Wildvogel positiv auf Geflügelpest-Virus getestet: Stallpflicht bleibt weiterhin aufrecht erhalten

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Bei einem Habicht, auf­ge­fun­den im Außen­be­reich von Bad Sal­zu­flen, wur­de die Geflü­gel­pest (Influ­en­za A Sub­typ H 5) ent­deckt. Im Kreis Lip­pe ist der­zeit noch kein Haus­ge­flü­gel­be­stand von der Geflü­gel­pest betrof­fen. Es zeigt sich jedoch, wie wich­tig die Auf­stal­lungs­pflicht für Geflü­gel auch im Kreis Lip­pe ist, um das Geflü­gel best­mög­lich zu schüt­zen.

Geflü­gel­stäl­le soll­ten nur mit Schutz­klei­dung (ins­be­son­de­re Schuh­werk) betre­ten wer­den und jeder Kon­takt der Tie­re zu Wild­vö­geln soll­te ver­mie­den wer­den.

Nach Ein­schät­zung des Fried­rich-Löff­ler-Insti­tuts ist das Risi­ko der Aus­brei­tung der Geflü­gel­pest in Was­ser­vo­gel­po­pu­la­tio­nen und der Ein­schlep­pung in Geflü­gel­hal­tun­gen und Vogel­be­stän­de immer noch hoch. Eine Auf­he­bung der All­ge­mein­ver­fü­gung zur Auf­stal­lung von Geflü­gel ist daher nicht abseh­bar. Das zei­gen auch die Geflü­gel­pest-Aus­brü­che in den ver­gan­ge­nen Tagen im den Krei­sen Güters­loh, Min­den-Lüb­be­cke und Pader­born, bei denen auch vie­le Tie­re getö­tet wer­den muss­ten. Außer­dem wur­den Wild­vo­gel­ka­da­ver aus der Stadt Bie­le­feld und den Krei­sen Her­ford und Min­den-Lüb­be­cke posi­tiv auf die Seu­che getes­tet.

Kreis­ve­te­ri­nä­rin Ricar­da Rott­mann appel­liert an die Tier­hal­ter, sich an die All­ge­mein­ver­fü­gung zu hal­ten: „Damit schüt­zen sie ihr Geflü­gel vor der töd­li­chen Erkran­kung, die im Fal­le des Aus­bruchs nicht nur Kon­se­quen­zen für die betrof­fe­ne Geflü­gel­hal­tung hät­te, son­dern auch zu schar­fen Restrik­tio­nen der Geflü­gel­hal­ter in ihrem Umfeld füh­ren wür­de. Zudem müss­ten umfang­rei­che Unter­su­chungs- und Sperr­maß­nah­men erfol­gen, die einer zeit­na­hen Auf­he­bung der Auf­stal­lungs­pflicht im Kreis Lip­pe ent­ge­gen ste­hen wür­den.“

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Bei einem Habicht, aufgefunden im Außenbereich von Bad Salzuflen, wurde die Geflügelpest (Influenza A Subtyp H 5) entdeckt. Im Kreis Lippe ist derzeit noch kein Hausgeflügelbestand von der Geflügelpest betroffen. Es zeigt sich jedoch, wie wichtig die Aufstallungspflicht für Geflügel auch im Kreis Lippe ist, um das Geflügel bestmöglich zu schützen. Geflügelställe sollten nur mit Schutzkleidung (insbesondere Schuhwerk) betreten werden und jeder Kontakt der Tiere zu Wildvögeln sollte vermieden werden. Nach Einschätzung des Friedrich-Löffler-Instituts ist das Risiko der Ausbreitung der Geflügelpest in Wasservogelpopulationen und der Einschleppung in Geflügelhaltungen und Vogelbestände immer noch hoch. Eine Aufhebung der Allgemeinverfügung zur Aufstallung von Geflügel ist daher nicht absehbar. Das zeigen auch die Geflügelpest-Ausbrüche in den vergangenen Tagen im den Kreisen Gütersloh, Minden-Lübbecke und Paderborn, bei denen auch viele Tiere getötet werden mussten. Außerdem wurden Wildvogelkadaver aus der Stadt Bielefeld und den Kreisen Herford und Minden-Lübbecke positiv auf die Seuche getestet. Kreisveterinärin Ricarda Rottmann appelliert an die Tierhalter, sich an die Allgemeinverfügung zu halten: „Damit schützen sie ihr Geflügel vor der tödlichen Erkrankung, die im Falle des Ausbruchs nicht nur Konsequenzen für die betroffene Geflügelhaltung hätte, sondern auch zu scharfen Restriktionen der Geflügelhalter in ihrem Umfeld führen würde. Zudem müssten umfangreiche Untersuchungs- und Sperrmaßnahmen erfolgen, die einer zeitnahen Aufhebung der Aufstallungspflicht im Kreis Lippe entgegen stehen würden.“

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