Der August­dor­fer Man­fred Oeh­len­berg ist sau­er. „Ich ver­su­che schon seit Wochen einen Impf­ter­min zu bekom­men und nichts pas­siert”, beschwert er sich gegen­über den AUGUSTDORFER NACHRICHTEN.

Mehr­fach habe er sich an die Hot­line gewandt und es auch über das Inter­net pro­biert. „Ich bekom­me kei­nen Ter­min”, ent­rüs­tet er sich. Nun reich­te es Man­fred Oeh­len­berg und er hat Gesund­heits­mi­nis­ter Lau­mann einen Brief geschrieben.

„Ich habe nach meh­re­ren hun­dert Ver­su­chen vom letz­ten Mon­tag bis Frei­tag unter den Tele­fon­num­mern 116117  und 080011611702 am Frei­tag­abend gegen 19:35 Uhr doch tat­säch­lich einen Ansprech­part­ner zum The­ma Impf­ter­mi­ne erreicht”, schreibt er. „Die sehr freund­li­che Dame am Tele­fon” habe ihm jedoch mit­ge­teilt, dass es vor­läu­fig kei­ne Ter­mi­ne mehr gebe.

„Für mich war und ist das im Zeit­al­ter des 21. Jahr­hun­derts unver­ständ­lich und bat des­halb um die Wei­ter­ver­mitt­lung an den Dienst­vor­ge­setz­ten, was nicht mög­lich war. Die Dame am Tele­fon hat mir gera­ten, es doch nach ein­mal am Sams­tag zu ver­su­chen. Wenn der Ver­such nicht erfolg­reich sei, könn­te ich es doch noch ein­mal am Sonn­tag ver­su­chen”, schreibt der August­dor­fer wei­ter. Für ihn steht fest: „Mir schien die Dame schein­bar total überfordert.”

Ant­wort auf den Brief erhielt Man­fred Oeh­len­berg zwar, aller­dings nicht vom Minis­ter, son­dern vom Zen­trum Bür­ger­an­fra­gen Corona”

In die­sem Schrei­ben (liegt der Redak­ti­on vor) heißt es: ” Jeder, der zur Per­so­nen­grup­pe der über 80-Jäh­ri­gen in NRW gehört und sich imp­fen las­sen möch­te, erhält auch ein ent­spre­chen­des Impf­an­ge­bot für Erst- und Fol­ge­imp­fung.” Für die Impf­be­rech­tig­ten gebe es genü­gend Impf­ter­mi­ne, die nach und nach frei­ge­schal­tet wür­den. Zunächst wür­den in einem ers­ten Schritt 560.000 Impf­ter­mi­ne für die­se Per­so­nen­grup­pe angeboten.

„Es zeich­net sich nach dem Start der Ver­ga­be der Impf­ter­mi­ne aber ab, dass der Impf­be­darf und die Nach­fra­ge nach Impf­ter­mi­nen in die­ser Per­so­nen­grup­pe sehr hoch zu sein scheint. Des­halb wer­den, wenn die­se 560.000 Impf­ter­mi­ne „ver­braucht“ bzw. in Anspruch genom­men wor­den sind, selbst­ver­ständ­lich wei­te­re Ter­mi­ne ange­bo­ten, und zwar so lan­ge, bis der Impf­be­darf die­ser Per­so­nen­grup­pe kom­plett gedeckt ist und alle, die wol­len, auch geimpft wor­den sind.”

Mit die­ser Aus­sa­ge will sich Man­fred Oeh­len­berg aber nicht zufrie­den geben. „Die­se Ant­wort ist doch kom­plett nichts­sa­gend”, ärgert er sich. In einem wei­te­ren Brief macht er sei­nem Frust Luft.

„Sehr geehr­ter Herr Minis­ter Laumann,
heu­te gegen 10:57 Uhr habe noch ein­mal ver­sucht, einen Impf­ter­min zu bekom­men. Die Ant­wort war wie­der: Es gibt kei­nen Ter­min. Ich gebe jetzt auf und wer­de kei­nen Ver­such mehr starten !!!
In Erwar­tung einer Ant­wort ver­blei­be ich mit freund­li­chen Grü­ßen Man­fred Oehlenberg”

Auch die AUGUSTDORFER NACHRICHTEN haben Gesund­heits­mi­nis­ter Lau­mann um Stel­lung­nah­me gebe­ten. Die­se steht zur Zeit noch aus.

Von Redaktion

Ein Gedanke zu „Keine Impftermine — Augustdorfer wendet sich an Gesundheitsminister“
  1. Seit Beginn der Ter­min­ver­ga­be ver­su­chen wir einen Impf­ter­min für unse­re über 80 jäh­ri­ge Mut­ter zu bekom­men, bis heu­te hat es trotz täg­li­chem Ver­such nicht funktioniert!!!

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