer­te ab.
Unab­hän­gig davon haben die meis­ten Kir­chen­ge­mein­den bereits erklärt, dass man in den kom­men­den Wochen auch wei­ter­hin erst ein­mal auf die Prä­senz­got­tes­diens­te ver­zich­te.

Die AUGUSTDORFER NACHRICHTEN haben alle August­dor­fer Kir­chen­ge­mein­den gefragt, ob sie nun, falls die Ver­fü­gung es zulässt, wie­der öff­nen.

Pfar­re­rin Johan­na Krum­bach, von der Evan­ge­lisch-refor­mier­ten Kir­chen­ge­mein­de, erklär­te, dass bis ein­schließ­lich dem 31. Janu­ar kei­ne Got­tes­diens­te in der Alten Dorf­kir­che statt­fän­den. „Wir fol­gen damit der drin­gen­den Emp­feh­lung der Lip­pi­schen Lan­des­kir­che“, so die Seel­sor­ge­rin. Sie unter­streicht: „Wir alle ver­mis­sen die gemein­sa­men Got­tes­diens­te, die Gesprä­che und die Begeg­nun­gen. Aber im Fall die­ser Pan­de­mie ist die stren­ge Redu­zie­rung von Kon­tak­ten akti­ve Nächs­ten­lie­be. Sie dient unse­rer eige­nen Gesund­heit und der unse­rer Mit­men­schen.“ Gleich­zei­tig bie­tet die Seel­sor­ge­rin an: „Soll­ten Sie den­noch das Bedürf­nis haben, sich still in die Kir­che set­zen zu wol­len oder ein Gespräch — tele­fo­nisch oder per­sön­lich — füh­ren zu wol­len, mel­den Sie sich bei Pfar­re­rin Krum­bach (Tele­fon: 1033).“ Die Pfar­re­rin betont: „Auch in die­sen stil­len Zei­ten sind wir für Sie da. Blei­ben Sie gesund und behü­tet!“ und ver­weist auf die digi­ta­len Ange­bo­te, sowie auf die Fern­seh- und Radio­got­tes­diens­te.

Pfar­rer Mar­tin Ben­ker von der Evan­ge­li­schen Mili­tär­kir­che erklärt gegen­über den AUGUSTDORFER NACHRICHTEN: „Die Lip­pi­sche Lan­des­kir­che emp­fiehlt, bis Ende Janu­ar kei­ne Prä­senz­got­tes­diens­te durch­zu­füh­ren. Die Lage ist ja noch lan­ge nicht ent­spannt. Die Daten sind nur dar­um so nied­rig, weil es in den Fest­ta­gen kaum Tes­tun­gen gab. Den­noch gibt es bei uns Got­tes­diens­te, und zwar digi­tal.“ Am Sonn­tag um 10 Uhr wird ein „Got­tes­dienst zum Jah­res­be­ginn” auf der Web­site ein­ge­stellt, der Got­tes­dienst zum Jah­res­be­ginn (digi­tal)

Ingo Krau­se von der Christ­li­chen Gemein­de am Insel­weg, (CGa­mI) erklärt gegen­über den AUGUSTDORFER NACHRICHTEN: „Unse­re Got­tes­diens­te und alle ande­ren Ver­an­stal­tun­gen fin­den erst mal wei­ter­hin digi­tal statt, sie sind aus Daten­schutz­grün­den nur für Gemein­de­mit­glie­der zugäng­lich. Ab wann wie­der Prä­senz­got­tes­diens­te mög­lich sein wer­den, hängt von der Rechts­la­ge ab. Das wer­den wir bera­ten, wenn hier Klar­heit besteht.“

Sebas­ti­an Schulz, Gemein­de­lei­ter der Evan­ge­li­ums-Bap­tis­ten­ge­mein­de am Imker­weg, erklär­te: „Wir pla­nen grund­sätz­lich wei­ter­hin Got­tes­diens­te über Live­stream anzu­bie­ten. Über wei­te­re Mög­lich­kei­ten wer­den wir gege­be­nen­falls mit dem Ord­nungs­amt spre­chen. Die Got­tes­diens­te wer­den zu den übli­chen Zei­ten statt­fin­den, Frau Diek­mann (Ord­nungs­amt, Anm. der Redak­ti­on) weiß über die Got­tes­dienst­zei­ten Bescheid.“

Auch die Evan­ge­li­sche Frei­kir­che an der Pivits­hei­der Stra­ße stellt die Gesund­heit ihrer Mit­glie­der in den Vor­der­grund: „Auf­grund des aktu­el­len Infek­ti­ons­ge­sche­hens, wer­den die zukünf­tig statt­fin­den­den Got­tes­diens­te vor­erst aus­schließ­lich im Rah­men des Live­streams ange­bo­ten.“

Vikar Dani­el Wäschen­bach von der Katho­li­schen Kir­che Maria, Köni­gin des Frie­dens, erklär­te, dass „vor­aus­ge­setzt, die poli­ti­schen Ein­schrän­kun­gen lau­fen tat­säch­lich mit Ablauf des Sonn­tags aus“, in der Kir­che wie­der jeden Sonn­tag (17., 24, 31. Janu­ar) um 11 Uhr die Hei­li­ge Mes­se gefei­ert wer­den sol­le. Auch die katho­li­sche Kir­che bie­tet ein digi­ta­les Ange­bot an. Die­ses ist über den You­Tube-Kanal und die Home­page zu fin­den.

Die Bap­tis­ten-Brü­der­ge­mein­de an der Haus­ten­be­cker Stra­ße hat die Anfra­ge der Redak­ti­on als ein­zi­ge Gemein­de nicht beant­wor­tet.

Gegen­über den AUGUSTDORFER NACHRICHTEN appel­lier­te Bür­ger­meis­ter Tho­mas Kat­zer an die Gemein­de­lei­ter, auch wei­ter­hin die Prä­senz­got­tes­diens­te noch nicht statt­fin­den zu las­sen. „Selbst wenn am Mon­tag, die Ver­fü­gung die Prä­senz­got­tes­diens­te nicht aus­drück­lich ver­bie­ten soll­te, appel­lie­re ich an die Mit­mensch­lich­keit der Gemein­de­lei­ter, vor­erst auf die Prä­senz­got­tes­diens­te zu ver­zich­ten.“
Tho­mas Kat­zer mach­te deut­lich, dass die aktu­el­len Inzi­denz­wer­te kei­nen Anlass zur Ent­span­nung böten. Es sei wahr­schein­lich, dass die Wer­te, wie in den letz­ten Tagen, wie­der stie­gen.

Einen Dank rich­te­te der Bür­ger­meis­ter an die Gemein­de­lei­tun­gen, die jetzt schon zuge­sagt haben, vor­erst kei­ne Prä­senz­got­tes­diens­te anzu­bie­ten. „Ich weiß, dass die aktu­el­le Situa­ti­on für vie­le Gläu­bi­ge und Seel­sor­ger unbe­frie­di­gend ist. Umso mehr weiß ich das Enga­ge­ment zu schät­zen, die kör­per­li­che Gesund­heit der Gemein­de­mit­glie­der und damit auch aller August­dor­fer in den Vor­der­grund zu stel­len.“
Bür­ger­meis­ter Tho­mas Kat­zer sieht sich dabei in gedank­li­cher Nähe zu Pfar­re­rin Johan­na Krum­bach und betont: „Aus akti­ver Nächs­ten­lie­be soll­te geleb­te Nächs­ten­lie­be wer­den.“

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Sind die Kirchen ab nächster Woche wieder geöffnet? Welche Angebote unterbreiten die Gemeinden ihren Gläubigen? Diese Fragen stellen sich viele Augustdorfer, denn die Verfügung, die die Präsenzgottesdienste untersagte, läuft am 10. Januar, also am Sonntag aus. Ob die Kirchen auch weiterhin geschlossen bleiben müssen, hängt nun also von der neuen Verfügung ab, die wahrscheinlich am Montag erlassen wird. Der Kreis Lippe erklärt, dass die Prognosen für weitere Coronafälle zeigten, „dass die 7-Tages-Inzidenz für den Kreis Lippe sich rund um das Wochenende dem Wert von 200 annähern oder sogar überschreiten könnten. [caption id="attachment_11694" align="alignleft" width="300"] Der Inzidenzwert geht wieder steil nach oben.[/caption] „Erweiterte Schutzmaßnahmen sind gekoppelt an die Überschreitung der 200er-Marke und müssen im Einvernehmen mit den Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS) auf den Weg gebracht werden. Diese Voraussetzung ist auch wieder in der Neufassung der Coronaschutzverordnung niedergeschrieben. Der Kreis Lippe wartet auf Konkretisierungen aus Düsseldorf, die kurzfristig angekündigt sind“, heißt es in einer Mitteilung des Kreises. Dieser bereitet aktuell eine Neuregelung vor, die mit dem MAGS abgestimmt wird und am Montag in Kraft treten wird. Ob es zu erweiterten Maßnahmen kommt, hängt von der Entwicklung der Werte ab. Unabhängig davon haben die meisten Kirchengemeinden bereits erklärt, dass man in den kommenden Wochen auch weiterhin erst einmal auf die Präsenzgottesdienste verzichte. Die AUGUSTDORFER NACHRICHTEN haben alle Augustdorfer Kirchengemeinden gefragt, ob sie nun, falls die Verfügung es zulässt, wieder öffnen. Pfarrerin Johanna Krumbach, von der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde, erklärte, dass bis einschließlich dem 31. Januar keine Gottesdienste in der Alten Dorfkirche stattfänden. „Wir folgen damit der dringenden Empfehlung der Lippischen Landeskirche“, so die Seelsorgerin. Sie unterstreicht: „Wir alle vermissen die gemeinsamen Gottesdienste, die Gespräche und die Begegnungen. Aber im Fall dieser Pandemie ist die strenge Reduzierung von Kontakten aktive Nächstenliebe. Sie dient unserer eigenen Gesundheit und der unserer Mitmenschen.“ Gleichzeitig bietet die Seelsorgerin an: „Sollten Sie dennoch das Bedürfnis haben, sich still in die Kirche setzen zu wollen oder ein Gespräch - telefonisch oder persönlich - führen zu wollen, melden Sie sich bei Pfarrerin Krumbach (Telefon: 1033).“ Die Pfarrerin betont: „Auch in diesen stillen Zeiten sind wir für Sie da. Bleiben Sie gesund und behütet!“ und verweist auf die digitalen Angebote, sowie auf die Fernseh- und Radiogottesdienste. Pfarrer Martin Benker von der Evangelischen Militärkirche erklärt gegenüber den AUGUSTDORFER NACHRICHTEN: „Die Lippische Landeskirche empfiehlt, bis Ende Januar keine Präsenzgottesdienste durchzuführen. Die Lage ist ja noch lange nicht entspannt. Die Daten sind nur darum so niedrig, weil es in den Festtagen kaum Testungen gab. Dennoch gibt es bei uns Gottesdienste, und zwar digital.“ Am Sonntag um 10 Uhr wird ein "Gottesdienst zum Jahresbeginn" auf der Website eingestellt, der Gottesdienst zum Jahresbeginn (digital) Ingo Krause von der Christlichen Gemeinde am Inselweg, (CGamI) erklärt gegenüber den AUGUSTDORFER NACHRICHTEN: „Unsere Gottesdienste und alle anderen Veranstaltungen finden erst mal weiterhin digital statt, sie sind aus Datenschutzgründen nur für Gemeindemitglieder zugänglich. Ab wann wieder Präsenzgottesdienste möglich sein werden, hängt von der Rechtslage ab. Das werden wir beraten, wenn hier Klarheit besteht.“ Sebastian Schulz, Gemeindeleiter der Evangeliums-Baptistengemeinde am Imkerweg, erklärte: „Wir planen grundsätzlich weiterhin Gottesdienste über Livestream anzubieten. Über weitere Möglichkeiten werden wir gegebenenfalls mit dem Ordnungsamt sprechen. Die Gottesdienste werden zu den üblichen Zeiten stattfinden, Frau Diekmann (Ordnungsamt, Anm. der Redaktion) weiß über die Gottesdienstzeiten Bescheid.“ Auch die Evangelische Freikirche an der Pivitsheider Straße stellt die Gesundheit ihrer Mitglieder in den Vordergrund: „Aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens, werden die zukünftig stattfindenden Gottesdienste vorerst ausschließlich im Rahmen des Livestreams angeboten.“ Vikar Daniel Wäschenbach von der Katholischen Kirche Maria, Königin des Friedens, erklärte, dass „vorausgesetzt, die politischen Einschränkungen laufen tatsächlich mit Ablauf des Sonntags aus“, in der Kirche wieder jeden Sonntag (17., 24, 31. Januar) um 11 Uhr die Heilige Messe gefeiert werden solle. Auch die katholische Kirche bietet ein digitales Angebot an. Dieses ist über den YouTube-Kanal und die Homepage zu finden. Die Baptisten-Brüdergemeinde an der Haustenbecker Straße hat die Anfrage der Redaktion als einzige Gemeinde nicht beantwortet. Gegenüber den AUGUSTDORFER NACHRICHTEN appellierte Bürgermeister Thomas Katzer an die Gemeindeleiter, auch weiterhin die Präsenzgottesdienste noch nicht stattfinden zu lassen. „Selbst wenn am Montag, die Verfügung die Präsenzgottesdienste nicht ausdrücklich verbieten sollte, appelliere ich an die Mitmenschlichkeit der Gemeindeleiter, vorerst auf die Präsenzgottesdienste zu verzichten.“ Thomas Katzer machte deutlich, dass die aktuellen Inzidenzwerte keinen Anlass zur Entspannung böten. Es sei wahrscheinlich, dass die Werte, wie in den letzten Tagen, wieder stiegen. Einen Dank richtete der Bürgermeister an die Gemeindeleitungen, die jetzt schon zugesagt haben, vorerst keine Präsenzgottesdienste anzubieten. „Ich weiß, dass die aktuelle Situation für viele Gläubige und Seelsorger unbefriedigend ist. Umso mehr weiß ich das Engagement zu schätzen, die körperliche Gesundheit der Gemeindemitglieder und damit auch aller Augustdorfer in den Vordergrund zu stellen.“ Bürgermeister Thomas Katzer sieht sich dabei in gedanklicher Nähe zu Pfarrerin Johanna Krumbach und betont: „Aus aktiver Nächstenliebe sollte gelebte Nächstenliebe werden.“

Leserbriefe zu “Finden in Augustdorf wieder Gottesdienste statt, und was sagen die Gemeindeleiter?

Leserbriefe geben die Ansicht der Einsender wieder, die mit der Meinung der Redaktion nicht übereinstimmen muss.


  1. Es ist wie immer ein Ver­gnü­gen, den Herrn Barz zu lesen und das Gefühl zu haben, dass man nicht allei­ne ist mit sei­nen Zwei­feln an der „christ­li­chen” Par­al­lel­ge­sell­schaft, die sich anmaßt über gott­ge­fäl­lig und gott­los zu urtei­len.
    Der fes­te Zusam­men­halt in Gemein­schaft und Glau­ben und Bibel­treue hat den deutsch­stäm­mi­gen Sied­lern über Jahr­hun­der­te im fer­nen Osten das Über­le­ben ermög­licht, und das muss bewun­dert wer­den !
    Aber genau­so, wie wir von Migran­ten aus aller Welt erwar­ten , dass sie sich hier bei uns ein­fü­gen, erwar­ten wir das von allen, denn es gibt kei­nen Grund mehr gegen unse­re Gesell­schaft auf­zu­tre­ten, son­dern mit uns unter uns die frei­heit­li­che demo­kra­ti­sche Grund­ord­nung zu schät­zen und zu genie­ßen. Wir haben das in christ­li­cher Nächs­ten­lie­be mit offe­nen Armen ermög­licht .
    Nun sind die Pres­se und die Medi­en aber zuneh­mend auf­merk­sam gewor­den und wei­sen zurecht dar­auf hin, dass eini­ge frei­kirch­li­che evan­ge­li­ka­le Glau­bens­ge­mein­schaf­ten mei­nen, sie stän­den außer­halb von Geset­zen und Vor­schrif­ten, die für alle gel­ten ! Und damit wird unse­re Gesell­schaft gespal­ten. Dass eine ehe­mals vor­bild­lich frei­heit­li­che mul­ti­kul­tu­rel­le Gesell­schaft an einer sol­chen Spal­tung zugrun­de gehen könn­te, erle­ben wir in den USA. Und die evan­ge­li­ka­len kon­ser­va­ti­ven „Chris­ten” dort haben nicht uner­heb­li­chen Anteil dar­an, dass die­ser geis­tes­ge­stör­te Nar­ziss Prä­si­dent wer­den konn­te .
    Ich for­de­re die Lei­tung der evan­ge­li­ka­len Bap­tis­ten Gemein­de Haus­ten­be­cker Stra­ße auf, nun end­lich für alle Bür­ger August­dorfs ver­bind­lich beru­hi­gend zu erklä­ren, dass sie sich genau wie alle ande­ren Gemein­den ein­ver­ständ­lich grö­ße­rer Ver­samm­lun­gen vor­läu­fig ent­hält !!!!!!

  2. Guten Mor­gen Herr Mül­ler,

    was ist „Christ­sein”? Die Ant­wort ist ein­fach: Nächs­ten­lie­be!
    Got­tes­diens­te sind sicher kein Grad­mes­ser des Christ­seins! Nächs­ten­lie­be beinhal­tet auch die Fol­ge­rung: Was du nicht willst das man dir tut, das füg auch kei­nem ande­ren zu. Gegen­sei­ti­ge Rück­sicht­nah­me, Abstand hal­ten und ein­fach mal im Stil­len beten?! Das stört mich nicht als Christ! Ich bin es auch ohne Got­tes­diens­te!
    Ich könn­te jetzt ein wenig sticheln.….ach, ich mache es ein­fach: Hat man in man­chen Gemein­den gar Angst, die lie­ben Schäf­chen gin­gen ver­lo­ren, wenn sie mal ein paar Sonn­ta­ge nicht ihre Ver­samm­lun­gen haben?

    Was hät­te wohl Jesus getan? Die Pan­de­mie igno­riert und sie als Stra­fe sei­nes Vaters aus­ge­legt? Oder hät­te er den Men­schen gesagt: Bleibt eine Wei­le unter Euch! Betet zu unse­rem Vater und bald kön­nen wir wie­der zusam­men­kom­men. Schützt unse­re Eltern und Groß­el­tern! Hal­tet Abstand? Die Ant­wort ist einfach.…Er war gütig, Er hat zuge­hört, Er war nie Ober­leh­rer, er ging zu Armen und Kran­ken und nicht-Juden, Er war gewalt­frei, Er war ver­zei­hend, er hat Pro­sti­tu­ier­te geschützt und Bett­ler erho­ben! Er hat uns alles gezeigt, was wir zum einen fried­li­chen Zusam­men­le­ben brau­chen, zeit­los vor 2.000 Jah­ren! Er hat uns erlöst! Und das hat Er sicher nicht getan, damit wir uns in „fei­er­li­chen Got­tes­diens­ten wett­ei­fernd her­aus­ge­putzt den bes­ten Platz sichern”! Dafür hät­te es die­se Lei­den­spas­si­on nicht benö­tigt! Her­aus­put­zen tun sich Men­schen immer schon. Sind sie auf Jesus Spu­ren?
    „Wer fremd geht, hat in der Gemein­de nichts zu suchen und wird aus­ge­sto­ßen.” Allein die­ser Satz, vor vie­len Jah­ren mehr­fach gefal­len, hat mich zutiefst erschro­cken! Chris­ten, die Sün­der ver­sto­ßen?! Jesus hat NIE ver­sto­ßen! Nicht ein­mal sei­nen Ver­rä­ter Judas! Wor­auf beruft man sich noch­mal? Die Bibel? Das tue ich auch und stel­le mir täg­lich erneut Fra­ge: Was wür­de Jesus tun?
    Ich wün­sche eine schö­ne Woche und blei­ben Sie alle gesund!

    JB

  3. Es ist über­haupt nicht mehr irgend­wie zu ver­ste­hen, dass als Ein­zi­ge die gro­ße Bap­tis­ten-Gemein­de an der Haus­ten­be­cker Stra­ße sich in Schwei­gen hüllt !!!!
    Es wäre nun wirk­lich höchs­te Zeit, dass sich die Lei­tung der Gemein­de genau­so ver­ständ­nis­voll wie die ande­ren Glau­bens­ge­mein­schaf­ten im Dorf beru­hi­gend äußert und den Mit­men­schen in August­dorf die Angst nimmt.

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