Im Moment fin­den kei­ne Got­tes­diens­te und kei­ne ande­ren kirch­li­chen Ver­an­stal­tun­gen statt­fin­den — was also tun? Pfar­re­rin Johan­na kam auf eine Idee, sie sofort auf gro­ße Reso­nanz stieß: „Wir bil­den rund um die alte Dorf­kir­che einen Kreis aus selbst gestal­te­ten Stei­nen zum The­ma Hoff­nung; Stein um Stein soll die Dorf­kir­che ein­ge­kreist wer­den“, erklärt die Seel­sor­ge­rin gegen­über den AUGUSTDORFER NACHRICHTEN.

Der Name der Chal­len­ge: Stei­ne der Hoffnung.“Wir ken­nen alle die schön bemal­ten oder beschrif­te­ten Stei­ne, die ab und zu am Weges­rand lie­gen, oder die einem als per­sön­li­ches Geschenk über­reicht wer­den — mal künst­le­risch wert­voll oder ganz schlicht gestal­tet, aber immer ein Uni­kat. Das hat mich auf die Idee zur Chal­len­ge gebracht“, so Johan­na Krumbach.

Und auch wenn die Chal­len­ge noch bis Sonn­tag geht, ist die Pfar­re­rin schon jetzt begeis­tert. Ich habe bis Mitt­woch­mit­tag 550 Stei­ne gezählt“, so Johan­na Krum­bach, zahl­rei­che Per­so­nen haben die Stei­ne ver­ziert und an zur Dorf­kir­che gebracht. Und so wur­de das The­ma Hoff­nung auf ganz viel­fäl­ti­ge Wei­se bild­lich dar­ge­stellt. Neben der Frie­dens­tau­be, Son­nen­strah­len und zahl­rei­chen wei­te­ren Moti­ven, wur­de auch auf eini­gen Stei­nen die alte Dorf­kir­che künst­le­risch verewigt.

Vor der Kir­che auf der rech­ten Sei­te neben der Trep­pe star­tet die Stein­ket­te mit dem ers­ten Stein. Gegen den Uhr­zei­ger­sinn reiht sich dann Stein für Stein an den ande­ren. Für jeden Stein spen­det die Kir­chen­ge­mein­de einen Euro an Brot für die Welt. „Das lenkt den Blick weg von unse­ren Sor­gen, hin zu den Nöten ande­rer Men­schen, die auf unse­re Hil­fe ange­wie­sen sind“, so die Seelsorgerin.

Am Sonn­tag, 31. Janu­ar um zwölf Uhr endet die Chal­len­ge. Die Stei­ne sei­en natür­lich nicht das Eigen­tum der Kir­chen­ge­mein­de. „Wer also sei­ne Stei­ne abho­len oder irgend­wo­an­ders hin­le­gen möch­te, der kann das ger­ne tun“, so Johan­na Krumbach.

Sie wird am Mon­tag und Diens­tag in der Zeit von 15 bis 16 Uhr an der Kir­che ste­hen. Wer möch­te, kann dann noch einen Stein mit nach Hau­se neh­men und einen Euro dafür Spen­den, so die Pla­nung der Seel­sor­ge­rin, die hin­zu­fügt: „Natür­lich ist auch jeder ein­ge­la­den, mehr als einen Euro zu spenden.”

Pfar­re­rin Johan­na Krum­bach ist über­wäl­tigt. „Ich hät­te nicht gedacht, dass sich so vie­le betei­li­gen“, freut sie sich und bedankt sich bei allen Künst­le­rin­nen und Künst­lern, die sich mit einem oder meh­re­ren Stei­nen ein­ge­bracht haben.

 

 

Von Redaktion

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