Die Über­brü­ckungs­hil­fe, mit der der Bund Unter­neh­men, Selbst­st­stän­di­ge und gemein­nüt­zi­ge Orga­ni­sa­tio­nen bei der Bewäl­ti­gung Coro­na-beding­ter Umsatz­rück­gän­gen unter­stützt, geht in die drit­te Run­de. Ab sofort kann die För­de­rung für die Mona­te Novem­ber 2020 bis Juni 2021 bean­tragt werden.

Unter­neh­men bis zu einem Jah­res­um­satz von 750 Mil­lio­nen Euro, die im För­der­zeit­raum Umsatz­ein­bu­ßen von min­des­tens 30 Pro­zent ver­zeich­nen muss­ten, kön­nen die­se Fix­kos­ten­zu­schüs­se bean­tra­gen. Je nach Höhe des Umsatz­ein­bru­ches wer­den bis zu 40 Pro­zent, 60 Pro­zent oder 90 Pro­zent der Fix­kos­ten erstat­tet — maxi­mal aber 1,5 Mil­lio­nen Euro pro Monat.

Die Über­brü­ckungs­hil­fe III knüpft an die Über­brü­ckungs­hil­fe II (Sep­tem­ber – Dezem­ber 2020) an. Die staat­li­che Unter­stüt­zung wird als nicht rück­zahl­ba­rer Zuschuss zu den betrieb­li­chen Fix­kos­ten gezahlt. Es gibt einen fes­ten Mus­ter­ka­ta­log fixer Kos­ten, der erstat­tet wer­den kann. Außer­dem müs­sen bei­hil­fe­recht­li­che Rege­lun­gen beach­tet werden.

Die Antrags­vor­aus­set­zun­gen sind im Ver­gleich zu den frü­he­ren Über­brü­ckungs­hil­fen nun deut­lich leich­ter: Jetzt sind Unter­neh­men antrags­be­rech­tigst, die in einem Monat einen Umsatz­ein­bruch von min­des­tens 30 Pro­zent im Ver­gleich zum Refe­renz­mo­nat im Jahr 2019 zu ver­zeich­nen haben. Die­se kön­nen die Über­brü­ckungs­hil­fe III für jeden Monat bean­tra­gen, in dem ein ent­spre­chen­der Umsatz­ein­bruch vorliegt.

„Das War­ten hat ein Ende und wir begrü­ßen die Fort­set­zung der Über­brü­ckungs­hil­fe. Gera­de die Händ­ler aber auch die ande­ren Bran­chen, die Mit­te Dezem­ber schlie­ßen muss­ten, haben nun end­lich eine För­de­rung für die Aus­fäl­le in Sicht. Sie waren nicht für die Dezem­ber­hil­fe antrags­be­rech­tigt,“ erklärt Maria Klaas, Geschäfts­füh­re­rin der Indus­trie- und Han­dels­kam­mer Lip­pe zu Det­mold (IHK Lippe).

Unter­neh­men kön­nen die Über­brü­ckungs­hil­fe III über prü­fen­de Drit­te (regis­trier­te Steu­er­be­ra­ter, Wirt­schafts­prü­fer, Rechts­an­wäl­te, ver­ei­dig­te Buch­prü­fer) bean­tra­gen. Solo­selb­stän­di­ge müs­sen sich aktu­ell noch gedul­den. Sie kön­nen ab etwa Ende Febru­ar alter­na­tiv eine Fix­kos­ten­pau­scha­le als „Neu­start­hil­fe“ in Eigen­ver­ant­wor­tung beantragen.

Im ers­ten Schritt gibt es Abschlags­zah­lun­gen von bis zu 50 Pro­zent der bean­trag­ten För­der­hö­he, maxi­mal 100.000 Euro pro Fördermonat.
Im zwei­ten Schritt erfol­gen ab März dann eine regu­lä­re Bear­bei­tung und Aus­zah­lung durch die Bezirksregierung.

„Jedoch muss es auch für Solo­selbst­stän­di­ge wei­ter gehen und einen Antrags­stel­lung für die Neu­start­hil­fe schnells­tens mög­lich sein. Zudem wei­sen wir dar­auf­hin, dass die bis­he­ri­ge NRW-Über­brü­ckungs­hil­fe plus als fik­ti­ver Unter­neh­mer­lohn in der neu­en För­der­pha­se lei­der nicht wei­ter aus­ge­zahlt wird. Natür­lich infor­mie­ren wir unse­re Mit­glieds­un­ter­neh­men nach wie vor bei Fra­gen dazu am Tele­fon. Wir set­zen uns auch wei­ter­hin für die Ver­bes­se­rung der Unter­stüt­zung sei­tens der Poli­tik ein“, unter­streicht Klaas.

Die Antrags­frist für die Über­brü­ckungs­hil­fe III endet am 31. August 2021.

Von Redaktion

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