Der Wolf ist zurück

Lese­zeit: unge­fähr 2 Minu­ten Das Lan­des­amt für Natur, Umwelt und Ver­brau­cher­schutz NRW (LANUV) bestä­tigt einen Wolfs­nach­weis im Kreis Lip­pe. Am Nach­mit­tag des 16. Janu­ar

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Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt einen Wolfsnachweis im Kreis Lippe. Am Nachmittag des 16. Januar wurde ein Wolf auf einem Acker bei Lage von einem Bürger fotografiert. Die Aufnahmen wurden von der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) geprüft. Über Geschlecht, Alter und Identität des Tieres sind keine Aussagen möglich. Bereits am 19. Dezember 2020 konnte ein Wolf in einem Waldgebiet bei Lage von einer Fotofalle erfasst werden. Ob es sich hierbei um dasselbe Individuum handelt ist nicht bekannt. Die Stadt Lage liegt im Norden des Wolfsgebietes Senne, welches im Jahr 2018 ausgewiesen wurde, weil hier mehrfach eine Wölfin mit der Kennung GW1044f festgestellt worden war. Seit Oktober 2018 ist diese Wölfin nicht mehr nachgewiesen worden und gilt aktuell als verschollen. Am 16. Oktober 2020 wurde in einem Waldgebiet bei Altenbeken (Kreis Paderborn) im Süden des Wolfsgebietes Senne ein weiblicher Wolf mit der Kennung GW1897f nachgewiesen. Den Haltern von Schafen, Ziegen und Gehegewild im Wolfsgebiet Senne und in der umgebenden Pufferzone wird empfohlen, ihre Tiere mit geeigneten Zäunen wolfsabweisend zu sichern. In den Wolfsgebieten und in den Pufferzonen werden Präventionsmaßnahmen wie die Anschaffung wolfsabweisender Elektrozäune zu 100 Prozent gefördert. Informationen zu den möglichen Förderungen geben die jeweiligen Bezirksregierungen. Ein weiteres Bild wurde in der Gegend von Leopoldshöhe aufgenommen. "Hier liegt bisher noch keine Bestätigung vor," so Thomas Pusch, Wolfsbeauftragter. In Europa kehrt der Wolf in alte Lebensräume zurück, in denen er seit fast 180 Jahren ausgestorben war. Auch in Lippe gibt es seit einigen Jahren wieder vereinzelte Hinweise auf durchziehende Wölfe. Aufgrund genetischer Nachweise geht das Landesumweltamt (LANUV NRW) davon aus, dass in verschiedenen Landschaftsräumen in NRW seit dem Jahr 2018 einzelne Wolfsindividuen standorttreu geworden sind. Das Umweltministerium NRW hat in den betreffenden Landschaftsräumen mit der Ausweisung von sogenannten "Wolfsgebieten," "Pufferzonen" und "Wolfsverdachtsgebieten" Möglichkeiten zur Förderung von Herdenschutzmaßnahmen für die Tierhalterinnen und Tierhalter geschaffen. Um möglichst zeitnah und umfassend über die Entwicklung zu informieren, finden Sie auf diesen Seiten die aktuellen Meldungen des Landesumweltamtes und die elementaren Grundlagen zum Thema. Wir informieren über Biologie und Verhalten des Wolfes und dokumentieren bestätigte Wolfsnachweise in einer geodaten-basierten Karte, die interaktiv abgerufen und nach bestimmten Kriterien gefiltert werden kann. Nutztierrisse, die dem LANUV gemeldet wurden, werden als nachweislich belegte Fälle oder als Falschmeldungen aufgelistet. Sichtungen eines Wolfes können direkt auf diesem Portal gemeldet werden. Sie finden hier auch die Kontaktdaten der zuständigen regionalen Wolfsberaterinnen und Wolfsberater. Tierhalterinnen und Tierhalter erfahren, welche Hilfen sie in Anspruch nehmen können, wenn sie ihre Herden durch den Wolf konkret bedroht sehen oder Schäden melden wollen, die vermutlich durch einen Wolf verursacht wurden.
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