Staatsanwaltschaft wirft Augustdorfer versuchten Mord vor

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21 Js 527/20. So lau­tet das Akten­zei­chen der Staats­an­walt­schaft Det­mold gegen den August­dor­fer Diet­mar S. (Name von der Redak­ti­on geän­dert). Am 23. August wird die ers­te Straf­kam­mer des Land­ge­richts Det­mold die Ver­hand­lung gegen den 32-Jäh­ri­gen wegen ver­such­ten Mor­des  begin­nen.

Die Staats­an­walt­schaft wirft dem Ange­klag­ten vor, er sei im Sep­tem­ber 2020 gg. 19:30 Uhr in erheb­lich alko­ho­li­sier­tem Zustand mit 2,07 Pro­mil­le mit min­des­tens 100 km/h auf der Pan­zer­ring­stra­ße, auf der 60 km/h erlaubt sind, in Rich­tung August­dorf gefah­ren und habe dabei den in Fahrt­rich­tung lau­fen­den Jog­ger ange­fah­ren.

Die­ser sei auf Höhe des rech­ten Außen­spie­gels des Fahr­zeugs auf­ge­la­den wor­den, sei ver­mut­lich mit sei­nem Ellen­bo­gen in die Wind­schutz­schei­be ein­ge­schla­gen, habe mit sei­nem Kör­per den rech­ten Außen­spie­gel des Fahr­zeugs abge­ris­sen und sei durch den Auf­prall in den rechts neben der Fahr­bahn befind­li­chen Grün­strei­fen geschleu­dert wor­den, in dem er regungs­los zurück­ge­blie­ben sei.

Der Ange­klag­te, so ist die Staats­anw­lat­schaft über­zeugt, habe sei­ne Fahrt unge­bremst fort­ge­setzt, obwohl der den Anprall bemerkt
habe. Das Opfer muss­te zehn Tage im Kli­ni­kum Det­mold behan­delt wer­den. Er hat einen zwei­fa­chen Bruch des lin­ken Sprung­ge­lenks, einen
Haar­riss im lin­ken Ellen­bo­gen, eine Rip­pen­prel­lung und Prel­lung der Hüf­te erlit­ten.

In recht­li­cher Hin­sicht sei die Tat nicht nur als Trun­ken­heit im Ver­kehr, fahr­läs­si­ge Kör­per­ver­let­zung und uner­laub­tes Ent­fer­nen vom Unfall­ort zu qua­li­fi­zie­ren, son­dern auch als ver­such­ter Mord durch Unter­la­sen.

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21 Js 527/20. So lautet das Aktenzeichen der Staatsanwaltschaft Detmold gegen den Augustdorfer Dietmar S. (Name von der Redaktion geändert). Am 23. August wird die erste Strafkammer des Landgerichts Detmold die Verhandlung gegen den 32-Jährigen wegen versuchten Mordes  beginnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, er sei im September 2020 gg. 19:30 Uhr in erheblich alkoholisiertem Zustand mit 2,07 Promille mit mindestens 100 km/h auf der Panzerringstraße, auf der 60 km/h erlaubt sind, in Richtung Augustdorf gefahren und habe dabei den in Fahrtrichtung laufenden Jogger angefahren. Dieser sei auf Höhe des rechten Außenspiegels des Fahrzeugs aufgeladen worden, sei vermutlich mit seinem Ellenbogen in die Windschutzscheibe eingeschlagen, habe mit seinem Körper den rechten Außenspiegel des Fahrzeugs abgerissen und sei durch den Aufprall in den rechts neben der Fahrbahn befindlichen Grünstreifen geschleudert worden, in dem er regungslos zurückgeblieben sei. Der Angeklagte, so ist die Staatsanwlatschaft überzeugt, habe seine Fahrt ungebremst fortgesetzt, obwohl der den Anprall bemerkt habe. Das Opfer musste zehn Tage im Klinikum Detmold behandelt werden. Er hat einen zweifachen Bruch des linken Sprunggelenks, einen Haarriss im linken Ellenbogen, eine Rippenprellung und Prellung der Hüfte erlitten. In rechtlicher Hinsicht sei die Tat nicht nur als Trunkenheit im Verkehr, fahrlässige Körperverletzung und unerlaubtes Entfernen vom Unfallort zu qualifizieren, sondern auch als versuchter Mord durch Unterlasen.

Leserbriefe zu “Staatsanwaltschaft wirft Augustdorfer versuchten Mord vor

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  1. Und wie­der trifft der enga­gier­te Bür­ger „der Gegen­sei­te” ( hier freund­li­ches ver­schmitz­tes Grin­sen) den Nagel auf den Kopf. Abge­se­hen von kri­mi­nell ange­trun­ke­nen Rasern wird die Pan­zer­ring­stra­ße nach August­dorf oder an August­dorf vor­bei nicht nur zur Renn­stre­cke, sie ist es seit vie­len Jah­ren schon !!! Und es war nur eine Fra­ge der Zeit, dass es dort zu schwe­ren Unfäl­len kommt. Eine Stre­cke , die über­haupt nicht mal nach­hal­tig kon­trol­liert wird, wird so zu höchs­ter Gefah­ren­quel­le und das nicht erst seit ges­tern !!! Fährt man vor­schrifts­mä­ßig , wird man bedrängt und sieht sich lebens­ge­fähr­li­chen Über­hol­ma­nö­vern ausgesetzt.….ein rechts­frei­er Raum !!!

  2. Guten Mor­gen lie­be Lese­rin­nen und Leser ( ist das gen­der­ge­recht?),
    ich lau­fe selbst viel und gern. Gele­gent­lich bin ich auch dort gelau­fen wo der Läu­fer ange­fah­ren wur­de. Auf­grund der Tat­sa­che dass dort von den wenigs­ten Fah­ren­den die vor­ge­schrie­be­nen 60 km/h Höchst­ge­schwin­dig­keit ein­ge­hal­ten wird, lau­fe ich dort nicht mehr!!! Selbst das Fahr­rad­fah­ren dort ist gleich gefähr­lich.
    Ich lau­fe dort nicht mehr, denn man muss kein Pro­phet sein: Der nächs­te Unfall kommt bestimmt! Vllt könn­te die Redak­ti­on ermit­teln wie­vie­le Men­schen dort bereits gestor­ben sind oder schwer ver­letzt wur­den? (Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen zu sol­chen The­men sind immer gut!) Dabei sind Unfäl­le mili­tä­ri­scher Art eher sel­ten?!
    Ich hof­fe sehr, dass der Unfall­fah­rer tat­säch­lich ver­ur­teilt wird, wie die Ankla­ge lau­tet: Ver­such­ter Mord!!!! Einen Men­schen im Suff anzu­fah­ren und ein­fach wei­ter­zu­fah­ren ist ver­such­ter Mord! Mehr Ver­kehrs­über­wa­chung wäre ange­bracht, um die vie­len Aus­flüg­ler, die die tol­le Land­schaft der Sen­ne erle­ben möch­ten, vor sol­chen Rasern zu schüt­zen!

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