Interview mit Stefan Koop — CDU-Gemeindeverband nimmt Stellung zu Vorwürfen

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Die AUGUSTDORFER NACHRCIHTEN hat­ten über den Aus­tritt von zehn Rats­mit­glie­dern aus der CDU-Frak­ti­on berich­tet. Nun reagiert der Gemein­de­ver­band. Die­ser Schritt sei für die­sen über­ra­schend gekom­men, „da in den letz­ten Wochen Signa­le aus der Frak­ti­on wahr­nehm­bar waren, den Gemein­de­ver­band in poli­ti­sche Ent­schei­dung ein­bin­den zu wol­len. Dies ist in Form von Bit­ten um Stel­lung­nah­men des Gemein­de­ver­ban­des zu bestimm­ten The­men gesche­hen. Da es lei­der zeit­lich und orga­ni­sa­to­risch nicht mög­lich war, in der Kurz­fris­tig­keit den gesam­ten Gemein­de­ver­band mit in die Stel­lung­nah­me ein­zu­be­zie­hen, ent­schied man sich im Kreis des Vor­stan­des, die Stel­lung­nah­men abzu­ge­ben”, heißt des von Sei­ten des Ver­ban­des. Man sei bereit gewe­sen, in der Sache zusam­men­zu­ar­bei­ten.

„Lei­der muss in der Rück­wärts­be­trach­tung kon­sta­tiert wer­den, dass es sich bei den ver­meint­li­chen Annäh­run­gen um Nebel­ker­zen han­del­te. Der Aus­tritt der eins­ti­gen Mit­glie­der lässt uns zum Schluss kom­men, dass es sich nicht um den Ver­such der ehr­li­chen Sach­ar­beit mit dem Gemein­de­ver­band han­del­te”, schluss­fol­gert der Vor­stand des Gemein­de­ver­ban­des und unter­streicht: „Ins­be­son­de­re ent­täuscht es uns, dass in die­sem Zusam­men­hang unvoll­stän­di­ge und auch fal­sche Aus­sa­gen getä­tigt wur­den.”

Die AUGUSTDORFER NACHRICHTEN haben mit dem stell­ver­tre­ten­den Vor­stands­vor­sit­zen­den des Gemein­de­ver­ban­des, Ste­fan Koop gespro­chen:

AN: Herr Koop, was ist in der CDU los?

Ste­fan Koop: Die­se Fra­ge wur­de mir in den ver­gan­ge­nen Tagen des Öfte­ren gestellt. Um die Unstim­mig­kei­ten nicht in der Öffent­lich­keit aus­zu­tra­gen und die­se gar zu befeu­ern, hat sich der Vor­stand lan­ge zurück­ge­hal­ten. Ich möch­te eini­ge Sach­ver­hal­te aus ande­rer Per­spek­ti­ve beleuch­ten. Bevor ich auf die­se Punk­te im Ein­zel­nen ein­ge­he, möch­te ich aller­dings erst einen kur­zen Rück­blick machen.

AN: Wel­cher ist das?

Koop: Ich per­sön­lich bin ein August­dor­fer, der in sei­nem Leben schon immer in August­dorf gewohnt und gelebt hat. Ich habe mir August­dorf nicht als Hei­mat aus­ge­sucht. Genau­so wie ich mir August­dorf nicht als Hei­mat aus­ge­sucht habe, haben sich die August­dor­fer damals nicht dafür ent­schie­den, dass so vie­le Men­schen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund nach August­dorf kom­men soll­ten. Man wur­de gewis­ser­ma­ßen vor voll­ende­ter Tat­sa­che gestellt. August­dorf war, so wie ich es aus Erzäh­lun­gen gehört habe, eine Dorf­ge­mein­schaft mit einer eige­nen Dyna­mik. Die Grup­pe der Zuge­zo­ge­nen war schlicht weg zu groß, als dass man sie hät­te inte­grie­ren kön­nen. Sicher­lich könn­te man hier auch den feh­len­den Inte­gra­ti­ons­wil­len Ein­zel­ner anbrin­gen. Vor die­sem Hin­ter­grund ver­ste­he ich jeden Ur- August­dor­fer der in die­ser Hin­sicht auch weh­mü­tig an ein August­dorf ver­gan­ge­ner Tage denkt. Auch wenn mein Hei­mat­ge­fühl für August­dorf nicht das glei­che ist, wie das jener Ur-August­dor­fer, ist August­dorf mei­ne Hei­mat. In August­dorf wur­de anders als man zuletzt immer wie­der hör­te, her­vor­ra­gen­de Inte­gra­ti­ons­ar­beit geleis­tet. Sicher­lich sind die Inte­gra­ti­ons­her­aus­for­de­run­gen in August­dorf in vie­ler­lei Hin­sicht beson­ders. Das macht August­dorf nicht so ein­fach mit ande­ren Kom­mu­nen ver­gleich­bar. Die Ein­woh­ner­zahl hat sich inner­halb kur­zer Zeit um mehr als 50 Pro­zent erhöht. Dass in der Fol­ge Span­nun­gen ent­stan­den sind, ist nach­voll­zieh­bar.

AN: Was bedeu­te­te das Ihrer Mei­nung nach für die Inte­gra­ti­on?

Koop: Inte­gra­ti­on wur­de daher zwangs­läu­fig für alle August­dor­fer zu einer Mam­mut­auf­ga­be. Die­se Auf­ga­be konn­te nicht von heu­te auf mor­gen bewäl­tigt wer­den, son­dern dau­ert nun schon gut 30 Jah­re an. Wie es oft ist, zei­gen Extrem­si­tua­tio­nen über­wun­den geglaub­te Her­aus­for­de­run­gen und Schwach­stel­len auf. Die­se Schwach­stel­len sind kei­nes­wegs ein Beweis geschei­ter­ter Inte­gra­ti­on, son­dern ein Ansporn, wo in Zukunft noch mehr und noch bes­ser gear­bei­tet wer­den muss.

In vie­len Berei­chen des Lebens sehen wir heu­te in August­dorf die Erfol­ge ver­gan­ge­ner Inte­gra­ti­ons­be­mü­hun­gen. Ich möch­te an die­ser Stel­le noch mal beto­nen, dass gute Inte­gra­ti­ons­ar­beit auf bei­den Sei­ten geleis­tet wur­de. In der Schul- und Klas­sen­pfleg­schaft, in wei­te Tei­le des Sport­ver­eins­le­ben, in der Wirt­schaft und der Ver­wal­tung und, wenn gleich nicht genug, aber auch in der Feu­er­wehr sind Men­schen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund. Wenn ehe­ma­li­ge CDU- Mit­glie­der immer noch von geschei­ter­ter Inte­gra­ti­on spre­chen, dann liegt dies ver­mut­lich vor allem dar­an, dass man Paro­len unbe­dacht über­nimmt, oder den ein oder ande­ren Migran­ten auf Grund sei­ner her­vor­ra­gen­den Inte­gra­ti­on nicht mal mehr als sol­ches erkennt. Sicher­lich gibt es Aus­nah­men. Aber die­se las­sen bei wei­tem kei­ne Rück­schlüs­se auf die All­ge­mein­heit zu.

AN: Haben Sie selbst Erfah­rung mit sol­chen Paro­len gemacht?

Koop: Ja, ich bin zum Bei­spiel auch mit der Aus­sa­ge einer Ur-August­dor­fe­rin kon­fron­tiert wor­den, die sag­te, die Russ­land­deut­schen könn­ten von ihr aus alle nach Dören­trup oder gleich in den Osten zie­hen. Die­se Aus­sa­ge lässt jedoch nicht die Schluss­fol­ge­rung zu, dass alle Ur-August­dor­fer ras­sis­tisch sei­en. Auch der Schritt vie­ler jun­ger Men­schen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund in die Poli­tik ist ein Signal erfolg­rei­cher Inte­gra­ti­on. Grund­sätz­lich stim­me ich zu, dass Inte­gra­ti­on in ers­ter Linie eine Hol­schuld ist. Poli­ti­ker ste­hen mei­nes Erach­tens nach in allen Bemü­hun­gen aber in der beson­de­ren Ver­ant­wor­tung, Men­schen zusam­men­zu­füh­ren und Hem­mun­gen abzu­bau­en.

AN: Las­sen Sie uns doch ein­mal auf die ein­zel­nen Kri­tik­punk­te ein­ge­hen…

Koop: Ger­ne. Den jun­gen Mit­glie­dern in der CDU wird zum Bei­spiel immer wie­der vor­ge­wor­fen, pri­mi­tiv ange­wor­be­nes Stimm­vieh von Dr. Andre­as Wulf zu sein.

AN: Und, stimmt das?

Koop: Sicher­lich haben zahl­rei­che Ein­trit­te in der CDU mit der Nomi­nie­rung des Bür­ger­meis­ter­kan­di­da­ten zu tun. Aller­dings ist hier anzu­mer­ken, dass es auf bei­den Sei­ten zahl­rei­che Ein­trit­te gab. Auf die ein­zel­nen Vor­wür­fe, die man Herrn Dr. Andre­as Wulf macht hier ein­zu­ge­hen, wür­de sicher­lich den Rah­men spren­gen. Aller­dings ist fest­zu­hal­ten, dass sich unter den Russ­land­deut­schen die meis­ten Wäh­ler aus der CDU mit Herrn Wulf am bes­ten und oft auch aus­schließ­lich mit ihm iden­ti­fi­zie­ren konn­ten, auch weil die ehe­ma­li­gen Mit­glie­der der CDU-Frak­ti­on den meis­ten Russ­land­deut­schen nicht so gut bekannt waren. Die Aus­sa­ge, dass die 60 Mit­glie­der einer Frei­kir­che ange­hö­ren ist falsch.

AN: Was haben Sie bis­her von Ihrer Sei­te unter­nom­men, um zu einer fried­li­chen Lösung bei­zu­tra­gen?

Koop: Ich habe von Anfang an das Gespräch gesucht. So schlug ich bei­spiels­wei­se unse­rem dama­li­gen Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den vor, dass ich mich unmit­tel­bar nach mei­ner Nomi­nie­rung in der nächs­ten Frak­ti­ons­sit­zung den Fra­gen und auch den Vor­wür­fen stel­le. Lei­der wur­de der Vor­schlag abge­lehnt. Statt­des­sen wur­de ich knapp drei Mona­te spä­ter zu einer offe­nen Vor­stel­lung im Bei­sein der Pres­se ein­ge­la­den. Das gan­ze hat­te mehr den Anschein einer Vor­füh­rung als die Vor­stel­lung eines Sei­tens eini­ger feder­füh­ren­der Frak­ti­ons­mit­glie­der unge­wünsch­ten Kan­di­da­ten.

AN: Wel­che Reak­tio­nen haben Sie danach erhal­ten?

Koop: Meh­re­re Frak­ti­ons­mit­glie­der ent­schul­dig­ten sich anschlie­ßend bei mir für das Auf­tre­ten der CDU-Frak­ti­on mir gegen­über.

AN: Wie haben Sie die Zeit nach der Wahl erlebt?

Koop: Auch nach der Wahl ver­such­te ich mich anfangs oft erfolg­los bei allen anfal­len­den Auf­ga­ben mit ein­zu­brin­gen. Teil­wei­se wur­den mir selbst Tätig­kei­ten ver­wehrt, für die sich sonst zunächst nie­mand fand. Ich, sowie auch wei­te­re Mit­glie­der der Frak­ti­on schlu­gen nach der Wahl mehr­fach vor, die Gescheh­nis­se rund um die Wahl im Rah­men einer Klau­sur­ta­gung gemein­sam auf­zu­ar­bei­ten und abzu­schlie­ßen. Lei­der wur­de der Vor­schlag nicht ange­nom­men. Auch mein Gesprächs­an­ge­bot, dass ich allen sowohl unter vier Augen als auch in Grup­pen anbot, wur­de nicht ange­nom­men. Ehe­ma­li­ge Frak­ti­ons­mit­glie­der die mich nament­lich in der Pres­se nann­ten und mei­ne ver­meint­li­chen Absich­ten zitier­ten, ohne mich je ein­mal per­sön­lich gespro­chen zu haben, ver­wehr­ten mir das Gespräch mit der Bit­te, dass ich die mir vor­lie­gen­den Kon­takt­da­ten bit­te löschen möge. Ver­bands­mit­glie­der, die sich ger­ne als Sach­kun­di­ge Bür­ger enga­gie­ren woll­ten, blie­ben unbe­rück­sich­tigt. Ich ent­schied mich daher dazu, mich auf die Unter­stüt­zung der Ver­bands­ar­beit zu kon­zen­trie­ren. Hier habe ich dem dama­li­gen kom­mis­sa­ri­schen Vor­sit­zen­den mit Rat und Tat zur Sei­te gestan­den und in vie­len Gesprä­chen die Bereit­schaft der ein­zel­nen Mit­glie­der Ver­ant­wor­tung im Ver­band zu über­neh­men, in Erfah­rung gebracht.

AN: Mit wel­chem Ziel?

Koop: Mein Ziel war nicht die Unter­wan­de­rung des Ver­ban­des, wie jetzt zum Teil öffent­lich pro­kla­miert wird. Viel mehr ging es mir dar­um, dass wir den Ver­band so auf­stel­len, dass sich bei der Beset­zung der Vor­stands­po­si­tio­nen auch die Wäh­ler­ver­hält­nis­se wider­spie­geln.

AN: Wie bewer­ten Sie die Wahl des Vor­stands?

Koop: Der neue Vor­stand besteht aus einer guten Mischung aus jün­ge­ren und aus erfah­re­ne­ren Mit­glie­dern, aus Urau­gust­dor­fern und sol­chen, deren Fami­li­en noch nicht so lan­ge in August­dorf sind. Der neue Vor­stand ist beruf­lich sehr breit auf­ge­stellt. Ins­be­son­de­re die Wirt­schafts­kom­pe­tenz wur­de deut­lich gestärkt. Auch die wich­ti­gen The­men­fel­der Bil­dung, Sport, Brand- und Kata­stro­phen­schutz, öffent­li­che Ver­wal­tung, inklu­si­ve Bun­des­wehr und IT wer­den von kom­pe­ten­ten Per­so­nen abge­deckt. Außer­dem ver­kör­pert der neue Vor­stand mit vie­len kin­der­rei­chen Eltern den Anspruch der CDU als Fami­li­en­par­tei. In der viel­fach dis­ku­tier­ten reli­giö­sen Hin­sicht gehö­ren die neu­en Vor­stands­mit­glie­der sowohl lan­des- als auch frei­kirch­li­chen evan­ge­li­schen Gemein­den an oder aber sind ohne Zuge­hö­rig­keit zu einer Glau­bens­ge­mein­schaft. Anders als immer wie­der behaup­tet, stellt kei­ne der genann­ten Grup­pen eine Mehr­heit im Vor­stand dar. Für die drei Vor­stands­pos­ten stan­den ins­ge­samt vier rela­tiv jun­ge und uner­fah­re­ne Par­tei­mit­glie­der zur Ver­fü­gung. Es kann hier also nicht die Rede davon sein, dass alt­ge­dien­te, erfah­re­ne Mit­glie­der abge­wählt wur­den.

AN: Wie ste­hen Sie zu dem Vor­wurf der Kli­en­tel­po­li­tik?

Koop: Die Kli­en­tel, um die es bei dem Vor­wurf gehen soll, ist mir natür­lich bekannt. Wenn es sich hier­bei inhalt­lich um die Vor­wür­fe zum The­ma Bau­land in August­dorf han­deln soll, geht es hier­bei selbst­ver­ständ­lich nicht um Kli­en­tel­po­li­tik. Die CDU steht auf Bun­des- Lan­des- und anders­wo, sie­he zum Bei­spiel die CDU Hövel­hof auch auf Kom­mu­nal­ebe­ne für mehr Bau­land und bezahl­ba­res Woh­nen. Das ist übri­gens auch ein gesetz­li­cher Auf­trag aus dem Bau­ge­setz­buch. Nur weil die CDU in August­dorf eine gro­ße Kli­en­tel mit die­sem The­ma anspricht, macht sie des­halb auch in August­dorf noch lan­ge kei­ne Kli­en­tel­po­li­tik, son­dern ledig­lich das, wofür die eige­nen Wäh­ler die CDU unter ande­rem gewählt haben.

AN: Was hat es mit dem Vor­wurf der Ent­eig­nung auf sich?

Koop: Ich per­sön­lich ken­ne nie­man­den, der Ent­eig­nun­gen befür­wor­tet und ich weiß auch von nie­man­dem, der das in August­dorf for­dert. Wie­der­holt wur­de in Leser­brie­fen in den „August­dor­fer Nach­rich­ten” der Vor­wurf erho­ben, von Sei­ten des Vor­stands sei die For­de­rung gestellt wor­den, Grund­stücks­be­sit­zer zu ent­eig­nen, um die­se als Bau­land nutz­bar zu machen. Dies wur­de auch durch ehe­ma­li­ge Mit­glie­der der Frak­ti­on als Aus­lö­ser für das Ver­las­sen der Frak­ti­on her­an­ge­zo­gen. Aller­dings ist die Behaup­tung bezie­hungs­wei­se Anschul­di­gung falsch und ent­behrt jeder Grund­la­ge. Ich hät­te nicht erwar­tet, dass erfah­re­ne Poli­ti­ker so leicht einer Falsch­in­for­ma­ti­on erlie­gen und sich nicht die Mühe machen, der Sache auf den Grund zu gehen. Ein kur­zer Aus­tausch hät­te die­ses The­ma aus­ge­räumt.

AN: Sehen Sie in August­dorf eine zuneh­men­de Bedro­hung für Kom­mu­nal­po­li­ti­ker?

Koop: Gewalt­be­rei­te Men­schen gibt es lei­der über­all und so wie auch anders­wo wer­den sta­tis­ti­sche Ten­den­zen wohl auch auf August­dorf zu über­tra­gen sein. Ich per­sön­lich habe den größ­ten Druck und viel­leicht auch manch­mal eine laten­te Form psy­chi­scher Gewalt aller­dings nicht aus der Bevöl­ke­rung, son­dern aus den Rei­hen mei­ner ehe­ma­li­gen Mit­strei­ter erlebt. Für Frak­ti­ons­in­ter­ne Abstim­mun­gen die per Akkla­ma­ti­on durch­ge­führt wur­den, wur­de ich für mei­ne zuvor stets von mir aus­führ­lich begrün­de­te Posi­ti­on zum Teil mit schwe­ren und unzu­tref­fen­den Vor­wür­fen und auch Anschul­di­gun­gen kon­fron­tiert.

AN: Wel­che waren das zum Bei­spiel?

Koop: Im ers­ten per­sön­li­chen Gespräch wur­de ich vom dama­li­gen Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den mit einem Split­ter im Fin­ger ver­gli­chen. Die­ser Split­ter, so sag­te man mir, sei wie ein Fremd­kör­per, den man irgend­wie als stö­rend emp­fin­det und wie­der los­wer­den möch­te. Ich muss aller­dings fest­hal­ten, dass ich zu kei­nem Zeit­punkt eine Bedro­hung phy­si­scher Gewalt wahr­ge­nom­men hät­te. Viel­mehr sehe ich das Pro­blem, dass mit dem Vor­wurf der angeb­li­chen Bedro­hung (Zitat: „Lutz Mül­ler kön­ne sich nun warm anzie­hen“) des ehe­ma­li­gen Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den das tat­säch­li­che Pro­blem, der Bedro­hung von Poli­ti­kern in Deutsch­land, ver­harm­lost wird.

AN: Wie ste­hen Sie zur Tren­nung von Kir­che und Staat?

Koop: Ich habe in den ers­ten Gesprä­chen mit Mit­glie­dern der CDU dar­auf hin­ge­wie­sen, dass die Bibel mei­nem Ver­ständ­nis nach selbst für die Tren­nung von Kir­che und Staat steht. Die Geschich­te hat immer wie­der gezeigt, dass die meis­ten Kon­flik­te daher rühr­ten, dass die­se Tren­nung nicht kon­se­quent gelebt wur­de. War­um die­ser Vor­wurf unter­schwel­lig immer wie­der for­mu­liert wird, kann ich Ihnen nicht genau sagen. Jeden­falls ste­he auch ich für die Tren­nung von Staat und Reli­gi­on.

AN: Wie bewer­ten Sie die neue Situa­ti­on im Rat?

Koop: Sicher­lich müs­sen wir uns mit der nun klei­nen Frak­ti­on im Rat zunächst sor­tie­ren. Ich per­sön­lich kann nur immer wie­der beto­nen, dass ich mich den ver­meint­li­chen Kon­flikt­the­men ger­ne Stel­le. Mein Gesprächs­an­ge­bot gilt nach wie vor; auch den ehe­ma­li­gen CDU Mit­glie­dern. Beson­ders bedau­er­lich für die CDU ist natür­lich die Tat­sa­che, dass vie­le Rats­man­da­te über das „Ticket“ der CDU gebucht wur­den und jetzt mit­ge­nom­men wer­den. Das ist das gute Recht jedes Man­dats­trä­ger. Wie das mora­lisch zu bewer­ten ist, über­las­se ich jedem selbst.

AN: Herr Koop, herz­li­chen Dank für das Gespräch.

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Die AUGUSTDORFER NACHRCIHTEN hatten über den Austritt von zehn Ratsmitgliedern aus der CDU-Fraktion berichtet. Nun reagiert der Gemeindeverband. Dieser Schritt sei für diesen überraschend gekommen, „da in den letzten Wochen Signale aus der Fraktion wahrnehmbar waren, den Gemeindeverband in politische Entscheidung einbinden zu wollen. Dies ist in Form von Bitten um Stellungnahmen des Gemeindeverbandes zu bestimmten Themen geschehen. Da es leider zeitlich und organisatorisch nicht möglich war, in der Kurzfristigkeit den gesamten Gemeindeverband mit in die Stellungnahme einzubeziehen, entschied man sich im Kreis des Vorstandes, die Stellungnahmen abzugeben", heißt des von Seiten des Verbandes. Man sei bereit gewesen, in der Sache zusammenzuarbeiten. "Leider muss in der Rückwärtsbetrachtung konstatiert werden, dass es sich bei den vermeintlichen Annährungen um Nebelkerzen handelte. Der Austritt der einstigen Mitglieder lässt uns zum Schluss kommen, dass es sich nicht um den Versuch der ehrlichen Sacharbeit mit dem Gemeindeverband handelte", schlussfolgert der Vorstand des Gemeindeverbandes und unterstreicht: „Insbesondere enttäuscht es uns, dass in diesem Zusammenhang unvollständige und auch falsche Aussagen getätigt wurden." Die AUGUSTDORFER NACHRICHTEN haben mit dem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden des Gemeindeverbandes, Stefan Koop gesprochen: AN: Herr Koop, was ist in der CDU los? Stefan Koop: Diese Frage wurde mir in den vergangenen Tagen des Öfteren gestellt. Um die Unstimmigkeiten nicht in der Öffentlichkeit auszutragen und diese gar zu befeuern, hat sich der Vorstand lange zurückgehalten. Ich möchte einige Sachverhalte aus anderer Perspektive beleuchten. Bevor ich auf diese Punkte im Einzelnen eingehe, möchte ich allerdings erst einen kurzen Rückblick machen. AN: Welcher ist das? Koop: Ich persönlich bin ein Augustdorfer, der in seinem Leben schon immer in Augustdorf gewohnt und gelebt hat. Ich habe mir Augustdorf nicht als Heimat ausgesucht. Genauso wie ich mir Augustdorf nicht als Heimat ausgesucht habe, haben sich die Augustdorfer damals nicht dafür entschieden, dass so viele Menschen mit Migrationshintergrund nach Augustdorf kommen sollten. Man wurde gewissermaßen vor vollendeter Tatsache gestellt. Augustdorf war, so wie ich es aus Erzählungen gehört habe, eine Dorfgemeinschaft mit einer eigenen Dynamik. Die Gruppe der Zugezogenen war schlicht weg zu groß, als dass man sie hätte integrieren können. Sicherlich könnte man hier auch den fehlenden Integrationswillen Einzelner anbringen. Vor diesem Hintergrund verstehe ich jeden Ur- Augustdorfer der in dieser Hinsicht auch wehmütig an ein Augustdorf vergangener Tage denkt. Auch wenn mein Heimatgefühl für Augustdorf nicht das gleiche ist, wie das jener Ur-Augustdorfer, ist Augustdorf meine Heimat. In Augustdorf wurde anders als man zuletzt immer wieder hörte, hervorragende Integrationsarbeit geleistet. Sicherlich sind die Integrationsherausforderungen in Augustdorf in vielerlei Hinsicht besonders. Das macht Augustdorf nicht so einfach mit anderen Kommunen vergleichbar. Die Einwohnerzahl hat sich innerhalb kurzer Zeit um mehr als 50 Prozent erhöht. Dass in der Folge Spannungen entstanden sind, ist nachvollziehbar. AN: Was bedeutete das Ihrer Meinung nach für die Integration? Koop: Integration wurde daher zwangsläufig für alle Augustdorfer zu einer Mammutaufgabe. Diese Aufgabe konnte nicht von heute auf morgen bewältigt werden, sondern dauert nun schon gut 30 Jahre an. Wie es oft ist, zeigen Extremsituationen überwunden geglaubte Herausforderungen und Schwachstellen auf. Diese Schwachstellen sind keineswegs ein Beweis gescheiterter Integration, sondern ein Ansporn, wo in Zukunft noch mehr und noch besser gearbeitet werden muss. In vielen Bereichen des Lebens sehen wir heute in Augustdorf die Erfolge vergangener Integrationsbemühungen. Ich möchte an dieser Stelle noch mal betonen, dass gute Integrationsarbeit auf beiden Seiten geleistet wurde. In der Schul- und Klassenpflegschaft, in weite Teile des Sportvereinsleben, in der Wirtschaft und der Verwaltung und, wenn gleich nicht genug, aber auch in der Feuerwehr sind Menschen mit Migrationshintergrund. Wenn ehemalige CDU- Mitglieder immer noch von gescheiterter Integration sprechen, dann liegt dies vermutlich vor allem daran, dass man Parolen unbedacht übernimmt, oder den ein oder anderen Migranten auf Grund seiner hervorragenden Integration nicht mal mehr als solches erkennt. Sicherlich gibt es Ausnahmen. Aber diese lassen bei weitem keine Rückschlüsse auf die Allgemeinheit zu. AN: Haben Sie selbst Erfahrung mit solchen Parolen gemacht? Koop: Ja, ich bin zum Beispiel auch mit der Aussage einer Ur-Augustdorferin konfrontiert worden, die sagte, die Russlanddeutschen könnten von ihr aus alle nach Dörentrup oder gleich in den Osten ziehen. Diese Aussage lässt jedoch nicht die Schlussfolgerung zu, dass alle Ur-Augustdorfer rassistisch seien. Auch der Schritt vieler junger Menschen mit Migrationshintergrund in die Politik ist ein Signal erfolgreicher Integration. Grundsätzlich stimme ich zu, dass Integration in erster Linie eine Holschuld ist. Politiker stehen meines Erachtens nach in allen Bemühungen aber in der besonderen Verantwortung, Menschen zusammenzuführen und Hemmungen abzubauen. AN: Lassen Sie uns doch einmal auf die einzelnen Kritikpunkte eingehen... Koop: Gerne. Den jungen Mitgliedern in der CDU wird zum Beispiel immer wieder vorgeworfen, primitiv angeworbenes Stimmvieh von Dr. Andreas Wulf zu sein. AN: Und, stimmt das? Koop: Sicherlich haben zahlreiche Eintritte in der CDU mit der Nominierung des Bürgermeisterkandidaten zu tun. Allerdings ist hier anzumerken, dass es auf beiden Seiten zahlreiche Eintritte gab. Auf die einzelnen Vorwürfe, die man Herrn Dr. Andreas Wulf macht hier einzugehen, würde sicherlich den Rahmen sprengen. Allerdings ist festzuhalten, dass sich unter den Russlanddeutschen die meisten Wähler aus der CDU mit Herrn Wulf am besten und oft auch ausschließlich mit ihm identifizieren konnten, auch weil die ehemaligen Mitglieder der CDU-Fraktion den meisten Russlanddeutschen nicht so gut bekannt waren. Die Aussage, dass die 60 Mitglieder einer Freikirche angehören ist falsch. AN: Was haben Sie bisher von Ihrer Seite unternommen, um zu einer friedlichen Lösung beizutragen? Koop: Ich habe von Anfang an das Gespräch gesucht. So schlug ich beispielsweise unserem damaligen Fraktionsvorsitzenden vor, dass ich mich unmittelbar nach meiner Nominierung in der nächsten Fraktionssitzung den Fragen und auch den Vorwürfen stelle. Leider wurde der Vorschlag abgelehnt. Stattdessen wurde ich knapp drei Monate später zu einer offenen Vorstellung im Beisein der Presse eingeladen. Das ganze hatte mehr den Anschein einer Vorführung als die Vorstellung eines Seitens einiger federführender Fraktionsmitglieder ungewünschten Kandidaten. AN: Welche Reaktionen haben Sie danach erhalten? Koop: Mehrere Fraktionsmitglieder entschuldigten sich anschließend bei mir für das Auftreten der CDU-Fraktion mir gegenüber. AN: Wie haben Sie die Zeit nach der Wahl erlebt? Koop: Auch nach der Wahl versuchte ich mich anfangs oft erfolglos bei allen anfallenden Aufgaben mit einzubringen. Teilweise wurden mir selbst Tätigkeiten verwehrt, für die sich sonst zunächst niemand fand. Ich, sowie auch weitere Mitglieder der Fraktion schlugen nach der Wahl mehrfach vor, die Geschehnisse rund um die Wahl im Rahmen einer Klausurtagung gemeinsam aufzuarbeiten und abzuschließen. Leider wurde der Vorschlag nicht angenommen. Auch mein Gesprächsangebot, dass ich allen sowohl unter vier Augen als auch in Gruppen anbot, wurde nicht angenommen. Ehemalige Fraktionsmitglieder die mich namentlich in der Presse nannten und meine vermeintlichen Absichten zitierten, ohne mich je einmal persönlich gesprochen zu haben, verwehrten mir das Gespräch mit der Bitte, dass ich die mir vorliegenden Kontaktdaten bitte löschen möge. Verbandsmitglieder, die sich gerne als Sachkundige Bürger engagieren wollten, blieben unberücksichtigt. Ich entschied mich daher dazu, mich auf die Unterstützung der Verbandsarbeit zu konzentrieren. Hier habe ich dem damaligen kommissarischen Vorsitzenden mit Rat und Tat zur Seite gestanden und in vielen Gesprächen die Bereitschaft der einzelnen Mitglieder Verantwortung im Verband zu übernehmen, in Erfahrung gebracht. AN: Mit welchem Ziel? Koop: Mein Ziel war nicht die Unterwanderung des Verbandes, wie jetzt zum Teil öffentlich proklamiert wird. Viel mehr ging es mir darum, dass wir den Verband so aufstellen, dass sich bei der Besetzung der Vorstandspositionen auch die Wählerverhältnisse widerspiegeln. AN: Wie bewerten Sie die Wahl des Vorstands? Koop: Der neue Vorstand besteht aus einer guten Mischung aus jüngeren und aus erfahreneren Mitgliedern, aus Uraugustdorfern und solchen, deren Familien noch nicht so lange in Augustdorf sind. Der neue Vorstand ist beruflich sehr breit aufgestellt. Insbesondere die Wirtschaftskompetenz wurde deutlich gestärkt. Auch die wichtigen Themenfelder Bildung, Sport, Brand- und Katastrophenschutz, öffentliche Verwaltung, inklusive Bundeswehr und IT werden von kompetenten Personen abgedeckt. Außerdem verkörpert der neue Vorstand mit vielen kinderreichen Eltern den Anspruch der CDU als Familienpartei. In der vielfach diskutierten religiösen Hinsicht gehören die neuen Vorstandsmitglieder sowohl landes- als auch freikirchlichen evangelischen Gemeinden an oder aber sind ohne Zugehörigkeit zu einer Glaubensgemeinschaft. Anders als immer wieder behauptet, stellt keine der genannten Gruppen eine Mehrheit im Vorstand dar. Für die drei Vorstandsposten standen insgesamt vier relativ junge und unerfahrene Parteimitglieder zur Verfügung. Es kann hier also nicht die Rede davon sein, dass altgediente, erfahrene Mitglieder abgewählt wurden. AN: Wie stehen Sie zu dem Vorwurf der Klientelpolitik? Koop: Die Klientel, um die es bei dem Vorwurf gehen soll, ist mir natürlich bekannt. Wenn es sich hierbei inhaltlich um die Vorwürfe zum Thema Bauland in Augustdorf handeln soll, geht es hierbei selbstverständlich nicht um Klientelpolitik. Die CDU steht auf Bundes- Landes- und anderswo, siehe zum Beispiel die CDU Hövelhof auch auf Kommunalebene für mehr Bauland und bezahlbares Wohnen. Das ist übrigens auch ein gesetzlicher Auftrag aus dem Baugesetzbuch. Nur weil die CDU in Augustdorf eine große Klientel mit diesem Thema anspricht, macht sie deshalb auch in Augustdorf noch lange keine Klientelpolitik, sondern lediglich das, wofür die eigenen Wähler die CDU unter anderem gewählt haben. AN: Was hat es mit dem Vorwurf der Enteignung auf sich? Koop: Ich persönlich kenne niemanden, der Enteignungen befürwortet und ich weiß auch von niemandem, der das in Augustdorf fordert. Wiederholt wurde in Leserbriefen in den "Augustdorfer Nachrichten" der Vorwurf erhoben, von Seiten des Vorstands sei die Forderung gestellt worden, Grundstücksbesitzer zu enteignen, um diese als Bauland nutzbar zu machen. Dies wurde auch durch ehemalige Mitglieder der Fraktion als Auslöser für das Verlassen der Fraktion herangezogen. Allerdings ist die Behauptung beziehungsweise Anschuldigung falsch und entbehrt jeder Grundlage. Ich hätte nicht erwartet, dass erfahrene Politiker so leicht einer Falschinformation erliegen und sich nicht die Mühe machen, der Sache auf den Grund zu gehen. Ein kurzer Austausch hätte dieses Thema ausgeräumt. AN: Sehen Sie in Augustdorf eine zunehmende Bedrohung für Kommunalpolitiker? Koop: Gewaltbereite Menschen gibt es leider überall und so wie auch anderswo werden statistische Tendenzen wohl auch auf Augustdorf zu übertragen sein. Ich persönlich habe den größten Druck und vielleicht auch manchmal eine latente Form psychischer Gewalt allerdings nicht aus der Bevölkerung, sondern aus den Reihen meiner ehemaligen Mitstreiter erlebt. Für Fraktionsinterne Abstimmungen die per Akklamation durchgeführt wurden, wurde ich für meine zuvor stets von mir ausführlich begründete Position zum Teil mit schweren und unzutreffenden Vorwürfen und auch Anschuldigungen konfrontiert. AN: Welche waren das zum Beispiel? Koop: Im ersten persönlichen Gespräch wurde ich vom damaligen Fraktionsvorsitzenden mit einem Splitter im Finger verglichen. Dieser Splitter, so sagte man mir, sei wie ein Fremdkörper, den man irgendwie als störend empfindet und wieder loswerden möchte. Ich muss allerdings festhalten, dass ich zu keinem Zeitpunkt eine Bedrohung physischer Gewalt wahrgenommen hätte. Vielmehr sehe ich das Problem, dass mit dem Vorwurf der angeblichen Bedrohung (Zitat: „Lutz Müller könne sich nun warm anziehen“) des ehemaligen Fraktionsvorsitzenden das tatsächliche Problem, der Bedrohung von Politikern in Deutschland, verharmlost wird. AN: Wie stehen Sie zur Trennung von Kirche und Staat? Koop: Ich habe in den ersten Gesprächen mit Mitgliedern der CDU darauf hingewiesen, dass die Bibel meinem Verständnis nach selbst für die Trennung von Kirche und Staat steht. Die Geschichte hat immer wieder gezeigt, dass die meisten Konflikte daher rührten, dass diese Trennung nicht konsequent gelebt wurde. Warum dieser Vorwurf unterschwellig immer wieder formuliert wird, kann ich Ihnen nicht genau sagen. Jedenfalls stehe auch ich für die Trennung von Staat und Religion. AN: Wie bewerten Sie die neue Situation im Rat? Koop: Sicherlich müssen wir uns mit der nun kleinen Fraktion im Rat zunächst sortieren. Ich persönlich kann nur immer wieder betonen, dass ich mich den vermeintlichen Konfliktthemen gerne Stelle. Mein Gesprächsangebot gilt nach wie vor; auch den ehemaligen CDU Mitgliedern. Besonders bedauerlich für die CDU ist natürlich die Tatsache, dass viele Ratsmandate über das „Ticket“ der CDU gebucht wurden und jetzt mitgenommen werden. Das ist das gute Recht jedes Mandatsträger. Wie das moralisch zu bewerten ist, überlasse ich jedem selbst. AN: Herr Koop, herzlichen Dank für das Gespräch.

Leserbriefe zu “Interview mit Stefan Koop — CDU-Gemeindeverband nimmt Stellung zu Vorwürfen

Leserbriefe geben die Ansicht der Einsender wieder, die mit der Meinung der Redaktion nicht übereinstimmen muss.


  1. Lie­ber Joa­chim Barz !!! Genau das, was Sie geschrie­ben haben bzgl unter­stell­ter „Hetz­te” hab ich ges­tern schon so emp­fun­den. Nir­gend­wo , an kei­ner Stel­le hat der Joa­chim Barz gehetzt!!! Die bei­den Damen haben das Wort will­kür­lich hin­ein­ge­bracht , dann ist es näm­lich leich­ter sich zu ent­rüs­ten , nicht wahr ??
    Genau­so wenig hetzt der Micha­el Mül­ler, wenn er sich schüt­zend vor die DEMOKRATIE stellt.
    Tat­sa­che ist, dass sich bra­ve Bap­tis­ten, und ich wie­der­ho­le das ger­ne, bra­ve Bap­tis­ten, von einem ego­ma­nen poli­ti­schen Rat­ten­fän­ger haben ein­fan­gen las­sen, der sie als Stimm­vieh miss­braucht hat !! Zum „Dank” dafür sind ihre Inter­es­sen , denen der ande­ren dann vor­ge­zo­gen worden.…der Ver­lust des Frei­ba­des und die dis­kus­si­ons­lo­se Ableh­nung der Sekun­dar­schu­le für August­dorf sind Dana­er­ge­schen­ke, deren Aus­wir­kung uns immer wie­der tref­fen wer­den.
    Ich habe heu­te in einem außer­or­dent­lich inten­si­ven Gespräch mit Herrn Andre­as Frie­sen sei­ne Sicht der irr­tums­frei­en Bibel mit mei­ner Sicht von Frei­heit, Gleich­heit in der Demo­kra­tie abge­gli­chen, und es wer­den wei­te­re Gesprä­che zum gegen­sei­ti­gen Ver­ständ­nis fol­gen. Von irgend­ei­ner „Het­ze”, die von außen her­ein­ge­tra­gen wird, las­sen wir und nicht beir­ren !!

    1. Ich habe noch ein­mal eini­ge Leser­brie­fe auf­merk­sam durch­ge­le­sen.
      Dabei ist mir die Ver­wen­dung der Spra­che, der benutz­ten Sprach­bil­der und der Stim­mun­gen, die sie erzeu­gen, auf­ge­fal­len.
      Sie haben mich nach­denk­lich gestimmt, erin­nern sie mich doch in ihrer Wort­wahl zu oft an Nar­ra­ti­ve, die von eini­gen in unse­rer Gesell­schaft in Umlauf gebracht wer­den.
      Feind­bild­kon­struk­tio­nen und her­ab­las­sen­de Äuße­run­gen sind, beab­sich­tigt oder unbe­ab­sich­tigt, immer destruk­tiv.
      Bit­te las­sen Sie uns gut auf unse­re Spra­che und unse­re Gedan­ken acht­ge­ben und wach­sam sein, … und las­sen Sie uns nie den Respekt vor der Wür­de des Ande­ren ver­lie­ren …
      Und: Mögen wir unse­ren Kin­der und Kin­des­kin­dern stets gute Vor­bil­der sein.

      Das wün­sche ich mir, … uns allen …
      Ihr Diet­her Wege­ner

  2. Sehr geehr­ter Herr Bartz,
    Als August­dor­fer Bür­ge­rin­nen, die die Ent­wick­lung des Dor­fes schon etwas län­ger beob­ach­ten durf­ten, sehen wir uns qua­si genö­tigt, auf Ihren Leser­brief zu ant­wor­ten.
    Zusam­men­fas­send ent­neh­men wir Ihrem Schrei­ben, dass die von Ihnen ange­führ­ten „Miss­stän­de” des Dor­fes von Infra­struk­tur bis Poli­tik sämt­lich auf eine Bevöl­ke­rungs­grup­pe und Glau­bens­ge­mein­schaft zurück­zu­füh­ren sind. Dies kann so nicht ste­hen blei­ben!

    Wir fol­gen in unse­ren Aus­füh­run­gen Ihrem Schrei­ben:
    Infra­struk­tur:
    Auch wir genos­sen und genie­ßen wei­ter­hin die für eine länd­li­che Gemein­de über­ra­schend gute Infra­struk­tur August­dorfs. Die­se Infra­struk­tur konn­te ent­ste­hen und wird auf­recht erhal­ten von den vie­len kin­der­rei­chen August­dor­fer Fami­li­en, die ihre Ein­käu­fe im Dorf erle­di­gen. Die welt­wei­te Zunah­me des Ver­sand­han­dels, die bun­des­wei­te Plei­te der Schle­cker Dro­ge­rie­ket­te, das Feh­len von Nach­fol­gern pri­va­ter Geschäf­te etc. ist etwas, das über­all zu beob­ach­ten und nicht spe­zi­fisch nur August­dorf trifft. Es ist absurd, die Schuld die­ser Ent­wick­lung einer Bevöl­ke­rungs­grup­pe in August­dorf anzu­las­ten.
    Schu­len:
    Sie prä­fe­rie­ren für August­dorf eine Sekun­dar­schu­le und nen­nen als Haupt­ar­gu­ment die Mög­lich­keit der nach­mit­täg­li­chen Betreu­ung (hier 3 mal wöchent­lich bis 15 Uhr). Ist Ihnen bekannt, dass die Real­schu­le August­dorf von Mon­tag bis Don­ners­tag eine Betreu­ung der Kin­der bis 14.30 Uhr anbie­tet? Die Kin­der kön­nen für ein­zel­ne oder alle Tage dort ange­mel­det wer­den, ein war­mes Mit­tag­essen ein­neh­men, von Leh­rern betreut die Haus­auf­ga­ben erle­di­gen oder in AGs ihren Inter­es­sen nach­ge­hen. Den Fami­li­en wird so ein Höchst­maß an Fle­xi­bi­li­tät in der Betreu­ung gebo­ten und den Kin­dern ihr not­wen­di­ger Frei­raum zur Nach­mit­tags­ge­stal­tung gelas­sen.
    Wei­ter­hin soll­ten Sie sich die Über­gangs­zah­len Grund­schu­le — wei­ter­füh­ren­de Schu­le in August­dorf anse­hen. Der Groß­teil der Schü­ler wird im Ort beschult. Zudem hat der Schul­ent­wick­lungs­plan von Herrn Dr. Gar­be die Errich­tung einer Sekun­dar­schu­le für August­dorf aus­ge­schlos­sen.
    Frei­bad:
    Sie sug­ge­rie­ren in Ihrem Schrei­ben, dass ein intak­tes und flo­rie­ren­des Frei­bad durch den Boy­kott August­dor­fer Bap­tis­ten zur Auf­ga­be gezwun­gen wur­de. Wir erin­nern uns an mas­si­ve Sanie­rungs­pro­ble­me und ‑kos­ten, an Auf­la­gen zum Lärm­schutz, die kaum erfüll­bar waren, an das Feh­len von Frei­wil­li­gen zur Betreu­ung von Ein­lass und Kas­se, an dadurch unre­gel­mä­ßi­ge Öff­nungs­zei­ten und letzt­lich an eine Bür­ger­initia­ti­ve und einen Bür­ger­ent­scheid, der von ganz ande­rer Sei­te initi­iert war.
    Poli­tik:
    Wir ent­neh­men Ihrem Schrei­ben, dass die bap­tis­ti­schen Frei­kirch­ler durch ihre schie­re Men­ge latent die Geschi­cke der August­dor­fer Poli­tik lei­ten und in den letz­ten Jah­ren poli­ti­sche Ent­schei­dun­gen nur zu ihren Guns­ten getrof­fen wer­den.
    Auf loka­ler Ebe­ne steht jedem Bür­ger ab 16 Jah­ren das Recht zu, durch Wahl von Per­so­nen und Par­tei­en die Zusam­men­set­zung des Gemein­de­ra­tes und damit die poli­ti­sche Rich­tung der Gemein­de zu bestim­men. Mehr Macht hat nie­mand.
    Bis vor kur­zem fand man kaum Anhän­ger der Frei­kir­chen in den Par­tei­en und im Rat. Die Poli­tik wur­de also von ande­ren Per­so­nen gestal­tet. Auch jetzt hat nur ein Rats­herr einen frei­kirch­li­chen Hin­ter­grund.
    Wir möch­ten Sie mit die­sem Schrei­ben bit­ten, Ihre Het­ze gegen eine Bevöl­ke­rungs­grup­pe ein­zu­stel­len, Sie het­zen gegen unse­re Nach­barn und Freun­de .
    Mit freund­li­chen Grü­ßen
    Ste­fa­nie Her­me­ning
    Annet­te Wege­ner

    1. Guten Tag Frau Her­me­ni g,
      guten Tag Frau Wege­ner,
      ich fin­de mich in Ihrem Kom­men­tar nicht wie­der. Es scheint, dass Sie viel in mei­nen Leser­brief hin­ein­in­ter­pre­tie­ren. Ich kann das auf­klä­ren:
      1. Ich hetz­te nicht, das liegt mir voll­kom­men fern! Bit­te kom­men Sie nicht mit der Ras­sis­ten­keu­le. Ich habe Fak­ten und Umstän­de beschrie­ben, bis auf das Frei­bad prä­fe­rie­re ich nichts.
      Auch suche ich bei nie­man­dem die „Schuld”! Die­se Begriff­lich­kei­ten ver­wen­de ich nur bei Ein­zel­per­so­nen und das doch eher zurück­hal­tend! Ich möch­te nur zwei Din­ge auf­grei­fen:
      1. Wei­ter­füh­ren­de Schu­len: Ich prä­fe­rie­re gar nichts. Ich habe ledig­lich dar­ge­stellt, dass eine bestimm­te Bevöl­ke­rungs­grup­pe sei­ner­seits mit Erpres­sung (waren Sie nicht bei der Ver­an­stal­tung als Real­schul­leh­re­rin?) jeg­li­che Dis­kus­si­on um Vor- und Nach­tei­le einer Sekun­dar­schu­le im Keim erstickt hat. Das führ­te dazu, dass heu­te sehr vie­le Schü­ler NICHT in August­dorf unter­rich­tet wer­den, obwohl es tat­säch­lich die Mög­lich­keit gege­ben hät­te. Nicht ich habe eine Ganz­tags­be­treu­ung oder — unter­richt vor­ge­schla­gen, son­dern ande­re haben das kate­go­risch abge­lehnt. Das ist ein gewal­ti­ger Unter­schied.
      Eine Aus­sa­ge muss ich kor­ri­gie­ren: Das Ergeb­nis der Unter­su­chung durch Gar­be sah genau vor, eine Sekun­dar­schu­le zu errich­ten. Genau des­we­gen fand ja dann eine Ein­woh­ner­ver­samm­lung statt, in der sehr frag­wür­di­ge Aus­sa­gen getrof­fen wur­den.
      Es ist doch schön, dass die Real­schu­le in August­dorf so gut auf­ge­stellt ist (wenn sie es denn ist). Dar­um geht es aber gar nicht! Es geht um die vie­len Hun­dert ande­re Schü­ler, die in Nach­bar­or­te fah­ren müs­sen, obwohl sie hier unter­rich­tet wer­den könn­ten! Die­se jun­ge Men­schen fin­den lei­der bei vie­len wenig bis kei­ne Stim­me! Und am Ver­eins­le­ben neh­men sie viel­fach nicht teil. Hier unter­rich­te­te Kin­der kön­nen direkt an hie­si­ge Ver­ei­ne ange­bun­den wer­den. Man erreicht sie halt! Und dies noch: Wir haben mitt­ler­wei­le sie­ben (7!) Kin­der­gär­ten in August­dorf. Ich behaup­te jetzt direkt: Die Bei­be­hal­tung der Real­schu­le ist kurz­sich­tig gewe­sen. Eine Real­schu­le ist als Schul­form gar nicht vor­ge­se­hen, um den För­der­be­darf vie­ler Kin­der erfül­len zu kön­nen. Infol­ge­des­sen müs­sen nur noch mehr Kin­der aus­wär­tig unter­rich­tet wer­den. Das kann nicht im gesam­ten Inter­es­se des Dor­fes lie­gen.
      2. Frei­bad: Wie­der unter­stel­len Sie etwas was ich nie geschrie­ben habe. Ich kla­ge hier nur Fol­gen­des an: Nor­ma­ler­wei­se ermit­telt man zunächst einen Bedarf. Besteht ein Bedarf für ein Frei­bad in August­dorf? Da sage ich Ja! Sie nicht? Erst danach über­le­ge ich wie es gehen kann. Die­se Dis­kus­si­on hat hier nie statt­ge­fun­den. Geld??? Sie ent­schul­di­gen wenn mir dazu ein Lächeln ent­weicht. Zäu­ne um Schu­len, ach.….wieviel Bei­spie­le soll ich Ihnen schrei­ben? Wis­sen Sie, dass wir jähr­lich Straf­ge­büh­ren zah­len, weil das Asy­lan­ten­heim nicht gebaut wird? Geld? Eine gute Dorf­ge­mein­schaft stemmt so etwas. Bel­le kann’s! Bel­le?! Ein klei­nes Dorf nicht weit von hier. Das was ich ankla­ge ist, dass wir kei­ne Dorf­ge­mein­schaft haben! Hier wird alles kaputt gere­det.
      Zum Abschluss darf ich noch erwäh­nen, dass mir Super­la­ti­ve völ­lig fremd sind! Ent­schei­dun­gen „nur” zu deren Guns­ten? Das habe ich nicht geschrie­ben. Aber sehr vie­le Ent­schei­dun­gen sind unter star­ker Berück­sich­ti­gung der Inter­es­sen der Spät­aus­sied­ler erfolgt.
      Besu­chen Sie mal an Kar­ne­val einen Kin­der­gar­ten! Man hat aus Kar­ne­val ein Ver­klei­dungs­fest gemacht. Den­noch feh­len an die­sem Tag vie­le Kin­der. Nur ein klei­nes Bei­spiel.….
      Übri­gens mache ich nicht die Spät­aus­sied­ler ver­ant­wort­lich! Wenn Sie es rich­tig lesen, dann geht es um poli­ti­sche Ent­schei­dun­gen. Und Sie wer­den doch jetzt nicht ernst­haft behaup­ten wol­len, dass man die Belan­ge der­je­ni­gen, die noch nicht so lan­ge hier leben, nicht berück­sich­tigt hät­te?! Was in August­dorf fehlt, ist eine freie Dis­kus­si­on. Bevor so weit­rei­chen­de Ent­schei­dun­gen wie über wei­ter­füh­ren­de Schu­len oder ein Frei­bad getrof­fen wer­den, soll­ten ALLE Belan­ge berück­sich­tigt wer­den und Argu­men­te fair ein­flie­ßen dür­fen. Danach wägt man ab und ent­schei­det. So etwas fin­det offen­kun­dig in August­dorf nicht statt!
      Wenn Sie mei­ne Äuße­run­gen als Hetz­te anse­hen, dann irren Sie gewal­tig! Es ist das Gegen­teil! Ich ver­such­te Licht ins Dun­kel zu bekom­men! Hetz­ten bedeu­tet mit Unwahr­hei­ten und Lügen bestimm­te Grup­pen von Men­schen zu dif­fa­mie­ren. Ich kann bei mir weder Lügen noch ander­wei­tig ver­dreh­te Sach­ver­hal­te fin­den. Soll­te ich jedoch ein Fakt falsch auf­ge­führt haben, dann kor­ri­gie­re ich das ger­ne.
      Darf ich Sie bei­de fra­gen, ob Sie die Ent­wick­lung des Dor­fes gut fin­den? Was wür­den Sie denn als Ersatz für das Frei­bad vor­schla­gen? Oder ist alles in bes­ter Ord­nung?
      Mit freund­li­chen Grü­ßen
      JB

  3. „Alii bel­la gerant.…” (lass ande­re ruhig Krieg füh­ren.…) beginnt ein Sprich­wort der Habs­bur­ger­zeit .……Ja Diet­her Wege­ner, sol­len ande­re doch mutig und uner­schüt­ter­lich für das Bes­te , was die Geschich­te je her­vor­ge­bracht hat, die DEMOKRATIE, ein­tre­ten und jede Gefähr­dung oder Unter­wan­de­rung durch Betrug und Kli­en­tel­un­we­sen uner­müd­lich bekämp­fen !!! Sol­len doch ande­re für Ver­nunft und Trans­pa­renz und Offen­heit und uner­läss­li­che Bil­dung ein­tre­ten, man lehnt sich zurück und pre­digt „Ver­tragt Euch !!”
    Ich leh­ne mich nicht zurück , ich weh­re mich und kämp­fe !! Und das nicht aus Alters­starr­sinn oder sonst irgend­wel­cher männ­li­cher Dar­stel­lungs­sucht. Ich habe 16 Jah­re einen Ungeist bekämpft, Gott­sei­dank mit ein wenig Erfolg. Und ich wer­de das wei­ter tun, bis ich sicher bin, dass Demo­kra­tie kein Scha­den mehr droht. Und dann leh­ne ich mich zurück , und es war gut getan.…

  4. Irgend­wann muss doch mal Schluss sein mit die­sem stän­di­gen Gehet­ze, dem Her­um­ge­h­eu­le und dem Her­um­gif­ten, den gegen­sei­ti­gen Ver­let­zun­gen und Ver­leum­dun­gen und jener Destruk­ti­vi­tät, die alles zu zer­stö­ren droht !!

    Ist es ver­letz­te männ­li­che Eitel­keit, Alters­tarr­sinn, Ver­bit­te­rung, die eini­ge männ­li­che Leser­brief­schrei­ber immer wie­der zu neu­en Hass­ti­ra­den und Wut­aus­brü­chen antreibt? — Wo soll das hin­füh­ren?

    Der Rubicon des Anstands ist längst über­schrit­ten. Die Art und Wei­se wie Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten und nar­ziss­ti­sche Krän­kun­gen öffent­lich aus­ge­tra­gen und zur Schau gestellt wer­de, ist erbärm­lich, ja kin­disch.

    Wer sich nur ein wenig in der Geschich­te aus­kennt, weiß, wohin ein sol­ches impuls­ge­trie­be­nes und unkon­trol­lier­tes Ver­hal­ten füh­ren kann.

    Eine phi­lo­so­phi­sche Weis­heit lau­tet: „Erken­ne dich selbst!”

    Viel­leicht kön­nen ein paar Merk­sät­ze zum Ver­in­ner­li­chen wei­ter­hel­fen:
    1. Der rich­ti­ge Umgang mit ande­ren beginnt stets beim kri­ti­schen Umgang mit sich selbst.
    2. Die Kunst und Kul­tur des Zuhö­rens beginnt immer beim DU, nie beim ICH: man beginnt eine Unter­hal­tung nicht mit Ant­wor­ten.
    3. Es gibt auf der Welt nur einen ein­zi­gen Men­schen, den jeder wirk­lich und wirk­sam zu ändern ver­mag: sich selbst.
    4. Wer leicht außer sich gerät, soll­te öfters in sich gehen.

    In die­sem Sin­ne, … las­sen Sie uns (immer wie­der!) auf­ein­an­der zuge­hen … und vor allem:
    Begra­ben Sie das Kriegs­beil ! 😉
    Ihr Diet­her Wege­ner

  5. Lie­ber Herr Barz, eigent­lich gehö­re ich längst ins Bett, aber Ihr Leser­brief berührt so, dass ich dazu was sagen muss auch so spät noch !! Es hilft über­haupt nichts, das zer­schla­ge­ne Por­zel­lan zu bekla­gen , es ist nicht mehr zu kit­ten !!
    Das Ein­zi­ge was viel­leicht noch hilft, ist die Gesell­schaft auf­zu­rüt­teln und ihr zu ver­deut­li­chen, dass jene Grup­pie­rung der (russ­land­deut­schen !!) Bap­tis­ten mit ihrem Ver­hal­ten und vor allem mit ihren nach­weis­li­chen Glau­bens­grund­sät­zen, die viel­leicht in Russ­land ihr Über­le­ben nur mög­lich gemacht hat­te, hier in unse­re frei­heit­lich demo­kra­ti­sche Grund­ord­nung nicht hin­ein­pas­sen. Wir leben in August­dorf im 21. Jahr­hun­dert, wir leben in einer Demo­kra­tie, die nur dann (noch) funk­tio­nie­ren kann, wenn sie von Bür­gern getra­gen und erhal­ten wird, die ent­spre­chend poli­tisch und und fak­tisch gebil­det nicht nur über rea­lis­ti­sche Zusam­men­hän­ge infor­miert sind, son­dern auch bei­tra­gen und Demo­kra­tie leben !!! Dem steht der INDIVIDUALISMUS bap­tis­ti­scher Prä­gung (die rein per­sön­li­che Heils­er­fah­rung ) samt dem Weiß oder Schwarz, dem Him­mel oder Höl­le (wört­lich und tat­säch­lich so für wahr erach­tet) ent­ge­gen. Demo­kra­tie lebt von Gemein­sam­keit aller Bür­ger, die bewusst und gewollt die Frei­hei­ten nicht nur bekom­men wol­len, son­dern sie auch aktiv beför­dern . Demo­kra­tie lebt und funk­tio­niert nur , wenn die Bür­ger auch aktiv signa­li­sie­ren, dass sie gewollt und geach­tet ist. Grup­pen wie die Bap­tis­ten hier, die die Frei­heit miss­brau­chen für urei­gens­te per­sön­li­che Belan­ge, haben nicht ver­stan­den, oder wol­len nicht ver­ste­hen, dass die gemein­sa­me frei­heit­lich demo­kra­ti­sche Grund­ord­nung nur dann zum Segen für alle wird, wenn sie nicht nur aus­ge­nützt wird für per­sön­li­che Belan­ge , son­dern auch geför­dert wird für ande­re!!!
    Wer die Men­schen will­kür­lich ein­teilt in die, die „gläu­big” in den Him­mel kom­men und die, die in ewi­ger Ver­damm­nis in die Höl­le( wort­wört­lich !!!!!), der ist abso­lut fern von Demo­kra­tie !!
    Unse­re Ver­fas­sung sagt nicht nur etwas von Glau­bens­frei­heit, sie sagt zunächst ein­mal Deut­li­ches von der Gleich­heit aller Men­schen, gleich wel­chen Geschlechts und wel­cher Ori­en­tie­rung und nichts von den Gläu­bi­gen oder Ver­damm­ten. Ich wer­de mir die­se Kate­go­ri­sie­rung nicht gefal­len las­sen !!! Und ich wer­de mir auch nicht gefal­len las­sen, dass die­se ein­sei­ti­ge wis­sen­schafts­fer­ne und bil­dungs­fer­ne Unsin­nig­keit mein August­dorf und mei­nen Lebens­abend gefähr­den und in den Köp­fen und im Leben mei­ner Kin­der und Enkel leben­di­ge Demo­kra­tie ad absur­dum wer­den las­sen!!!

  6. Lie­be Lese­rin­nen und Leser,
    sehr geehr­ter Herr Koop,
    dan­ke zunächst ein­mal dafür, dass Sie in einen Dia­log ein­tre­ten wol­len. Um Ihnen zu ver­deut­li­chen, wel­che Gefühls­welt herrscht, hier ein paar Hin­wei­se: Mei­ne Fami­lie und ich sind vor etwa 15 Jah­ren nach August­dorf gezo­gen. Wir waren hier zunächst zur Mie­te her­ge­zo­gen. Was fan­den wir vor:
    Einen Ort, der in Auf­bruchs­stim­mung war. Es gab hier
    Zwei Grund­schu­len
    Zwei wei­ter­füh­ren­de Schu­len
    Neu­bau Ver­eins­heim am Schlings­bruch
    Römer­ta­ge
    Herbst­kir­mes
    Weih­nachts­markt
    Drei Dro­ge­rie­märk­te
    Bäcker, Flei­scher, Schreib­wa­ren­la­den, Eis­die­le, Knei­pen, Schuh­ge­schäf­te, Spiel­wa­ren­la­den
    Frei­bad
    belie­big erwei­ter­bar.….
    Die­se soge­nann­ten wei­chen Stand­ort­fak­to­ren waren die Argu­men­te, dass wir hier nach einem Eigen­heim gesucht haben. Es gelang und aus unse­rer 4 köp­fi­gen Fami­lie wur­de eine 8‑köpfige.
    Lei­der unter­la­gen wir einer Fehl­ein­schät­zung, denn kurz nach unse­rem Haus­kauf began­nen immer wie­der Strei­tig­kei­ten und es kam zu Ent­schei­dun­gen, die uns uner­klär­lich sind, bis heu­te!
    Denn die zuge­zo­ge­nen Chris­ten haben den Dia­log nicht gesucht und die bestehen­de Bevöl­ke­rung ist schlicht über­rannt wor­den. Die Aus­wir­kun­gen:
    Die Haupt­schu­le ist ersatz­los gestri­chen wor­den, obwohl die Lan­des­re­gie­rung eine Sekun­dar­schu­le als Schul­form ange­bo­ten hat. Mit der aus unse­rer Sicht unnö­ti­gen Ein­schrän­kung des Ganz­tags­be­trie­bes (drei Mal die Woche bis 15.00Uhr; ich neh­me Bezug auf die Rege­lung der Gesamt­schu­le SHS) wur­de skan­dierrt: Das wol­len wir nicht. Obwohl ein von der Gemein­de in Auf­trag gege­be­ner Schul­ent­wick­lungs­plan genau emp­fahl: Mit der Sekun­dar­schu­le stellt sich August­dorf gut auf! Jetzt fah­ren Hun­der­te von Schü­lern in Nach­bar­or­te, anstatt hier unter­rich­tet zu wer­den. Ich erin­ne­re mich an eine Bür­ger­ver­samm­lung im Rat­haus, in der klar gedroht wur­de: Kommt die­se Schu­le, brin­gen wir alle Kin­der woan­ders hin zur Schu­le.
    Die­se bra­chia­le Art sich gegen einen Gesamt­be­darf (hier leben nicht nur Chris­ten) durch­zu­set­zen, hat uns zutiefst ver­stört! Und da hat der abge­wähl­te Bür­ger­meis­ter bereits jede Boden­haf­tung ver­lo­ren. Denn anstatt den Dia­log zu suchen, Lösun­gen zu dis­ku­tie­ren und für ALLE Kin­der und Jugend­li­chen Poli­tik zu machen , wen­det er sich fun­da­men­ta­len Aus­sa­gen zur Ableh­nung eines Nach­mit­tags­un­ter­rich­tes zu! Dabei ist nie die Fra­ge gestellt wor­den, wie lan­ge denn die christ­li­chen Kin­der mit Bus­sen durch OWL gekarrt wer­den, anstatt hier zur Schu­le zu gehen. Sie haben zusam­men mit dem Bür­ger­meis­ter jede Chan­ce aus­ge­las­sen, zu spre­chen bevor Sie erpres­sen!
    Frei­bad: Mit immer neu­en Säu­en, die durch das Dorf getrie­ben wur­den, gelang es Ihnen, sogar Fami­li­en mit klei­nen Kin­dern zu gewin­nen, sich GEGEN das Frei­bad zu wen­den! Das neh­me ich übri­gens mei­nen Freun­den der ehe­ma­li­gen CDU sehr übel! Das Frei­bad ist der ein­zi­ge Treff­punkt im Som­mer für Kin­der, Jugend­li­che, Fami­li­en und ein­fach jeder­man, sich zu tref­fen, Spaß zu haben, sich aus­zu­pro­bie­ren und ver­nünf­tigt beschäf­tigt zu wer­den. Und die Ängs­te der Kos­ten? Das kann ich in Anbe­tracht einer aus dem Ruder gelau­fen Pla­nung zu einem Asy­lan­ten­heim nur bestau­nen. Der Abwas­ser­preis wur­de den­noch erhöht.
    Wenn in den letz­ten 15 Jah­ren Poli­tik für eine bestimm­te Bevöl­ke­rungs­grup­pe gemacht wur­de, dann doch für Ihre!
    Ver­geb­lich habe ich auf Signa­le Ihrer­seits gewar­tet, sich in das Dorf­le­ben ein­zu­brin­gen. Doch das genüg­te offen­bar alles noch nicht.
    Ihr Bür­ger­meis­ter, ich nen­ne ihn mal so, ist in all den Jah­ren sei­nen eigent­li­chen Pflich­ten nicht nach­ge­kom­men:
    Hän­de Rei­chen, Dia­log suchen, Lösun­gen auf­grund vor­aus­ge­hen­der Dis­kus­si­on suchen, lang­fris­ti­ge Pla­nun­gen initi­ie­ren, vor allen Din­gen aber das Wohl des gesam­ten Dor­fes im Blick zu haben!
    Sie haben sich durch die per­sön­li­che Rach­sucht eines untrag­ba­ren Men­schen (ich habe ihn auf der Nomi­nie­rungs­ver­an­stall­tung letz­tes Jahr erlebt (!)) vor etwas span­nen las­sen, dass wir hier nicht brau­chen! Anstatt die CDU aus­ein­an­der­zu­neh­men, wäre es rich­tig gewe­sen, in einer ande­ren Grup­pie­rung zur Wahl anzu­tre­ten! Oder sich lang­fris­tig in die CDU ein­zu­ord­nen. Sie sind jedoch den Weg des Kamp­fes gegan­gen, der soviel Por­zel­lan zer­stört hat, dass man gar nicht weiß, ob das kitt­bar ist!
    Um es noch ein­mal klar zu ver­deut­li­chen: Sie haben Ihre Inter­es­sen über die­je­ni­gen aller ande­ren gestellt. Die For­de­rung nach mehr Bau­land spricht Ihnen nie­mand ab. Jeder darf sagen was er möch­te. Nur der Weg war falsch!
    Um es abzu­kür­zen las­se ich ger­ne jedem Leser sei­ne eige­nen Gedan­ken. Wel­che Gewer­be gibt es noch im Dorf, Frei­zeit­mög­lich­kei­ten, Beschäf­ti­gung mit Jugend­li­chen, Knei­pen, Laden­ge­schäf­te? Aber Ein­brü­che, Van­da­lis­mus und Farb­schmie­re­rei­en? War die Schmie­re­rei an Ihrem Gemein­de­haus nicht sym­bol­träch­tig?
    Um einen frucht­ba­ren Dia­log zu füh­ren, muss zunächst ein ehr­li­cher Umgang gepflegt wer­den. So lan­ge das Gespenst Wulf im Rau­me weilt, wird es den nicht geben kön­nen!
    Schö­nes Wochen­en­de
    JB

    .

  7. Lie­be Augustdorfer*innen,
    das heu­ti­ge Inter­view von unse­rem Bür­ger­meis­ter Tho­mas Kat­zer hat mei­ne Erwar­tun­gen bestä­tigt. Das ers­te inter­frak­tio­nel­le Tref­fen — nach den Ver­än­de­run­gen in der CDU / DBA wur­de sach­ori­en­tiert geführt und das ist gut so.
    War­um soll­te das aber auch anders lau­fen? Die 10 Rats­her­ren der DBA haben doch das „Wahl­pro­gramm” der CDU wesent­lich mit­ge­stal­tet. Die par­tei­po­li­ti­sche Ver­än­de­rung hat­te doch nicht mit Sach­the­men zu tun und die 10 Rats­her­ren wis­sen hof­fent­lich genau um Ihre Ver­ant­wor­tung Bescheid — es sind doch alles erfah­re­ne Kom­mu­nal­po­li­ti­ker.

    Ich den­ke alle Betei­lig­ten tun gut dar­an den Fokus auf die zu bewerk­stel­li­gen Sach­auf­ga­ben zu legen und den „par­tei­in­ter­nen” Streit bei­zu­le­gen. Schau­en wir nach vor­ne, die Bürger*innen wer­den bei der nächs­ten Kom­mu­nal­wahl ver­mut­lich sehr genau schau­en wie sich CDU und DBA ent­wi­ckeln. Bei der nächs­ten Kom­mu­nal­wahl wird dann sicher­lich die­ses The­ma noch ein­mal in den Vor­der­grund kom­men., dann wer­den wir Bürger*innen fest­stel­len kön­nen, ob die Tren­nung rich­tig war.

    In mei­nen Augen war Ursprung die­ser Spal­tung die Per­son Wulf und sei­ne Posi­tio­nie­rung als erneu­ter BM-Kan­di­dat. Der Rest ist eine Fol­ge­wir­kung aller­dings mit enor­men Span­nungs­po­ten­zi­al (The­ma Inte­gra­ti­on).

    Wir Bürger*innen dür­fen gespannt sein, ob und wann Wulf aktiv und für die Öffent­lich­keit wahr­nehm­bar in der nun „aus­ge­dünn­ten” CDU wie­der sein Unwe­sen treibt. Alle poli­tisch Inter­es­sier­ten wer­den die Ent­wick­lun­gen bei­der (DBA und CDU) genau beob­ach­ten und für sich bewer­ten.

    Soll­te Wulf in der CDU in August­dorf jemals wie­der aktiv tätig wer­den, dann wer­den hof­fent­lich alle Bürger*innen Ihre Schluss­fol­ge­run­gen aus der nun­mehr voll­zo­ge­nen Spal­tung der CDU zie­hen — nach­her ist man immer schlau­er.

    Für August­dorf hof­fe ich jedoch, dass die in der CDU durch­aus noch vor­han­de­nen Wulf-Kri­ti­ker (sie­he Video W. Hupp­ke) sich durch­set­zen wer­den und die Wie­der­auf­er­ste­hung ihm so nicht ermög­licht wird, wenn­gleich mei­ne Skep­sis hier­zu über­wiegt. Es wäre ander­seits aber auch die Bestä­ti­gung, dass der voll­zo­ge­ne Schritt der Neu­grün­dung der DBA rich­tig und unaus­weich­lich war.

    Wenigs­tens dürf­te der Amts­in­ha­ber­bo­nus eines Bür­ger­meis­ters (den Wulf ja bei der Wahl noch hat­te) ver­flo­gen sein. Wenn Tho­mas Kat­zer aber sei­ne Arbeit wei­ter so gut ver­rich­tet und dann hof­fent­lich für eine Wie­der­wahl zur Ver­fü­gung steht, soll­ten wir Augustdorfer*innen auch eine Wie­der­auf­er­ste­hung selbst ver­hin­dern kön­nen.

    Und nun bit­te, lie­be Kom­mu­nal­po­li­ti­ker, an die Arbeit — unser Bür­ger­meis­ter hat doch im Inter­view gesagt: „Es gibt viel zu tun in August­dorf”.

  8. Guten Mor­gen Herr Mül­ler,

    ich glau­be wir mei­nen bezo­gen auf die Hol- bzw. Bring­schuld das glei­che. Ich woll­te mit der Hol­schuld aus­drü­cken, dass die Zuge­zo­ge­nen in ers­ter Linie in der Ver­ant­wor­tung ste­hen, sich zu inte­grie­ren. Qua­si: Wir kön­nen nicht erwar­ten, dass uns die Inte­gra­ti­on gebracht wird, son­dern wir haben Sie zu holen, bzw. bes­ser gesagt zu brin­gen. Da haben Sie recht: Nach der Defi­ni­ti­on im Schuld­recht wäre das Wort Bring­schuld an die­ser Stel­le das rich­ti­ge gewe­sen. Sor­ry…

    Bezüg­lich der ande­ren Punk­te lade ich Sie herz­lich auf eine Tas­se Kaf­fee und ein Stück Kuchen bei mir ein. Ich den­ke so etwas lässt es sich viel bes­ser in einem per­sön­li­chen Gespräch in einer locke­ren Atmo­sphä­re klä­ren.

    Lie­be Grü­ße
    Ste­fan Koop

  9. Was Herr Koop in sei­ner Stel­lung­nah­me bzw. in sei­nem Inter­view von sich gibt, ist ein Kon­glo­me­rat von Unrich­tig­kei­ten, Wider­sprü­chen, Halb­wahr­hei­ten , die im Unge­fäh­ren düm­peln. Es zeigt, dass Herr Koop über­haupt nicht ver­stan­den hat, um was es eigent­lich geht !! Er hat die Grund­la­gen der christ­de­mo­kra­ti­schen Poli­tik über­haupt nicht ver­stan­den, geschwei­ge denn verinnerlicht.……Stattdessen wird von schein­ba­rer Gesprächs­be­reit­schaft und schein­bar psy­chi­schem Druck , dem er sich aus­ge­setzt schien, gefa­selt. Anders sind sei­ne wir­ren, unkla­ren , schwam­mi­gen Wor­te gar nicht zu bezeich­nen !!
    Und was er zu Inte­gra­ti­on sagt, ist fast schon gefähr­lich . Inte­gra­ti­on ist eine BRINGSCHULD !!! Wenn Aus­sied­ler aus der ehe­ma­li­gen Sowjet­uni­on zu uns kom­men, dann haben sie die Bring­schuld sich uns anzupassen…Wir haben Hän­de gereicht und Chan­cen gege­ben !!!! Aber es ist unse­re Kul­tur, es sind unse­re Schu­len, es ist unse­re Wis­sen­schaft und For­schung, die akzep­tiert wer­den müs­sen, es sind unse­re Demo­kra­tie und unse­re Geset­ze , die in Gän­ze geach­tet und respek­tiert wer­den müs­sen und nicht nur dann , wenn sie in die archa­isch evan­ge­li­ka­len Glau­bens­grund­sät­ze von Bap­tis­ten pas­sen (aus­weis­lich der bap­tis­ti­schen Glau­ben­grund­sät­ze)!! Die Bibel , und das muss ein­mal klar gesagt wer­den, ist kein wis­sen­schaft­li­ches Werk, kein Geschichts­buch wis­sen­schaft­li­cher Prä­gung und auch nicht poli­ti­sche oder medi­zi­ni­sche Richt­schnur für alle Lebens­la­gen !!!! Alles was extrem „reli­gi­ös” war und ist, hat in unse­rer Welt und Geschich­te nur Unheil, Krieg und Zer­stö­rung gebracht !!
    Die Par­al­lel­ge­sell­schaft der evan­ge­li­ka­len Kon­ser­va­ti­ven in den USA waren ver­ant­wort­lich für die Wahl jenes kri­mi­nel­len Donald Trump und für den Fast-Bür­ger­krieg dort.
    Inte­gra­ti­on bedeu­tet, dass sich die, die zu uns kom­men dem 21.Jahrhundert in August­dorf anpas­sen !!

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