Das mil­de Wet­ter lässt die Pol­len im Kreis Lip­pe frü­her als sonst flie­gen. Vor allem Hasel und Erle sind unter­wegs. Für All­er­gi­ker bre­chen damit har­te Zei­ten an: Die Nase krib­belt und läuft, jucken­de Augen bis hin zu Atem­be­schwer­den. „Die­se Sym­pto­me einer Pol­len­all­er­gie soll­ten aber nicht mit einer Coro­na-Infek­ti­on ver­wech­selt wer­den“, sagt AOK-Ser­vice­re­gi­ons­lei­ter Mat­thi­as Wehmhöner.

Mit den früh­lings­haf­ten Tem­pe­ra­tu­ren haben die Pol­len­sai­son und damit die gro­ße Qual für vie­le Pol­len­all­er­gi­ker begon­nen. Und die Zahl der All­er­gi­ker ist wei­ter gestie­gen. Das ergab eine Stu­die des Robert Koch-Insti­tu­tes (RKI). Danach litt fast jeder drit­te Deut­sche an einer all­er­gi­schen Erkran­kung. Der soge­nann­te Heu­schnup­fen, eine All­er­gie gegen Pol­len, tritt dabei am häu­figs­ten auf. Laut RKI lei­den etwa 15 Pro­zent der Erwach­se­nen dar­an. Die Lebens­qua­li­tät und Leis­tungs­fä­hig­keit der Betrof­fe­nen ist dadurch stark beein­träch­tigt. Oft tritt eine Pol­len­all­er­gie bereits in der Kind­heit auf, sie kann sich aller­dings auch erst spä­ter ent­wi­ckeln. „Eine Pol­len­all­er­gie soll­te nicht unter­schätzt wer­den. Im Lau­fe der Jah­re kann sie sich ver­schlim­mern und bis zum Asth­ma füh­ren“, rät Wehmhöner.

In der aktu­el­len Pan­de­mie den­ken vie­le Men­schen aus dem Kreis Lip­pe bei bestimm­ten Sym­pto­men viel­leicht zuerst nicht an eine Pol­len­all­er­gie, son­dern an eine mög­li­che Coro­na-Infek­ti­on. Nach Mei­nung von Exper­ten gibt es jedoch Unter­schie­de. Bei Infek­tio­nen mit dem Coro­na-Virus tre­ten in den meis­ten Fäl­len Fie­ber, tro­cke­ner Hus­ten oder ein Geruchs- und Geschmack­ver­lust auf. Bei einer Pol­len­all­er­gie sind es vor allem jucken­de oder trä­nen­de Augen, gereiz­te Nasen­schleim­häu­te, Nies­reiz und all­er­gi­scher Schnup­fen. „Eine Pol­len­all­er­gie soll­te recht­zei­tig behan­delt wer­den. Andern­falls kann es zu einem soge­nann­ten ‚Eta­gen­wech­sel‘ kom­men, bei dem sich ein Asth­ma ent­wi­ckelt oder wei­te­re All­er­gien hin­zu­kom­men“, rät Wehm­hö­ner. Eine gesi­cher­te Dia­gno­se kann der Fach­arzt (All­er­go­lo­ge) über einen Haut­test (Prick-Test) stel­len. Dabei wer­den ver­schie­den Pol­len-All­er­ge­ne in die Haut gebracht. Tritt eine Reak­ti­on auf, ist das der Hin­weis auf eine Allergie.

OP- oder FFP2-Mas­ken kön­nen Pol­len zurückhalten

Die ver­schärf­te Mas­ken­pflicht im Rah­men der aktu­el­len Coro­na-Schutz­maß-nah­men erweist sich als posi­ti­ver Neben­ef­fekt für All­er­gi­ker. Nach Infor­ma­tio­nen des Deut­schen All­er­gie- und Asth­ma­bun­des (DAAB) kön­nen OP- oder FFP2-Mas­ken Pol­len zurück­hal­ten und damit ein zusätz­li­ches Werk­zeug sein, um gut durch die Pol­len­sai­son zu kom­men. Schutz für die Augen bie­te eine geschlos­se­ne Son­nen­bril­le und für einen beschwer­de­frei­en Schlaf soll­ten abends die Haa­re gewa­schen werden.

Von Redaktion

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