FDP/Aufbruch C sieht CDU-Antrag zum Badesee kritisch

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Die CDU-Frak­ti­on August­dorf hat am 12. März einen Antrag zur Rea­li­sie­rung eines Bade­sees in der jet­zi­gen Sand­gru­be „Brink“ gestellt. Die Ver­wal­tung sol­le, so heißt es dar­in, „beauf­tragt wer­den, das Pro­jekt Bade­see in der Sand­gru­be „Brink“ umzu­set­zen, so die CDU. Der Beschluss­vor­schlag lau­tet wie folgt: „1. Die Ver­wal­tung erar­bei­tet in Koope­ra­ti­on mit Schloß Hol­te-Stu­ken­b­rock ein Kon­zept zur Umset­zung des Pro­jek­tes. 2. Stellt not­wen­di­ge Mit­tel zur Finan­zie­rung des Bade­sees in die kom­men­den Haus­hal­te der Gemein­de ein. 3. Berich­tet fort­lau­fend über die ein­ge­lei­te­ten Maß­nah­men zum Pro­jekt im Aus­schuss BPU.”

Die Frak­ti­on von FDP/Aufbruch C, sieht das Vor­ha­ben kri­ti­sche, wie sie in einer Pres­se­mit­tei­lung schreibt. „Die Frak­ti­on FDP/Aufbruch C muss die­sen Antrag, so wie er gestellt ist, aus fol­gen­den Grün­den ableh­nen.”

Ers­tens befin­de sich die Sand­gru­be „Brink“ auf dem Gebiet von Schloss Hol­te-Stu­ken­b­rock, die Gemein­de August­dorf sei also gar nicht befugt, über die­ses Are­al zu beschlie­ßen. Zwei­tens müs­se zu erst die Fra­gen geklärt wer­den, ob August­dorf als Haus­halt­si­che­rungs­kom­mu­ne Pro­jek­te in ande­ren Kom­mu­nen finan­zie­ren möch­ten, bezie­hungs­wei­se könn­ten. „Es soll­te also nicht der zwei­te Schritt vor dem ers­ten gemacht wer­den. Wir möch­ten an die­ser Stel­le dar­auf hin­wei­sen, dass die FDP/Aufbruch C Frak­ti­on grund­sätz­lich eine inter­kom­mu­na­le Zusam­men­ar­beit mit Schloss Hol­te-Stu­ken­b­rock begrüßt, die­se Zusam­men­ar­beit soll­te jedoch die Wün­sche bei­der Kom­mu­nen glei­cher­ma­ßen berück­sich­ti­gen”, schreibt Roger Rit­ter in der Mit­tei­lung.

Pro­ble­ma­tisch sei für FDP/Aufbruch C eben­falls die Begrün­dung durch die CDU-Frak­ti­on.
„Die CDU-Frak­ti­on spricht davon, dass die Kos­ten zur Ent­wick­lung des Are­als im Gut­ach­ten „Mach­bar­keits­stu­die Sen­ne Sand — Was­ser” benannt wur­den und es daher plan­bar sei. Es wur­den jedoch nur die Kos­ten für das Sze­na­rio der Vari­an­te A1 grob geschätzt, die­se geht damit ein­her, dass kei­ne Gra­bun­gen mehr statt­fin­den”, so Rit­ter. Es sei jedoch nicht klar, wie lan­ge die Fir­ma Brink die Sand­gru­be noch betrei­ben möch­te „und die Kos­ten für eine ande­res Sze­na­rio, bei der die Fir­ma Brink par­al­lel noch abgräbt, sind noch nicht benannt und kön­nen die der Vari­an­te A1 immens über­stei­gen”, schreibt der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de.

„Momen­tan haben wir noch genug alte Bau­stel­len auf dem Gemein­de­ge­biet, die wir tun­lichst ange­hen soll­ten, dazu gehö­ren unter ande­rem, das Frei­bad­ge­län­de, die Rühl­mann­stät­te, die Schu­len und die Feu­er­wehr”, ist sich Roger Rit­ter sicher.

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Die CDU-Fraktion Augustdorf hat am 12. März einen Antrag zur Realisierung eines Badesees in der jetzigen Sandgrube „Brink“ gestellt. Die Verwaltung solle, so heißt es darin, "beauftragt werden, das Projekt Badesee in der Sandgrube „Brink“ umzusetzen, so die CDU. Der Beschlussvorschlag lautet wie folgt: „1. Die Verwaltung erarbeitet in Kooperation mit Schloß Holte-Stukenbrock ein Konzept zur Umsetzung des Projektes. 2. Stellt notwendige Mittel zur Finanzierung des Badesees in die kommenden Haushalte der Gemeinde ein. 3. Berichtet fortlaufend über die eingeleiteten Maßnahmen zum Projekt im Ausschuss BPU." Die Fraktion von FDP/Aufbruch C, sieht das Vorhaben kritische, wie sie in einer Pressemitteilung schreibt. "Die Fraktion FDP/Aufbruch C muss diesen Antrag, so wie er gestellt ist, aus folgenden Gründen ablehnen." Erstens befinde sich die Sandgrube „Brink“ auf dem Gebiet von Schloss Holte-Stukenbrock, die Gemeinde Augustdorf sei also gar nicht befugt, über dieses Areal zu beschließen. Zweitens müsse zu erst die Fragen geklärt werden, ob Augustdorf als Haushaltsicherungskommune Projekte in anderen Kommunen finanzieren möchten, beziehungsweise könnten. "Es sollte also nicht der zweite Schritt vor dem ersten gemacht werden. Wir möchten an dieser Stelle darauf hinweisen, dass die FDP/Aufbruch C Fraktion grundsätzlich eine interkommunale Zusammenarbeit mit Schloss Holte-Stukenbrock begrüßt, diese Zusammenarbeit sollte jedoch die Wünsche beider Kommunen gleichermaßen berücksichtigen", schreibt Roger Ritter in der Mitteilung. Problematisch sei für FDP/Aufbruch C ebenfalls die Begründung durch die CDU-Fraktion. "Die CDU-Fraktion spricht davon, dass die Kosten zur Entwicklung des Areals im Gutachten "Machbarkeitsstudie Senne Sand - Wasser" benannt wurden und es daher planbar sei. Es wurden jedoch nur die Kosten für das Szenario der Variante A1 grob geschätzt, diese geht damit einher, dass keine Grabungen mehr stattfinden", so Ritter. Es sei jedoch nicht klar, wie lange die Firma Brink die Sandgrube noch betreiben möchte "und die Kosten für eine anderes Szenario, bei der die Firma Brink parallel noch abgräbt, sind noch nicht benannt und können die der Variante A1 immens übersteigen", schreibt der Fraktionsvorsitzende. "Momentan haben wir noch genug alte Baustellen auf dem Gemeindegebiet, die wir tunlichst angehen sollten, dazu gehören unter anderem, das Freibadgelände, die Rühlmannstätte, die Schulen und die Feuerwehr", ist sich Roger Ritter sicher.

Ein Leserbrief zu “FDP/Aufbruch C sieht CDU-Antrag zum Badesee kritisch

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  1. Das wirk­lich Erstaun­li­che und Gute an der Bade­see­sa­che bzw. an dem Antrag der CDU ist, dass Roger Rit­ter und sei­ne Frak­ti­on so höf­lich dar­auf reagiert haben!!! Ich nen­ne es ganz beson­ders gelun­ge­nen Blöd­sinn !! Aber man kann sich ja nicht mehr sicher sein, aus wel­chem Lager der CDU sol­cher Blöd­sinn kommt. Genau wie die obsku­re Peti­ti­on im Zuge des Regio­nal­plans um mehr Bau­land muss man wohl zurecht ver­mu­ten , dass der ehe­ma­li­ge Bür­ger­meis­ter im Hin­ter­grund wei­ter Stör­ma­nö­ver betreibt. Irgend­wann kommt bestimmt die Legen­de, dass ihm der Wahl­sieg im Herbst gestoh­len wurde.….wollen wir wet­ten ???!!!

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