Von Augustdorf aus wird die Hilfe geplant

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Oberst­leut­nant Micha­el Sede­lies hat im Augen­blick alle Hän­de voll zu tun. Gemein­sam mit drei wei­te­ren Kame­ra­den orga­ni­siert er aus einem Raum, dem Lage­zen­trum her­aus, der sich im Stabs­ge­bäu­de der Rom­mel­ka­ser­ne befin­det, die Coro­na-Hilfs­ein­sät­ze der Sol­da­ten in Nord­rhein-West­fa­len und Hes­sen.

Seit einem Jahr orga­ni­siert der joint-fire-sup­port-team Trupp­füh­rer der Pan­zer­bri­ga­de 21 die ver­schie­de­nen Unter­stüt­zungs­ver­bän­de im Lage­zen­trum, um die Hil­fe­leis­tungs­an­trä­ge, die an die Bun­des­wehr gerich­tet wer­den, sicher­zu­stel­len.
„Wir koor­di­nie­ren hier die Kräf­te für die jewei­li­gen Hil­fe­er­su­chen, damit die rich­ti­gen Kräf­te in der rich­ti­gen Anzahl auch am ent­spre­chen­den Ort sind“, erklärt der Oberst­leut­nant gegen­über den AUGUSTDORFER NACHRICHTEN.

Vor­her müs­se jedoch immer geprüft wer­den, ob die Ersu­chen recht­mä­ßig sei­en. Dann wür­den die Kräf­te zum Bei­spiel in den Gesund­heits­äm­tern oder Pfle­ge­ein­rich­tun­gen ein­ge­setzt.

Im Lage­zen­trum arbei­ten per­ma­nent vier Per­so­nen. „Wir ste­hen hier im engen Kon­takt mit den Lan­des­kom­man­dos, wo die Hil­fe­er­su­chen ein­ge­hen“, erläu­tert Sede­lies das Pro­ce­de­re. Daher erhal­te das Lage­zen­trum schon eine Kopie der Anfra­ge vom Lan­des­kom­man­do. Sobald die­se geneh­migt sei, wird dann von August­dorf aus geprüft, ob genug Ein­satz­kräf­te da sind, um die Unter­stüt­zung auch gewähr­leis­ten zu kön­nen.

Ins­ge­samt ste­hen 3500 Sol­da­ten bereit, um Coro­na­hil­fe zu leis­ten, 2792 sind bereits im Ein­satz. Die Kräf­te wer­den, so erklärt es der Oberst­leut­nant, in ganz ver­schie­de­nen Berei­chen ein­ge­setzt. „Am Anfang des Jah­res lag der Schwer­punkt auf der Per­so­nen­nach­ver­fol­gung, danach wur­de häu­fig Unter­stüt­zung in den Alten- und Pfle­ge­hei­men ange­fragt“, so Sede­lies. Auch jetzt sei­en Anfra­gen für Schnell­tests in den Senio­ren­hei­men am häu­figs­ten.

Das Lage­zen­trum ist rund um die Uhr besetzt, durch eine mobi­le Aus­stat­tung kann die­se auch nach Hau­se ver­legt wer­den. Dabei wer­de der regu­lä­re Dienst bis Frei­tag in der Kaser­ne ver­rich­tet, der Wochen­end­dienst dann von zu Hau­se.

„In den Berei­chen, wo die Sol­da­ten unter­stüt­zen, herrscht immer Dank­bar­keit und Freu­de, wenn wir auf­tau­chen“; berich­tet Oberst­leut­nant Micha­el Sede­lies von den Reak­tio­nen auf die Ein­sät­ze. Auf die Fra­ge, was er glau­be, wie lan­ge die Bun­des­wehr noch unter­stüt­zen leis­ten müs­se, schmun­zelt er und weist auf eine Kar­te hin­ter sich an der Wand. Dort haben er und sei­ne Kol­le­gen die ein­zel­nen Schich­ten ein­ge­tra­gen – für ein Jahr im vor­aus.

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Oberstleutnant Michael Sedelies hat im Augenblick alle Hände voll zu tun. Gemeinsam mit drei weiteren Kameraden organisiert er aus einem Raum, dem Lagezentrum heraus, der sich im Stabsgebäude der Rommelkaserne befindet, die Corona-Hilfseinsätze der Soldaten in Nordrhein-Westfalen und Hessen. Seit einem Jahr organisiert der joint-fire-support-team Truppführer der Panzerbrigade 21 die verschiedenen Unterstützungsverbände im Lagezentrum, um die Hilfeleistungsanträge, die an die Bundeswehr gerichtet werden, sicherzustellen. „Wir koordinieren hier die Kräfte für die jeweiligen Hilfeersuchen, damit die richtigen Kräfte in der richtigen Anzahl auch am entsprechenden Ort sind“, erklärt der Oberstleutnant gegenüber den AUGUSTDORFER NACHRICHTEN. Vorher müsse jedoch immer geprüft werden, ob die Ersuchen rechtmäßig seien. Dann würden die Kräfte zum Beispiel in den Gesundheitsämtern oder Pflegeeinrichtungen eingesetzt. Im Lagezentrum arbeiten permanent vier Personen. „Wir stehen hier im engen Kontakt mit den Landeskommandos, wo die Hilfeersuchen eingehen“, erläutert Sedelies das Procedere. Daher erhalte das Lagezentrum schon eine Kopie der Anfrage vom Landeskommando. Sobald diese genehmigt sei, wird dann von Augustdorf aus geprüft, ob genug Einsatzkräfte da sind, um die Unterstützung auch gewährleisten zu können. Insgesamt stehen 3500 Soldaten bereit, um Coronahilfe zu leisten, 2792 sind bereits im Einsatz. Die Kräfte werden, so erklärt es der Oberstleutnant, in ganz verschiedenen Bereichen eingesetzt. „Am Anfang des Jahres lag der Schwerpunkt auf der Personennachverfolgung, danach wurde häufig Unterstützung in den Alten- und Pflegeheimen angefragt“, so Sedelies. Auch jetzt seien Anfragen für Schnelltests in den Seniorenheimen am häufigsten. Das Lagezentrum ist rund um die Uhr besetzt, durch eine mobile Ausstattung kann diese auch nach Hause verlegt werden. Dabei werde der reguläre Dienst bis Freitag in der Kaserne verrichtet, der Wochenenddienst dann von zu Hause. „In den Bereichen, wo die Soldaten unterstützen, herrscht immer Dankbarkeit und Freude, wenn wir auftauchen“; berichtet Oberstleutnant Michael Sedelies von den Reaktionen auf die Einsätze. Auf die Frage, was er glaube, wie lange die Bundeswehr noch unterstützen leisten müsse, schmunzelt er und weist auf eine Karte hinter sich an der Wand. Dort haben er und seine Kollegen die einzelnen Schichten eingetragen – für ein Jahr im voraus.

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