Gastkommentar von Joachim Barz

Lese­zeit: unge­fähr 7 Minu­ten

Gedanken zu den Artikeln „Die Art enttäuscht mich doch sehr“ und „Verrat an der eigenen Partei“

„Lie­be Lese­rin­nen und Leser, das Inter­view mit Lutz Mül­ler hat mich in den letz­ten Tagen sehr bewegt, gab es doch dar­in vie­les, was Fra­gen auf­ge­wor­fen. Teil­wei­se ist eine Klar­stel­lung durch die Ver­öf­fent­li­chung des stell­ver­tre­ten­den Vor­sit­zen­den des Gemein­de­ver­ban­des der CDU, Patrick Balt­ru­schat, erfolgt. Aller­dings wirft die­se Stel­lung­nah­me noch mehr Fra­gen auf, ganz beson­ders für mich als Mit­glied der CDU in August­dorf.

Als ich die Über­schrift des Arti­kels am 13.01.2021 las, war ich zunächst mehr als ver­wun­dert. Bei allen Que­re­len und Aus­ein­an­der­set­zun­gen der Ver­gan­gen­heit inner­halb der CDU August­dorf hat­te ich eher von ande­ren ein Inter­view oder eine Stel­lung­nah­me erwar­tet. Denn es gibt eini­ge Ver­ant­wort­li­che in der CDU, die mehr Antrieb haben soll­ten, sich und damit den CDU Mit­glie­dern gegen­über zu erklä­ren. Herr Mül­ler ist für die Frak­ti­on ver­ant­wort­lich und muss sich hier als ers­tes Mit­glied der CDU August­dorf, dazu in der Ver­ant­wor­tung als Frank­ti­ons­vor­sit­zen­der ste­hend, erklä­ren!?

Bevor ich inhalt­lich auf die Arti­kel ein­ge­he, muss ich mei­ne Ent­täu­schung zum Aus­druck brin­gen: Vor den Wah­len im letz­ten Jahr haben mei­ne Gat­tin und ich über eine ganz lan­ge Zeit immer mehr das Ver­trau­en in den dama­li­gen Amts­in­ha­ber Dr. Wulf ver­lo­ren. Als die Aus­ei­ne­in­der­set­zun­gen über die erneu­te Nomi­nie­rung Wul­fs inner­halb der CDU August­dorf dann scharf an Kon­tur gewan­nen, waren wir end­gül­tig davon über­zeugt, dass nur ein Wech­sel im Amt des Bür­ger­meis­ters Ruhe nach August­dorf brin­gen könn­te. Und wenn sich nie­mand fin­det, muss man (in die­sem Fal­le Frau) es selbst machen. So warf mei­ne Frau letz­tes Jahr auf der Nomi­nie­rungs­ver­an­stal­tung zum Bür­ger­meis­ter­kan­di­da­ten der CDU ihren Hut in den Ring. Sie war in der Abstim­mung dann unter­le­gen, wenn auch mit beacht­lich vie­len Stim­men. Ger­ne hät­ten wir selbst uns danach mehr enga­giert. Lei­der ist mei­ne Gat­tin jedoch kurz nach die­ser Wahl sehr krank gewor­den und braucht noch lan­ge, um sich zu erho­len. Die Gesun­dung hat Vor­rang vor allem! Es hält mich jedoch nicht ab, das Gesche­hen zu kom­men­tie­ren.

Herr Mül­ler geht zunächst auf die Rol­le des Herrn Brak­ha­ge ein und stellt fest, einen ande­ren Blick­win­kel zu haben. Allein das genügt bereits als Aus­sa­ge um das Ent­täu­schung dar­in zu erken­nen, dass Herr Brak­ha­ge als Herr des Ver­fah­rens (gegen die drei CDU-Mit­glie­der) die hie­si­ge Sicht gar nicht wahr genom­men hat. Und so fährt Mül­ler auch fort, es sei ent­äu­schend, dass es kein per­sön­li­ches Gespräch zwi­schen den gemaß­re­gel­ten Par­tei­mit­glie­dern und dem Kreis­vor­sit­zen­den gege­ben habe. Das lässt, wie jüngst bereits fest­ge­stellt, den Schluss zu, man habe das Urteil bereits gefällt.

Ja, aller­dings ist das ent­täu­schend. Es geht schließ­lich nicht um irgend­wen son­dern um drei Mit­glie­der der CDU, die sehr vie­le Jah­re äußerst enga­giert die Geschi­cke der Gemein­de mit gestal­tet haben. Und sie tun es noch! Für die CDU und sicher nicht gegen sie! Wer über 35 Jah­re Mit­glied einer Frak­ti­on ist und jah­re­lang Vor­stands­ar­beit für die CDU geleis­tet hat, soll­te ein fai­res Ver­fah­ren erwar­ten dür­fen (wie jeder ande­re auch!)

Dann wird Mül­ler kla­rer und erläu­tert, dass man den drei Mit­glie­dern direkt den Par­tei­aus­tritt nahe gelegt habe. Das mag aus Sicht Brak­ha­ges ver­ständ­lich sein, ist das gan­ze Ver­fah­ren doch ohne­hin sehr frag­wür­dig. Doch wes­halb soll­ten die drei die CDU ver­las­sen? Wel­chen Grund soll­ten sie haben? Wäre es nicht zu die­sem Zeit­punkt bes­ser gewe­sen, ergeb­nis­of­fen zu prü­fen, was tat­säch­lich zu der gan­zen Unru­he inner­halb der CDU August­dorf geführt hat und wem man wohl eher par­ti­schä­di­gen­des Ver­hal­ten vor­wer­fen könn­te? Doch genau die­se Fra­ge­stel­lung ist so unsin­nig, führt sie doch nur das „Dra­ma“ fort, das längst hät­te been­det sein sol­len! Denn für eine erfolg­rei­che Arbeit sind das sicher nicht so gute Vor­aus­set­zun­gen! Dem Leser mag es gefal­len, dem Ort August­dorf scha­det es und zwar nach­hal­tig! Dazu spä­ter mehr.

Und Mül­ler wird noch kla­rer: Offen­bar bestehe in der Bevöl­ke­rung Grund zur Sor­ge, dass die Par­tei auf den fühe­ren abge­wähl­ten Bür­ger­meis­ter Dr. Wulf ein­ge­schwo­ren wür­de und dazu wür­den unlieb­sa­me „Par­tei­freun­de“ gemaß­re­gelt oder ent­fernt. Das ist schon ein star­kes Stück, wenn der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de selbst die­se Sor­gen vor­trägt! Ein frü­he­rer Bür­ger­meis­ter berei­tet Sor­ge im Dorf? Wie das?

Dazu muss man ein klein wenig aus­ho­len: In August­dorf leben vie­le Fami­li­en, die in christ­li­chen Gemein­den mit­ein­an­der eng ver­bun­den sind. Sie sind in ihren reli­giö­sen Lebens­auf­fas­sun­gen sehr stark tra­di­tio­nell ver­wur­zelt. Vor­schrif­ten aus dem Glau­ben her­aus haben eine gro­ße Wir­kung. Welt­li­che Din­ge wer­den eher abge­lehnt und teil­wei­se voll­kom­men anders bewer­tet als in Fami­li­en mit weni­ger reli­giö­sem Hin­ter­grund. So weit so gut. Aus die­ser Grup­pe der tra­di­tio­nell behaf­te­ten Chris­ten sind vie­le in den letz­ten Mona­ten in die CDU ein­ge­tre­ten und haben tat­säch­lich Dr. Wulf auf der Nomi­nie­rungs­ver­an­stal­tung der CDU zur Bür­ger­meis­ter­wahl 2020 unter­stützt. Gereicht hat es zwar zur Nomi­nie­rung als Kan­di­dat, Dr. Wulf war jedoch zu umstrit­ten gewor­den und im Amt  abge­wählt wor­den. Zu die­sem Zeit­punkt dach­te ich, jetzt kann die CDU August­dorf neu anfan­gen. Es gibt Ver­tre­ter bei­der Par­tei­en (im Sin­ne pro und gegen Wulf). Die­se soll­ten inner­halb der CDU jetzt Wege fin­den, dau­er­haft zusam­men zu arbei­ten. Der Kreis­vor­stand hät­te hier ver­mit­telnd tätig wer­den kön­nen. Das Gegen­teil jedoch ist pas­siert. Es wird ein Keil vom Kreis­vor­stand in die ohne­hin ris­si­ge Fas­sa­de der CDU getrie­ben.

Stellt sich die Fra­ge nach den Hin­ter­grund­ak­ti­ven: An die­ser Stel­le bezie­he ich mich auf den Aus­zug des Inter­views, in dem Mül­ler auf eine Abstim­mung des erwei­ter­ten Kreis­vor­stan­des der CDU Lip­pe hin­weist, die den Ordungs­maß­nah­men vor­aus­ge­gan­gen sei. Ich for­mu­lie­re das aus: Der stimm­be­rech­tig­te Ver­tre­ter der August­dor­fer CDU Wolf­gang Hupp­ke und der nichstimm­be­rech­tig­te Vor­sit­zen­de des CDU Gemein­de­ver­ban­des Patrick Balt­ru­schat neh­men an einer Abstim­mung teil, die Ordungs­maß­nah­men gegen Mit­glie­der ihres eige­nen Ver­ban­des zur Fol­ge haben.

Bis heu­te (17.02.2021) erfolg­te dazu kei­ner­lei Stel­lung­nah­me des Vor­stan­des oder Hupp­kes als Kreis­vor­stands­mit­glied an die Par­tei. Erst heu­te muss ich in den AN die Stel­lung­nah­me lesen. Und der Satz „Ver­rat an der Par­tei“ gibt noch mehr zu den­ken. 

Es ist nichts gegen eine Mei­nung ein­zu­wen­den. Aber kei­ne Mei­nung zu äußern, obwohl man eine hat, ist unfair, wenn man in die­sen ver­ant­wor­tungs­vol­len Posi­tio­nen sitzt!  Da hät­te ich von Hupp­ke eine kla­re Ansa­ge erwar­tet, aber er duckt sich weg! Scha­de.

Ich bin als CDU Mit­glied bestürzt, all die­se Din­ge aus der Zei­tung erfah­ren zu müs­sen. Hier hat­te ich die Erwar­tungs­hal­tung, dass der Vor­stand des Gemein­de­ver­ban­des und/oder Wol­gang Hupp­ke als Mit­glied im Kreis­vor­stand sich erklä­ren, zumin­dest ein Mit­glied des Vor­stan­des tat es nun­mehr. In die­ser Erklä­rung wird wei­ter­hin der Ver­such unter­nom­men, wie der Kreis­vor­stand es auch bereits auf Zuruf tat, Wul­fs Kri­ti­ker mit Kri­tik an der CDU zu ver­knüp­fen. Doch so ein­fach ist das nicht. Die Kri­tik rich­te­te sie nie gegen die CDU, zu kei­nem Zeit­punkt. Die Kri­tik rich­te­te sich gegen die Per­son Wulf. Das hat nichts mit der CDU zu tun.

August­dorf erlebt, wie ein Bür­ger­meis­ter jah­re­lang ein­sei­ti­ge zum Teil nicht nach­voll­zieh­ba­re Inter­es­sen ver­tritt und sich selbst zum sek­tie­ren­den Guru einer extrem­christ­li­chen Strö­mung wan­delt. Bei den letz­ten Kom­mu­nal­wah­len hat die CDU das mit Abstand bes­te Ergeb­nis sei­ner Geschich­te in August­dorf ein­ge­fah­ren! Das war sicher nicht das Ver­dienst Wul­fs, denn die­ser wur­de abge­wählt!  Es ist mir schlei­er­haft, wie man auf 90 % Zustim­mung von CDU Rats­wäh­lern ver­wei­sen kann! Das Gegen­teil ist der Fall, die CDU hät­te mit einem ande­ren Kan­di­da­ten noch viel mehr ein­ge­fah­ren.  Natür­lich war die Arbeit des Vor­stan­des im Wahl­kampf beein­träch­tigt. Denn der Riss, den Wulf ver­ur­sacht hat, geht so tief durch die CDU August­dorf, dass man offen­bar nur noch in öffent­li­chen Stel­lung­nah­men mit­ein­an­der kom­mu­ni­ziert. Ein Armuts­zeug­nis für den Vor­stand, obliegt es doch ihm für Ruhe zu sor­gen! Doch der Vor­stand gießt noch Öl ins Feu­er. Ja, man darf ande­rer Mei­nung sein, ein Vor­stand hat eben­so die Abwahl des BM hin­zu­neh­men und die Arbeit der Frak­ti­on zu unter­stüt­zen.

Ver­rat: Ein Ver­rä­ter ist umgangs­sprach­lich einer, der etwas wei­ter sagt, was geheim blei­ben soll. Was haben die drei „Abge­straf­ten“ denn ver­ra­ten? Ich kann kei­nen Ver­rat dar­in erken­nen, sich gegen einen Kan­di­da­ten aus­zu­spre­chen. Damit ist kein Geheim­nis preis gege­ben wor­den. Es ist immer mehr erkenn­bar, dass die Fron­ten extrem ver­här­tet sind. Herr Balt­ru­schat, rei­chen Sie die Hand, suchen Sie das Gespräch! Sie kön­nen doch nicht ernst­haft Par­tei­vor­sit­zen­der sein und sich so irre­gu­lär äußern! Anstatt zu fra­gen war­um man an so einer in wei­ten Tei­len der Bevöl­ke­rung sehr umstrit­te­nen Per­son fest­hal­ten will straft man die­je­ni­gen ab, die die Miss­stän­de auf­ge­zeigt haben?!

Allein­gang Brak­ha­ge: Nein, das ist es nicht, sicher nie gewe­sen. Aber es ist doch deut­lich, dass die Sicht­wei­se in Det­mold (und nur die­se ist anschei­nend nach Düs­sel­dorf tran­por­tiert wor­den) der Ihren enst­spricht, Herr Balt­ru­schat. Man darf wohl anneh­men, dass gute Ver­bin­dun­gen bestehen und der ein­sei­ti­ge Trans­port des Gesche­hens nach Det­mold die eigent­li­che Ursa­che des Gan­zen sind! Andern­falls wären die­se drei „Abstra­fun­gen“ gar nicht mög­lich gewe­sen. Den Schuh darf Herr Brak­ha­ge sich ger­ne anzie­hen. Und da knüp­fe ich an Mül­lers Ent­täu­schung an: Ein Gespräch mit der Gegen­par­tei ist oft erhel­lend!

Noch­mal: Die CDU gewinnt fast alle Direkt­man­da­te, nur Wulf wird abge­wählt. Das Wahl­er­geb­nis zeigt doch deut­lich, wel­che tat­säch­li­che Schief­la­ge in August­dorf vor­han­den war und lei­der noch ist!

Löschen des Arti­kels von der Face­boo-Sei­te: Das Inter­view war zunächst auf der Face­book Sei­te der CDU Gemein­de­ver­ban­des August­dorf ver­öf­fent­licht wor­den. Lei­der ist es dort wie­der ent­fernt wor­den. Das aller­dings ist ein wei­te­rer Hin­weis auf den „Maul­korb“. Unlieb­sa­me Mei­nungs­äu­ße­run­gen sind uner­wünscht! Auch die­ser Weg führt zum Vor­stand des Gemein­de­ver­ban­des. Und der hat noch kei­nen Weg gefun­den, den Streit zu besei­ti­gen. Denn wenn der Pres­se­spre­cher nicht die Mei­nung des Vor­stan­des oder die der Mehr­heit der Mit­glie­der kennt, wer dann?

Um das auf­zu­klä­ren, ist ein Aus­blick in die nähe­re Zukunft zu wagen und dar­auf zurück kom­men, war­um das alles für August­dorf schäd­lich ist. Auf einer bald statt­fin­den­den Wahl des Vor­stan­des der CDU August­dorf wer­den Ver­tre­ter einer christ­li­chen Gemein­de  August­dorf nebst abge­wähl­tem Wulf alle Pos­ten beset­zen. Eini­ge habe ich ja bereits auf der Nomi­nie­rungs­ver­an­stal­tung letz­tes Jahr ken­nen­ler­nen dür­fen. Nach­dem der Vor­stand getauscht wur­de, wer­den alle Frak­ti­ons­mit­glie­der, die gegen Wulf sind, von par­tei­in­ter­nen Infor­ma­ti­ons­flüs­sen  aus­ge­schlos­sen (was offen­sicht­lich jetzt bereits teil­wei­se der Fall ist!). Und in vier Jah­ren wird Wulf zum BM Kan­di­dat der CDU in August­dorf gewählt. Dann soll­ten vie­le lei­di­ge „Geg­ner“ weg sein und der Weg frei für.…..ja, für was eigent­lich? Für gute Poli­tik? Davon kann wohl, betrach­tet man die Ver­gan­gen­heit, kei­ne Rede sein! Aber das sind ja nur Spekulationen.…nichts wei­ter 🙂

Ich hal­te die­se Aus­sicht jedoch für fatal! Wir sind vor 16 Jah­ren ger­ne in August­dorf woh­nen geblie­ben, gera­de weil hier so vie­le Fami­li­en mit so vie­len Kin­dern leben. Wir haben selbst sechs Kin­der. Und ich wünsch­te mir nichts mehr als fried­lich zusam­men zu leben. Die Spal­tung der CDU August­dorf, die unter Betei­li­gung des eige­nen Vor­stan­des und des Kreis­vor­stan­des der CDU vor­an­ge­trie­ben wird, spal­tet auch die Gemein­de. Denn einen Per­so­nen­kult will nie­mand. Die ver­gan­ge­nen Jah­re habe doch deut­lich gezeigt, dass August­dorf einen Bür­ger­meis­ter braucht, der Brü­cken legt und sie nicht abreißt! Es muss wer sein, der zusam­men­führt und nicht spal­tet. Der abge­wähl­te Wulf ver­kör­pert doch wohl eher, was man nicht will!

Zum Schluss habe ich noch einen an die­je­ni­gen, die sich weg­du­cken und mei­nen mit die­sem anonym initi­ier­ten Ver­fah­ren gegen drei sehr ver­dien­te Mit­glie­der der CDU August­dorf das Rich­ti­ge getan zu haben:

Der größ­te Lump im gan­zen Land ist und bleibt der Denun­zi­ant!”

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"Liebe Leserinnen und Leser, das Interview mit Lutz Müller hat mich in den letzten Tagen sehr bewegt, gab es doch darin vieles, was Fragen aufgeworfen. Teilweise ist eine Klarstellung durch die Veröffentlichung des stellvertretenden Vorsitzenden des Gemeindeverbandes der CDU, Patrick Baltruschat, erfolgt. Allerdings wirft diese Stellungnahme noch mehr Fragen auf, ganz besonders für mich als Mitglied der CDU in Augustdorf. Als ich die Überschrift des Artikels am 13.01.2021 las, war ich zunächst mehr als verwundert. Bei allen Querelen und Auseinandersetzungen der Vergangenheit innerhalb der CDU Augustdorf hatte ich eher von anderen ein Interview oder eine Stellungnahme erwartet. Denn es gibt einige Verantwortliche in der CDU, die mehr Antrieb haben sollten, sich und damit den CDU Mitgliedern gegenüber zu erklären. Herr Müller ist für die Fraktion verantwortlich und muss sich hier als erstes Mitglied der CDU Augustdorf, dazu in der Verantwortung als Franktionsvorsitzender stehend, erklären!? Bevor ich inhaltlich auf die Artikel eingehe, muss ich meine Enttäuschung zum Ausdruck bringen: Vor den Wahlen im letzten Jahr haben meine Gattin und ich über eine ganz lange Zeit immer mehr das Vertrauen in den damaligen Amtsinhaber Dr. Wulf verloren. Als die Auseineindersetzungen über die erneute Nominierung Wulfs innerhalb der CDU Augustdorf dann scharf an Kontur gewannen, waren wir endgültig davon überzeugt, dass nur ein Wechsel im Amt des Bürgermeisters Ruhe nach Augustdorf bringen könnte. Und wenn sich niemand findet, muss man (in diesem Falle Frau) es selbst machen. So warf meine Frau letztes Jahr auf der Nominierungsveranstaltung zum Bürgermeisterkandidaten der CDU ihren Hut in den Ring. Sie war in der Abstimmung dann unterlegen, wenn auch mit beachtlich vielen Stimmen. Gerne hätten wir selbst uns danach mehr engagiert. Leider ist meine Gattin jedoch kurz nach dieser Wahl sehr krank geworden und braucht noch lange, um sich zu erholen. Die Gesundung hat Vorrang vor allem! Es hält mich jedoch nicht ab, das Geschehen zu kommentieren. Herr Müller geht zunächst auf die Rolle des Herrn Brakhage ein und stellt fest, einen anderen Blickwinkel zu haben. Allein das genügt bereits als Aussage um das Enttäuschung darin zu erkennen, dass Herr Brakhage als Herr des Verfahrens (gegen die drei CDU-Mitglieder) die hiesige Sicht gar nicht wahr genommen hat. Und so fährt Müller auch fort, es sei entäuschend, dass es kein persönliches Gespräch zwischen den gemaßregelten Parteimitgliedern und dem Kreisvorsitzenden gegeben habe. Das lässt, wie jüngst bereits festgestellt, den Schluss zu, man habe das Urteil bereits gefällt. Ja, allerdings ist das enttäuschend. Es geht schließlich nicht um irgendwen sondern um drei Mitglieder der CDU, die sehr viele Jahre äußerst engagiert die Geschicke der Gemeinde mit gestaltet haben. Und sie tun es noch! Für die CDU und sicher nicht gegen sie! Wer über 35 Jahre Mitglied einer Fraktion ist und jahrelang Vorstandsarbeit für die CDU geleistet hat, sollte ein faires Verfahren erwarten dürfen (wie jeder andere auch!) Dann wird Müller klarer und erläutert, dass man den drei Mitgliedern direkt den Parteiaustritt nahe gelegt habe. Das mag aus Sicht Brakhages verständlich sein, ist das ganze Verfahren doch ohnehin sehr fragwürdig. Doch weshalb sollten die drei die CDU verlassen? Welchen Grund sollten sie haben? Wäre es nicht zu diesem Zeitpunkt besser gewesen, ergebnisoffen zu prüfen, was tatsächlich zu der ganzen Unruhe innerhalb der CDU Augustdorf geführt hat und wem man wohl eher partischädigendes Verhalten vorwerfen könnte? Doch genau diese Fragestellung ist so unsinnig, führt sie doch nur das „Drama“ fort, das längst hätte beendet sein sollen! Denn für eine erfolgreiche Arbeit sind das sicher nicht so gute Voraussetzungen! Dem Leser mag es gefallen, dem Ort Augustdorf schadet es und zwar nachhaltig! Dazu später mehr. Und Müller wird noch klarer: Offenbar bestehe in der Bevölkerung Grund zur Sorge, dass die Partei auf den füheren abgewählten Bürgermeister Dr. Wulf eingeschworen würde und dazu würden unliebsame „Parteifreunde“ gemaßregelt oder entfernt. Das ist schon ein starkes Stück, wenn der Fraktionsvorsitzende selbst diese Sorgen vorträgt! Ein früherer Bürgermeister bereitet Sorge im Dorf? Wie das? Dazu muss man ein klein wenig ausholen: In Augustdorf leben viele Familien, die in christlichen Gemeinden miteinander eng verbunden sind. Sie sind in ihren religiösen Lebensauffassungen sehr stark traditionell verwurzelt. Vorschriften aus dem Glauben heraus haben eine große Wirkung. Weltliche Dinge werden eher abgelehnt und teilweise vollkommen anders bewertet als in Familien mit weniger religiösem Hintergrund. So weit so gut. Aus dieser Gruppe der traditionell behafteten Christen sind viele in den letzten Monaten in die CDU eingetreten und haben tatsächlich Dr. Wulf auf der Nominierungsveranstaltung der CDU zur Bürgermeisterwahl 2020 unterstützt. Gereicht hat es zwar zur Nominierung als Kandidat, Dr. Wulf war jedoch zu umstritten geworden und im Amt  abgewählt worden. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich, jetzt kann die CDU Augustdorf neu anfangen. Es gibt Vertreter beider Parteien (im Sinne pro und gegen Wulf). Diese sollten innerhalb der CDU jetzt Wege finden, dauerhaft zusammen zu arbeiten. Der Kreisvorstand hätte hier vermittelnd tätig werden können. Das Gegenteil jedoch ist passiert. Es wird ein Keil vom Kreisvorstand in die ohnehin rissige Fassade der CDU getrieben. Stellt sich die Frage nach den Hintergrundaktiven: An dieser Stelle beziehe ich mich auf den Auszug des Interviews, in dem Müller auf eine Abstimmung des erweiterten Kreisvorstandes der CDU Lippe hinweist, die den Ordungsmaßnahmen vorausgegangen sei. Ich formuliere das aus: Der stimmberechtigte Vertreter der Augustdorfer CDU Wolfgang Huppke und der nichstimmberechtigte Vorsitzende des CDU Gemeindeverbandes Patrick Baltruschat nehmen an einer Abstimmung teil, die Ordungsmaßnahmen gegen Mitglieder ihres eigenen Verbandes zur Folge haben. Bis heute (17.02.2021) erfolgte dazu keinerlei Stellungnahme des Vorstandes oder Huppkes als Kreisvorstandsmitglied an die Partei. Erst heute muss ich in den AN die Stellungnahme lesen. Und der Satz „Verrat an der Partei“ gibt noch mehr zu denken.  Es ist nichts gegen eine Meinung einzuwenden. Aber keine Meinung zu äußern, obwohl man eine hat, ist unfair, wenn man in diesen verantwortungsvollen Positionen sitzt!  Da hätte ich von Huppke eine klare Ansage erwartet, aber er duckt sich weg! Schade. Ich bin als CDU Mitglied bestürzt, all diese Dinge aus der Zeitung erfahren zu müssen. Hier hatte ich die Erwartungshaltung, dass der Vorstand des Gemeindeverbandes und/oder Wolgang Huppke als Mitglied im Kreisvorstand sich erklären, zumindest ein Mitglied des Vorstandes tat es nunmehr. In dieser Erklärung wird weiterhin der Versuch unternommen, wie der Kreisvorstand es auch bereits auf Zuruf tat, Wulfs Kritiker mit Kritik an der CDU zu verknüpfen. Doch so einfach ist das nicht. Die Kritik richtete sie nie gegen die CDU, zu keinem Zeitpunkt. Die Kritik richtete sich gegen die Person Wulf. Das hat nichts mit der CDU zu tun. Augustdorf erlebt, wie ein Bürgermeister jahrelang einseitige zum Teil nicht nachvollziehbare Interessen vertritt und sich selbst zum sektierenden Guru einer extremchristlichen Strömung wandelt. Bei den letzten Kommunalwahlen hat die CDU das mit Abstand beste Ergebnis seiner Geschichte in Augustdorf eingefahren! Das war sicher nicht das Verdienst Wulfs, denn dieser wurde abgewählt!  Es ist mir schleierhaft, wie man auf 90 % Zustimmung von CDU Ratswählern verweisen kann! Das Gegenteil ist der Fall, die CDU hätte mit einem anderen Kandidaten noch viel mehr eingefahren.  Natürlich war die Arbeit des Vorstandes im Wahlkampf beeinträchtigt. Denn der Riss, den Wulf verursacht hat, geht so tief durch die CDU Augustdorf, dass man offenbar nur noch in öffentlichen Stellungnahmen miteinander kommuniziert. Ein Armutszeugnis für den Vorstand, obliegt es doch ihm für Ruhe zu sorgen! Doch der Vorstand gießt noch Öl ins Feuer. Ja, man darf anderer Meinung sein, ein Vorstand hat ebenso die Abwahl des BM hinzunehmen und die Arbeit der Fraktion zu unterstützen. Verrat: Ein Verräter ist umgangssprachlich einer, der etwas weiter sagt, was geheim bleiben soll. Was haben die drei „Abgestraften“ denn verraten? Ich kann keinen Verrat darin erkennen, sich gegen einen Kandidaten auszusprechen. Damit ist kein Geheimnis preis gegeben worden. Es ist immer mehr erkennbar, dass die Fronten extrem verhärtet sind. Herr Baltruschat, reichen Sie die Hand, suchen Sie das Gespräch! Sie können doch nicht ernsthaft Parteivorsitzender sein und sich so irregulär äußern! Anstatt zu fragen warum man an so einer in weiten Teilen der Bevölkerung sehr umstrittenen Person festhalten will straft man diejenigen ab, die die Missstände aufgezeigt haben?! Alleingang Brakhage: Nein, das ist es nicht, sicher nie gewesen. Aber es ist doch deutlich, dass die Sichtweise in Detmold (und nur diese ist anscheinend nach Düsseldorf tranportiert worden) der Ihren enstspricht, Herr Baltruschat. Man darf wohl annehmen, dass gute Verbindungen bestehen und der einseitige Transport des Geschehens nach Detmold die eigentliche Ursache des Ganzen sind! Andernfalls wären diese drei „Abstrafungen“ gar nicht möglich gewesen. Den Schuh darf Herr Brakhage sich gerne anziehen. Und da knüpfe ich an Müllers Enttäuschung an: Ein Gespräch mit der Gegenpartei ist oft erhellend! Nochmal: Die CDU gewinnt fast alle Direktmandate, nur Wulf wird abgewählt. Das Wahlergebnis zeigt doch deutlich, welche tatsächliche Schieflage in Augustdorf vorhanden war und leider noch ist! Löschen des Artikels von der Faceboo-Seite: Das Interview war zunächst auf der Facebook Seite der CDU Gemeindeverbandes Augustdorf veröffentlicht worden. Leider ist es dort wieder entfernt worden. Das allerdings ist ein weiterer Hinweis auf den „Maulkorb“. Unliebsame Meinungsäußerungen sind unerwünscht! Auch dieser Weg führt zum Vorstand des Gemeindeverbandes. Und der hat noch keinen Weg gefunden, den Streit zu beseitigen. Denn wenn der Pressesprecher nicht die Meinung des Vorstandes oder die der Mehrheit der Mitglieder kennt, wer dann? Um das aufzuklären, ist ein Ausblick in die nähere Zukunft zu wagen und darauf zurück kommen, warum das alles für Augustdorf schädlich ist. Auf einer bald stattfindenden Wahl des Vorstandes der CDU Augustdorf werden Vertreter einer christlichen Gemeinde  Augustdorf nebst abgewähltem Wulf alle Posten besetzen. Einige habe ich ja bereits auf der Nominierungsveranstaltung letztes Jahr kennenlernen dürfen. Nachdem der Vorstand getauscht wurde, werden alle Fraktionsmitglieder, die gegen Wulf sind, von parteiinternen Informationsflüssen  ausgeschlossen (was offensichtlich jetzt bereits teilweise der Fall ist!). Und in vier Jahren wird Wulf zum BM Kandidat der CDU in Augustdorf gewählt. Dann sollten viele leidige „Gegner“ weg sein und der Weg frei für......ja, für was eigentlich? Für gute Politik? Davon kann wohl, betrachtet man die Vergangenheit, keine Rede sein! Aber das sind ja nur Spekulationen....nichts weiter :) Ich halte diese Aussicht jedoch für fatal! Wir sind vor 16 Jahren gerne in Augustdorf wohnen geblieben, gerade weil hier so viele Familien mit so vielen Kindern leben. Wir haben selbst sechs Kinder. Und ich wünschte mir nichts mehr als friedlich zusammen zu leben. Die Spaltung der CDU Augustdorf, die unter Beteiligung des eigenen Vorstandes und des Kreisvorstandes der CDU vorangetrieben wird, spaltet auch die Gemeinde. Denn einen Personenkult will niemand. Die vergangenen Jahre habe doch deutlich gezeigt, dass Augustdorf einen Bürgermeister braucht, der Brücken legt und sie nicht abreißt! Es muss wer sein, der zusammenführt und nicht spaltet. Der abgewählte Wulf verkörpert doch wohl eher, was man nicht will! Zum Schluss habe ich noch einen an diejenigen, die sich wegducken und meinen mit diesem anonym initiierten Verfahren gegen drei sehr verdiente Mitglieder der CDU Augustdorf das Richtige getan zu haben: Der größte Lump im ganzen Land ist und bleibt der Denunziant!"

Leserbriefe zu “Gastkommentar von Joachim Barz

Leserbriefe geben die Ansicht der Einsender wieder, die mit der Meinung der Redaktion nicht übereinstimmen muss.


  1. Vie­len Dank Herr Mül­ler!
    Harald, dan­ke für die Kor­rek­tur. Ich kor­ri­gie­re: Die CDU hat eines ihrer bes­ten Ergeb­nis­se ein­ge­fah­ren! Man sehe mir das nach!
    Aber das Du Dich zu Wort mel­dest? Sehr mutig für einen, der der CDU eben­so gescha­det hat!
    Um das ganz deut­lich zu schrei­ben: Es geht nicht um Schuld! Es geht dar­um, dass die Wahl offen­bar für den Ver­lie­rer nur schwer zu ertra­gen ist! Zu den „Bestra­fun­gen” schreibst du nichts? Und Vor­sit­zen­de von Par­tei­en haben nun­mal die Ver­ant­wor­tung! Muss man es wirk­lich noch deut­li­cher for­mu­lie­ren?
    Vor dem Wahl­kampf: Der Vor­stand schweigt!
    Im Wahl­kampf: Der Vor­stand schweigt!
    Nach der Wahl: Der Vor­stand schweigt!
    4 Mona­te spä­ter erklärt sich der Vor­stand. War­um erst jetzt? Dabei hat doch der Vor­stand bei den Bestra­fun­gen mit­ge­wirkt!!!! Ohne vor­her das Gespräch gesucht zu haben?

    Wenn ich die Ver­ant­wor­tung mona­te­lang nicht wahr­neh­me und wäh­rend des Wahl­kamp­fes und auch danach kei­ne Mei­nung äuße­re, dann mit einer kurio­sen Mel­dung auf­war­te, die nicht dazu bestimmt ist, Frie­den zu erlan­gen, (da wer­den eige­ne Mit­glie­der als Ver­rä­ter an den Pran­ger gestellt!) dann muss das deut­lich auf­ge­zeigt wer­den!

    Und jetzt räu­men wir die Ter­ras­se und den Gar­ten auf, ein son­ni­ges war­mes Wochen­en­de steht an! Das genie­ßen wir alle zusam­men in August­dorf.
    Gruß
    JB

  2. Da hat Herr Harald Schult­ze etwas geschrie­ben , und ich hat­te mich schon gefreut, von dem einst so muti­gen kon­se­quen­ten Mann etwas Wesent­li­ches zu hören und zu lesen. Lei­der nur fla­che Gemein­plät­ze von den zwei Sei­ten der Medail­le und sonst nichts.…..
    Nur in einer Sache hat er recht ; Man kann dem Herrn Dr. Wulf nicht alle Schuld an der Mise­re der CDU zuschie­ben, denn der ist schuld­un­fä­hig !!! Wer in so ego­maner Per­sön­lich­keits­stö­rung getüncht mit bigott selbst­herr­li­cher „Christ­lich­keit” ver­strickt ist, ist zu Ein­sicht in Wer­te der Demo­kra­tie gar nicht mehr fähig !!! Dass CDU Frak­ti­on und Orts­ver­band der­sel­ben Par­tei sich wie poli­ti­sche Geg­ner gegen­über­ste­hen, ist aber ein­deu­tig dem Lügen­ge­rüst und den Mani­pu­la­tio­nen des ehe­ma­li­gen Bür­ger­meis­ters zuzu­ord­nen. Der Ver­gleich mit Mr. Trump in den USA ist zuneh­mend fas­zi­nie­rend

  3. Als ehe­ma­li­ger Vor­sit­zen­der des CDU-Gemein­de­ver­ban­des und der Rats­frak­ti­on muss ich eine Behaup­tung kor­ri­gie­ren. Das mit Abstand bes­te Wahl­er­geb­nis erreich­te die CDU August­dorf bei der Kom­mu­nal­wahl 2004 mit fast 54% und einer abso­lu­ten Mehr­heit im Rat. Dr. Wulf wur­de mit ca. 72% zum Bür­ger­meis­ter gewählt. Die­ses Ergeb­nis konn­te nur durch die Zusam­men­ar­beit im gan­zen Team, Bür­ger­meis­ter­kan­di­dat, Rats­kan­di­da­ten, Frak­ti­on und Gemein­de­ver­band erzielt wer­den.
    Mit Sor­ge beob­ach­te ich wie sich die CDU August­dorf in unter­schied­li­che Grup­pen spal­tet, die sich gegen­sei­tig das Leben schwer machen. Die­ses Ver­hal­ten bestä­tigt doch nur bekann­te Vor­ur­tei­le gegen­über der „Poli­tik” und den „Poli­ti­kern”. Per­sön­li­che Eitel­kei­ten und evtl. Krän­kun­gen soll­ten nicht der Maß­stab poli­ti­schen Han­delns sein. Es geht gera­de in der Kom­mu­nal­po­li­tik vor Ort über­wie­gend um Sach­ent­schei­dun­gen zum Woh­le unse­rer Gemein­de.
    Die „Schuld” an der jet­zi­gen Situa­ti­on nur Dr. Wulf zuzu­schrei­ben ist zu ein­fach und falsch. Auch die stän­di­gen Wie­der­ho­lun­gen in diver­sen Kom­men­ta­ren und Leser­brie­fen machen es nicht bes­ser. Bekannt­lich gehö­ren immer zweit Sei­ten zu Medail­le. Jetzt hat Patrick Balt­ru­schat als amtie­ren­der Vor­sit­zen­der des CDU-Gemein­de­ver­ban­des eine Stel­lung­nah­me ver­öf­fent­licht. Alle ande­ren Vor­stands­mit­glie­der haben sich ihrer Ver­ant­wor­tung ent­zo­gen und die Bro­cken hin­ge­wor­fen. Ich wün­sche Patrick Bal­tu­schat viel Kraft um die kom­men­den Aus­ein­an­der­set­zun­gen schad­los zu über­ste­hen.

  4. Das Ein­zi­ge, was mir spon­tan zu dem Gast­kom­men­tar des Herrn Barz ein­fällt, ist ” HUT AB, Herr Barz!!!” Ein extrem gelun­ge­ner deut­li­cher und poli­tisch berüh­ren­der Kom­men­tar !!!!

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