Ein Stück Heimat in Nordafghanistan

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Seit vie­len Jah­ren pfle­gen die Alte Han­se­stadt Lem­go und das Pan­zer­gre­na­dier­ba­tail­lon 212 aus August­dorf eine leben­di­ge Paten­schaft. Im Okto­ber über­reich­te Bür­ger­meis­ter Dr. Rei­ner Aus­ter­mann als sicht­ba­res Zei­chen der Ver­bun­den­heit ein Orts­ein­gangs­schild an Batail­lons­kom­man­deur Mat­thi­as Greu­ne.

Als im Dezem­ber die August­dor­fer Pan­zer­gre­na­die­re erneut zu einem Ein­satz am Hin­du­kusch auf­ge­bro­chen sind, befand sich auch das Orts­schild im Gepäck der „212er“. Die­ses „Stück­chen Hei­mat” steht 5000 Kilo­me­ter ent­fernt vor den Büro­con­tai­nern des Batail­lons im Feld­la­ger „Camp Mar­mal“ in Masar‑i Sharif. „Es ist ein für alle gut sicht­ba­res Zei­chen der Ver­bun­den­heit zwi­schen der Paten­stadt und dem Batail­lon“, schreibt Oberst­leut­nant Greu­ne dazu aus dem fer­nen Afgha­ni­stan. Der Ein­satz der August­dor­fer Pan­zer­gre­na­die­re ist zunächst bis zum Som­mer vor­ge­se­hen. Die not­wen­di­gen poli­ti­schen und mili­tä­ri­schen Ent­schei­dun­gen für eine Been­di­gung oder Fort­set­zung des Ein­sat­zes der NATO in dem zen­tral­asia­ti­schen Kri­sen­staat ste­hen noch aus. Im ver­gan­ge­nen Jahr hat­ten die USA nach lang­wie­ri­gen Ver­hand­lun­gen ein Frie­dens­ab­kom­men mit den radi­kal­is­la­mi­schen Tali­ban unter­zeich­net.

Ein Kern­punkt des Abkom­mens ist ein Zeit­plan für den Abzug der US-ame­ri­ka­ni­schen Trup­pen. Im Gegen­zug haben sich die Tali­ban ver­pflich­tet, inner­af­gha­ni­sche Frie­dens­ver­hand­lun­gen auf­zu­neh­men und zu ver­hin­dern, dass das Land wie­der zum Aus­gangs­punkt ter­ro­ris­ti­scher Akti­vi­tä­ten und Bedro­hun­gen wer­den kann. Deutsch­land hat als Rah­men­na­ti­on die Füh­rung des Train, Advi­se and Assist Com­mand North (TAAC‑N) über­nom­men – eines der fünf regio­na­len Kom­man­dos im Nor­den Afgha­ni­stans. Bri­ga­de­ge­ne­ral Ans­gar Mey­er ist seit August Kon­tin­gent­füh­rer des Deut­schen Ein­satz­kon­tin­gen­tes. Mey­er führ­te bis zum ver­gan­ge­nen Som­mer die Pan­zer­bri­ga­de 21 in August­dorf. (mw)

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Seit vielen Jahren pflegen die Alte Hansestadt Lemgo und das Panzergrenadierbataillon 212 aus Augustdorf eine lebendige Patenschaft. Im Oktober überreichte Bürgermeister Dr. Reiner Austermann als sichtbares Zeichen der Verbundenheit ein Ortseingangsschild an Bataillonskommandeur Matthias Greune. Als im Dezember die Augustdorfer Panzergrenadiere erneut zu einem Einsatz am Hindukusch aufgebrochen sind, befand sich auch das Ortsschild im Gepäck der „212er“. Dieses "Stückchen Heimat" steht 5000 Kilometer entfernt vor den Bürocontainern des Bataillons im Feldlager „Camp Marmal“ in Masar-i Sharif. „Es ist ein für alle gut sichtbares Zeichen der Verbundenheit zwischen der Patenstadt und dem Bataillon“, schreibt Oberstleutnant Greune dazu aus dem fernen Afghanistan. Der Einsatz der Augustdorfer Panzergrenadiere ist zunächst bis zum Sommer vorgesehen. Die notwendigen politischen und militärischen Entscheidungen für eine Beendigung oder Fortsetzung des Einsatzes der NATO in dem zentralasiatischen Krisenstaat stehen noch aus. Im vergangenen Jahr hatten die USA nach langwierigen Verhandlungen ein Friedensabkommen mit den radikalislamischen Taliban unterzeichnet. Ein Kernpunkt des Abkommens ist ein Zeitplan für den Abzug der US-amerikanischen Truppen. Im Gegenzug haben sich die Taliban verpflichtet, innerafghanische Friedensverhandlungen aufzunehmen und zu verhindern, dass das Land wieder zum Ausgangspunkt terroristischer Aktivitäten und Bedrohungen werden kann. Deutschland hat als Rahmennation die Führung des Train, Advise and Assist Command North (TAAC-N) übernommen – eines der fünf regionalen Kommandos im Norden Afghanistans. Brigadegeneral Ansgar Meyer ist seit August Kontingentführer des Deutschen Einsatzkontingentes. Meyer führte bis zum vergangenen Sommer die Panzerbrigade 21 in Augustdorf. (mw)

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