Kein Jahr für Meisen

Lese­zeit: unge­fähr 2 Minu­ten­Ins­ge­samt auf­fäl­lig weni­ge Vögel in den Gär­ten Mehr Teil­neh­mer als je zuvor zum Zähl­be­ginn, dafür aber nur weni­ge Vögel in den

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Mehr Teilnehmer als je zuvor zum Zählbeginn, dafür aber nur wenige Vögel in den Gärten. Vor allem Meisen sind im Minus, Spatzen und Rotkehlchen nehmen dagegen zu. Auf dieser Seite halten wir sie über die Zwischenergebnisse der Aktion auf dem Laufenden. Beobachtet wird noch bis Sonntag, Meldeschluss ist am 18. Januar. Bisher haben bereits 13.000 Vogelfreunde aus 9.700 Gärten und Parks ihre Beobachtungen online gemeldet. Das sind so viele wie noch nie zum Aktionsstart. Die Begeisterung für die Vogelwelt ist also ungebrochen. Mit eine Ursache für die tollen Freitagswerte kann aber auch die Corona-Pandemie sein: Im Home-Office oder im Lockdown muss man nicht bis zum freien Wochenende warten, um sich mal eine Stunde den Piepmätzen zu widmen. Zu sehen gibt es einiges, 123 verschiedene Vogelarten wurden bisher notiert. Die Anzahl der Vögel lässt allerdings zu wünschen übrig. 36,7 Vögel pro Beobachtungsort ist für den Zählbeginn ein sehr niedriger Wert. Da der Durchschnitt in der Regel im Lauf der Aktion sinkt, steuern wir möglicherweise auf einen neuen Minusrekord zu. Das muss nicht bedeuten, dass die Vogelbestände wirklich abgenommen haben. Möglicherweise sind viele Vögel aufgrund guter Nahrungsverfügbarkeit im Wald geblieben oder der winterliche Zuzug aus dem Norden und Osten war relativ schwach.

Wenig Anreize, an die Futterhäuschen zu kommen

Besonders rar machen sich sämtliche Meisenarten. Dabei nehmen in absoluten Zahlen die Sichtungen der besonders kopfstarken Kohlmeisen am kräftigsten ab. Auch die Blaumeisenwerte sinken leicht. Ob dies mit an der Suttonella-Erkrankung im Frühjahr liegt, müssen genauere regionale Betrachtungen noch zeigen. Hauptursache für das Meisenminus dürfte allerdings der milde Winter sein, sowohl bei uns, wie auch in Nord- und Osteuropa. Ganz anders sieht es beim Haussperling aus. Der Spitzenreiter der Vorjahr baut seinen Vorsprung deutlich aus, bei normalem weiteren Aktionsverlauf ist am Ende mit einem neuen Spatzenrekord zu rechnen. Das passt zur „Stunde der Gartenvögel“ im Mai, wo sich über die Jahre auch eine Bestandserholung zeigt. Ebenfalls gut sieht es beim Rotkehlchen aus. Es profitiert von warmen Wintern in den Vorjahren, die viele Rotkehlchen überleben ließen. Auch beim Stieglitz deutet sich ein Rekordergebnis an.
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