In Nord­rhein-West­fa­lens sind am ers­ten Tag der Impf­ter­min-Ver­ga­be bis 17.00 Uhr für gut 122 000 Men­schen ab 80 Jah­ren Impf­ter­mi­ne ver­ge­ben wor­den. Dies teil­te das Gesund­heits­mi­nis­te­ri­um am Mon­tag in Düs­sel­dorf mit. Ins­ge­samt sei­en 244 300 Ter­mi­ne ver­ge­ben worden.

Die Ter­min­ver­ga­be, auch in Lip­pe hat­te am Mor­gen um 8.00 Uhr begon­nen — online und tele­fo­nisch. Vor allem am Vor­mit­tag hat­ten vie­le Men­schen wegen eines zu gro­ßen Ansturms zunächst kei­ne Ter­mi­ne ver­ein­ba­ren können.

Wer einen Com­pu­ter hat und damit die Mög­lich­keit über­haupt wahr­neh­men kann, der muss seit Mon­tag trotz­dem mit einer Feh­ler­mel­dung rech­nen. Die Web­site www.116117.de brach am Mor­gen unter dem Andrang der vie­len Coro­na-Impf-Anwär­ter zusam­men. Beschwer­den und Nach­fra­gen häuf­ten sich auch auf Social Media. „Der­zeit erscheint die Mel­dung: Rufen Sie uns an. Was folgt die Ansa­ge: ‚Lei­der sind, wegen der hohen Nach­fra­ge, unse­re Lei­tun­gen über­las­tet.‘“, beschwert sich ein Nut­zer wütend auf Twit­ter. „Was soll die­se @116117 Digi­ta­li­sie­rung der Anmel­dung zur Imp­fung sein, wenn nicht ein kom­plet­ter Fail?“

Gegen 11.30 Uhr konn­te der Feh­ler dann vor­erst beho­ben wer­den. Kas­sen­ver­ei­ni­gung und Gesund­heits­mi­nis­te­ri­um baten wei­ter um Geduld bei der tele­fo­ni­schen und digi­ta­len Ter­min­ver­ga­be. „Es wird unter Hoch­druck an der Besei­ti­gung der Eng­päs­se gear­bei­tet.“ Auch am Nach­mit­tag set­zen sich die Pro­ble­me fort. Wer die Web­site auf­ruft, bekommt meist die Mel­dung: „Lei­der ist es auf­grund der erhöh­ten Nach­fra­ge aktu­ell nicht mög­lich, Impf­ter­mi­ne zu buchen. Wir arbei­ten inten­siv dar­an den Online-Buchungs­ser­vice schnell wie­der her­zu­stel­len. Bit­te ver­su­chen Sie es zu einem spä­te­ren Zeit­punkt noch einmal.“

Lei­der bleibt die Ter­min­ver­ga­be nicht das ein­zi­ge Pro­blem bei der bun­des­wei­ten Ver­tei­lung der Coro­na­vi­rus-Impf­stof­fe. Schon der Weg ins Impf­zen­trum stellt vie­le älte­re Men­schen in Deutsch­land vor Pro­ble­me. In den Stra­te­gien der meis­ten Lan­des­re­gie­run­gen sind Impf­ter­mi­ne zu Hau­se oder beim Haus­arzt aber der­zeit nicht vorgesehen.

Von Redaktion

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