Die USA sind und blei­ben ein ange­sag­ter Markt, auch für lip­pi­sche Unter­neh­men. Der Wirt­schafts­rie­se ist aber nicht nur für den Export lukra­tiv. Er ist von deut­schen Fir­men auch zuneh­mend gefragt als Beschaf­fungs­markt und Inves­ti­ti­ons­stand­ort. Das sind wesent­li­che Erkennt­nis­se einer Ver­an­stal­tung der Indus­trie- und Han­dels­kam­mer Lip­pe zu Det­mold (IHK Lip­pe) mit ame­ri­ka­ni­schen Markt­ex­per­ten. Online macht´s mög­lich: Zuge­schal­tet waren neben lip­pi­schen Unter­neh­men auch Fir­men der IHK-Bezir­ke Arns­berg und Ulm.

Ger­rit Ahlers, Geschäfts­füh­rer der Deutsch-Ame­ri­ka­ni­schen Han­dels­kam­mer in Chi­ca­go, hat­te für die 35 Teil­neh­mer gleich meh­re­re Tipps parat. „Ver­su­chen Sie nicht, den US-Markt von Deutsch­land aus zu bedie­nen. Für einen Direkt­ver­trieb aus Deutsch­land ist das Land zumin­dest für Mit­tel­ständ­ler zu groß.“ Viel­ver­spre­chen­der sei, mit einer klei­nen Prä­senz in den USA Flag­ge zu zei­gen. „Inves­tie­ren Sie etwas Zeit in die Suche nach dem rich­ti­gen Stand­ort. Und dann schaf­fen Sie sich eine eige­ne US-Iden­ti­tät“, riet Ahlers sei­nen Zuhö­rern. Mit sei­ner Kam­mer unter­stützt er seit vie­len Jah­ren deut­sche Unter­neh­men beim Markt­ein­stieg in den USA.

Die USA bie­ten als Markt viel, haben aber auch ihre Schat­ten­sei­ten. Auf der Minus­sei­te steht das The­ma „Büro­kra­tie“. Staat­li­che Vor­schrif­ten und Regeln sind in den ein­zel­nen Bun­des­staa­ten sehr unter­schied­lich. Die „50 Sta­tes of Ame­ri­ca“ nennt Hans-Micha­el Kraus sein Gast­land poin­tiert. Der deut­sche Rechts­an­walt aus Atlan­ta warnt davor, das Klein­ge­druck­te auf die leich­te Schul­ter zu neh­men. Das Arbeits- und vor allem das Ver­trags­recht hät­ten es in sich. Die Pro­dukt­haf­tung wer­de dage­gen völ­lig über­schätzt. Vie­les sei aber auch deut­lich ein­fa­cher als in Deutsch­land. „Wäh­rend der Zeit unse­rer Ver­an­stal­tung hier könn­ten Sie in den USA bereits eine Fir­ma grün­den. So schnell geht das.“

Die Zei­ten für einen Ein­stieg in den US-Markt schei­nen mit dem Prä­si­den­ten­wech­sel güns­tig zu sein. „Joe Biden hat signa­li­siert, dass er in der Außen­wirt­schaft eine Trend­wen­de möch­te“, blickt Andre­as Hen­kel nach vorn. Der IHK-Geschäfts­füh­rer hofft vor allem dar­auf, dass die Blo­cka­de­hal­tung in der Welt­han­dels­or­ga­ni­sa­ti­on WTO einem mode­ra­ten Kurs weicht und sich die Han­dels­kon­flik­te ent­schär­fen. „Der Han­dels­krieg USA/China hat unse­re lip­pi­schen Fir­men ein­deu­tig behindert.“

Von Redaktion

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