SPD und FWG Fraktion veröffentlichen gemeinsame Erklärung

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„Lie­be August­dor­fer,

Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men ist nicht immer ein­fach, bedeu­tet aber gera­de auch in Pan­de­mie­zei­ten kei­ne Garan­tie der Wirk­sam­keit der getrof­fe­nen Maß­nah­men.

Durch die aktu­el­len Aus­wir­kun­gen der Coro­na-Pan­de­mie sind wir zudem gezwun­gen, teil­wei­se unse­re gewohn­te Lebens­wei­se zu ver­än­dern. Wir müs­sen uns ein­schrän­ken, um ande­re zu schüt­zen. Das gilt für unse­re unmit­tel­ba­ren Mit­men­schen, aber auch für alle die­je­ni­gen, die wir nicht ken­nen.

Wir alle sind irgend­wie mit­ein­an­der ver­bun­den und unser aller Han­deln, auch jedes ein­zel­nen, zieht immer Kon­se­quen­zen nach sich. Das die­ses schwie­rig ist, zeigt sich immer mehr dar­an das sich Tei­le der Gesell­schaft immer mehr abspal­ten und damit einer all­ge­mei­nen Ver­ant­wor­tung in die­sen Kri­sen­zei­ten ent­zie­hen.

Und wenn dann lei­der die Inzi­denz­wer­te auch in August­dorf rasant stei­gen, müs­sen zusätz­li­che Schutz­maß­nah­men ergrif­fen wer­den. Mit jeder Ent­schei­dung tref­fe ich auch Men­schen oder Grup­pen die damit aus unter­schied­li­chen Grün­den nicht ein­ver­stan­den sind. Dabei wird nicht unter­schie­den zwi­schen gläu­bi­ge und nicht gläu­bi­ge Bür­ger. Kri­tik ja, aber die­ses ist kei­ne Recht­fer­ti­gung für Het­ze, per­sön­li­che Angrif­fe gegen han­deln­de Per­so­nen oder Gefähr­dung von ande­ren. Das bedeu­tet des­halb, schon gar nicht, dass ein­zel­ne Per­so­nen oder Grup­pen für sich ent­schei­den kön­nen, auch wenn wir alle durch die Dau­er der Pan­de­mie frus­triert sind, sich an die­se Gesetz­te zu hal­ten oder nicht.

Alle Maß­nah­men, die unter ande­rem von unse­rem Bür­ger­meis­ter Tho­mas Kat­zer zur Sen­kung der Inzi­denz­wer­te und damit zum Schutz jedes ein­zel­nen auf den Weg gebracht wur­den, fin­den unse­re unein­ge­schränk­te Zustim­mung.

Die Frak­tio­nen von SPD und FWG stim­men einer Test­pflicht gera­de des­halb auch in den Schu­len umfas­send zu, um so gemein­schaft­lich bei­zu­tra­gen, der Pan­de­mie ent­ge­gen­zu­wir­ken. Wir haben Ver­trau­en in unse­re Lehr­kräf­te, die hier wie gewohnt, ins­be­son­de­re mit den Kin­dern sen­si­bel umge­hen um die­sen Scheu und Angst zu neh­men.

Las­sen Sie uns alle zusam­men­ste­hen um gemein­sam die Kri­se zu bewäl­ti­gen. Hoff­nung kommt beson­ders durch die anlau­fen­den Imp­fun­gen. Blei­ben Sie alle GESUND.“

© 2021, AUGUSTDORFER NACHRICHTEN. Inhal­te sind urhe­ber­recht­lich geschützt. Wei­ter­ver­wen­dung nur mit schrift­li­cher Geneh­mi­gung der Redak­ti­on.

„Liebe Augustdorfer, Verantwortung zu übernehmen ist nicht immer einfach, bedeutet aber gerade auch in Pandemiezeiten keine Garantie der Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen. Durch die aktuellen Auswirkungen der Corona-Pandemie sind wir zudem gezwungen, teilweise unsere gewohnte Lebensweise zu verändern. Wir müssen uns einschränken, um andere zu schützen. Das gilt für unsere unmittelbaren Mitmenschen, aber auch für alle diejenigen, die wir nicht kennen. Wir alle sind irgendwie miteinander verbunden und unser aller Handeln, auch jedes einzelnen, zieht immer Konsequenzen nach sich. Das dieses schwierig ist, zeigt sich immer mehr daran das sich Teile der Gesellschaft immer mehr abspalten und damit einer allgemeinen Verantwortung in diesen Krisenzeiten entziehen. Und wenn dann leider die Inzidenzwerte auch in Augustdorf rasant steigen, müssen zusätzliche Schutzmaßnahmen ergriffen werden. Mit jeder Entscheidung treffe ich auch Menschen oder Gruppen die damit aus unterschiedlichen Gründen nicht einverstanden sind. Dabei wird nicht unterschieden zwischen gläubige und nicht gläubige Bürger. Kritik ja, aber dieses ist keine Rechtfertigung für Hetze, persönliche Angriffe gegen handelnde Personen oder Gefährdung von anderen. Das bedeutet deshalb, schon gar nicht, dass einzelne Personen oder Gruppen für sich entscheiden können, auch wenn wir alle durch die Dauer der Pandemie frustriert sind, sich an diese Gesetzte zu halten oder nicht. Alle Maßnahmen, die unter anderem von unserem Bürgermeister Thomas Katzer zur Senkung der Inzidenzwerte und damit zum Schutz jedes einzelnen auf den Weg gebracht wurden, finden unsere uneingeschränkte Zustimmung. Die Fraktionen von SPD und FWG stimmen einer Testpflicht gerade deshalb auch in den Schulen umfassend zu, um so gemeinschaftlich beizutragen, der Pandemie entgegenzuwirken. Wir haben Vertrauen in unsere Lehrkräfte, die hier wie gewohnt, insbesondere mit den Kindern sensibel umgehen um diesen Scheu und Angst zu nehmen. Lassen Sie uns alle zusammenstehen um gemeinsam die Krise zu bewältigen. Hoffnung kommt besonders durch die anlaufenden Impfungen. Bleiben Sie alle GESUND.“

Leserbriefe zu “SPD und FWG Fraktion veröffentlichen gemeinsame Erklärung

Leserbriefe geben die Ansicht der Einsender wieder, die mit der Meinung der Redaktion nicht übereinstimmen muss.


  1. Moin Andre­as Blüs­se,
    es wur­de im Vor­feld ver­sucht eine gemein­sa­me Erklä­rung aller Frak­tio­nen zu erstel­len. War­um CDU und FDP/Aufbruch C sich nicht ange­schlos­sen haben, möch­te ich nicht spe­ku­lie­ren. Das kön­nen die bei­den Par­tei­en am bes­ten sel­ber beant­wor­ten.

  2. Lie­ber Andre­as Blüs­se,
    Ich kann den Wunsch gut nach­voll­zie­hen und es war ursprüng­lich eigent­lich auch so ange­dacht. Es ist aber mensch­lich, wenn die Bericht­erstat­tung über Unter­schrif­ten gegen Tests und die Demons­tra­tio­nen gegen die Tests an Schu­len das Fass zum Über­lau­fen brin­gen, und Rats­mit­glie­der sich dann auch ein­zeln äußern, oder Frak­tio­nen auf ihre bereits ver­öf­fent­lich­ten Stel­lung­nah­men zu dem The­ma ver­wei­sen. Von mir wird es jeden­falls kei­ne Ein­zel-Stel­lung­nah­me zu dem The­ma geben.

  3. Vie­len Dank für die gemein­sa­me Erklä­rung!

    Ich fin­de es aber mehr als bedau­er­lich, dass sie nicht von allen Frak­tio­nen des Rates kommt. Die­ses wäre in der aktu­el­len Situa­ti­on mehr als ange­bracht gewe­sen.

    Hier wür­de mich der Grund inter­es­sie­ren war­um die­ses nicht mög­lich war!?!?

    Vie­len Dank!

    Gruß

    Andre­as Blüs­se

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