Online-Petition zu mehr Wohnraum und Erholungsmöglichkeiten abgelehnt

Lese­zeit: unge­fähr 2 Minu­ten In einer Online-Peti­ti­on hat­te der August­dor­fer Jakob Eck mehr Wohn­raum und Erho­lungs­mög­lich­kei­ten in der Sen­ner­an­d­ge­mein­de gefor­dert, was in der Stel­lung­nah­me

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In einer Online-Petition hatte der Augustdorfer Jakob Eck mehr Wohnraum und Erholungsmöglichkeiten in der Sennerandgemeinde gefordert, was in der Stellungnahme der Gemeinde Augustdorf zum Regionalplan berücksichtigt werden sollte. Über diese Petition wurde jetzt in Gemeinderat gesprochen. Mit 21 „ja“ Stimmen und drei Enthaltungen lehnt die Politik die Petition des Augustdorfers ab – trotz 300 Unterzeichnern. „Die Unterschriftenliste wurde mir persönlich überreicht“, sagt Bürgermeister Thomas Katzer. 300 Menschen haben sie unterzeichnet, darunter auch zwei Ratsmitglieder. In der Petition fordert der Augustdorfer Jakob Eck bezahlbaren Wohnraum und mehr Erholungsmöglichkeiten in der Sennerandgemeinde. „In den letzten Jahren sind in Augustdorf die Kosten für Bauen, und in der Folge auch für Wohnen, stark gestiegen. Im Wesentlichen ist dies auf eine starke Nachfrage nach Bauland und Wohnungen, bei einem geringen Angebot zurückzuführen“, schreibt Eck. Daraus ergeben sich für den Augustdorfer „erhebliche gesellschaftliche Risiken“. „Die Petition hat interessante und nachvollziehbare Aspekte“, stellt Fachbereichsleiter Manuel Bröker fest. Allerdings widerspreche sie der schon erarbeiteten Stellungnahme der Gemeinde Augustdorf zum Regionalplanentwurf. In der Stellungnahme schreibt die Gemeinde unter anderem, dass Augustdorf „aktuell noch große Flächenreserven für das Bauen zu Wohnzwecken [hat], die aber seit Jahrzehnten nicht oder kaum realisiert wurden.“ Daher schlägt die Verwaltung vor, die Petition abzulehnen. 21 Ratsmitglieder stimmen dem Vorschlag der Verwaltung, die Petition abzulehnen, zu. Drei enthalten sich. Davon haben zwei die Petition unterzeichnet. Einer ist CDU-Mitglied Stefan Koop. Er fürchtet eine Wohnknappheit in Augustdorf. „Wenn die Pläne so umgesetzt werden, ist der Wohnraum in fünf bis zehn Jahren knapp“, vermutet er. Wohnraum würden sich dann laut Koop nur noch „Privilegierte von Außen leisten können“. Das sei nicht im Sinne der Augustdorfer. „Der Rat sollte das Thema aktiv gestalten, damit eine breite Bevölkerungsschicht die Möglichkeit zu Wohneigentum erhält“, sagt Koop. „Unsere Gemeinde will langsam und behutsam wachsen“, hält SPD-Mitglied Daniel Klöpper dagegen. Was will die Petition? Die Gemeinde habe einen vergleichsweise niedrigen Altersdurchschnitt, heißt es in der Petition. Viele junge Familien wollen in Augustdorf bleiben, wodurch mit einer „hohen Nachfrage nach Bauland und Wohneigentum zu rechnen ist“, ist sich Jakob Eck sicher. In seiner Online-Petition, die er auf „openPetition“ veröffentlicht hat, schreibt er weiter: „Dem entgegen stehen die Gegebenheiten, dass weite Teile der Flächen Augustdorfs unter Naturschutz (circa 75 Prozent) stehen beziehungsweise der militärischen Nutzung (circa 60 Prozent) Vorbehalten sind.“ Konkret fordert Eck im Regionalplan Freiflächen zu berücksichtigen, die „perspektivisch bauleitplanerisch umsetzbar sind“. Diese Flächen sollen laut Eck und den Unterzeichnern in den allgemeinen Siedlungsbereichen „Römertagsgelände“ und zwischen der Elisabethstraße, dem Truppenübungsplatz, dem Birkenweg und der Haustenbecker Straße sein. „Auf die Verkleinerung der Fläche zwischen Triftenstraße und dem Umweltbildungszentrum GNS sollte in diesem Zusammenhang verzichtet werden“, heißt es in der Petition. Außerdem fordert er, dass bei potentiellen Gewerbe- und Industrieflächen interkommunale Gewerbeprojekte berücksichtigt werden sollten, wie zum Beispiel beim Gewerbeprojekt „Kreuzkrug“ der Kommunen Schloß Holte-Stukenbrock und Augustdorf. Im Bereich „Natur und Landschaft“ sehen Jakob Eck und die Unterstützer der Petition die „Erweiterung der strengen Naturschutzflächen (BSN) (…) vor dem Hintergrund der bestehenden BSN-Flächen kritisch“. Eine junge Kommune benötige Flächen, die für den Schutz der Landschaft und landschaftsorientierte Erholung (BSLE) bestimmt sind, heißt es. „Flächen mit bestehenden Gewässern, die im Zusammenhang mit der Gewinnung von Rohstoffen entstanden sind, sollten als BSLE erhalten beziehungsweise erweitert werden, um die Möglichkeit der Schaffung von Naherholungseinrichtungen zu ermöglichen. Dies betrifft die Gewässer am Kohlenweg sowie das Gewässer der Firma Brink in Stukenbrock“, schreibt Eck in seiner Online-Petition.

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