„Familien-Clan in Flecktarn“

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Chefwechsel bei der Stabsfernmeldekompanie der „Lipperland-Brigade“

Oberst Jan Til­mann, Kom­man­deur der Bri­ga­de­ein­hei­ten der Pan­zer­bri­ga­de 21, hat am gest­ri­gen Don­ners­tag den bis­he­ri­gen Kom­pa­nie­chef, Major André Frank, von der Füh­rungs­ver­ant­wor­tung über die rund 200 Ange­hö­ri­gen der Stabs­fern­mel­de­kom­pa­nie ent­bun­den. Mit Major Chris­ti­ne Lin­de­mann steht erst­mals eine Kom­pa­nie­che­fin an der Spit­ze der Ein­heit aus der Rom­mel-Kaser­ne. Lin­de­mann wech­selt aus dem Kom­man­do für Infor­ma­ti­ons­tech­nik der Bun­des­wehr in Bonn an den Sen­ne­rand.

Für Fami­li­en­va­ter André Frank, der über zwei Jah­re die Geschi­cke der Kom­pa­nie gelenkt hat, ändert sich der Fahrt­weg zum Dienst nur gering­fü­gig. Zukünf­tig wird sich Frank als Abtei­lungs­lei­ter des Stabs­ab­tei­lung 6 im Stab der Bri­ga­de um die Füh­rungs­fä­hig­keit des Groß­ver­ban­des küm­mern. Sei­ne neue Abtei­lung ist im Nach­bar­ge­bäu­de sei­ner „alten“ Kom­pa­nie unter­ge­bracht. Chris­ti­ne Lin­de­mann kennt die Auf­ga­ben einer Stabs­fern­mel­de­kom­pa­nie bereits bis ins Detail. Als Kom­pa­nie­ein­satz­of­fi­zier lern­te sie in Neu­bran­den­burg die Arbeit in einer ver­gleich­ba­ren Ein­heit der Pan­zer­gre­na­dier­bri­ga­de 41 bereits ken­nen.

André Frank ver­ab­schie­de­te sich sicht­lich bewegt von den Män­nern und Frau­en der Kom­pa­nie und attes­tier­te allen Kom­pa­nie-Ange­hö­ri­gen hohe Pro­fes­sio­na­li­tät, bedin­gungs­lo­se Unter­stüt­zung und gro­ßen kame­rad­schaft­li­chen Zusam­men­halt. Oberst Jan Til­mann lob­te in sei­ner kur­zen Anspra­che eben­falls den Team­geist und die fami­liä­re Atmo­sphä­re inner­halb der Kom­pa­nie. „Unse­re Stabs­fern­mel­de­kom­pa­nie ist mit einem Fami­li­en-Clan in Flecktarn ver­gleich­bar“, befand der Kom­man­deur der Bri­ga­de­ein­hei­ten mit einem Lächeln.

Til­mann erin­ner­te zudem an die Geschich­te der selbst­stän­di­gen Ein­hei­ten, die es in vor­he­ri­gen Hee­res­struk­tu­ren in der Bri­ga­de gege­ben habe. „Die Kom­pa­nie ist mitt­ler­wei­le die ein­zi­ge „ech­te“ selbst­stän­di­ge Ein­heit, die auf Bri­ga­de­ebe­ne übrig­ge­blie­ben ist“, so Til­mann.

Die Pan­zer­bri­ga­de 21 ver­füg­te bis Ende 2015 noch über eine Auf­klä­rungs­kom­pa­nie sowie eine Pan­zer­pio­nier­ein­heit, die dem Groß­ver­band direkt unter­stellt waren. „Eine selb­stän­di­ge Ein­heit ver­fügt über alle not­wen­di­gen Ele­men­te, von der Per­so­nal­be­ar­bei­tung bis zur Ver­sor­gung und Instand­set­zung, um zumin­dest eine begrenz­te Zeit aut­ark zu ope­rie­ren“, erläu­ter­te Oberst Til­mann die Beson­der­heit der Kom­pa­nie. Kern­auf­trag der Män­ner und Frau­en um ihre Kom­pa­nie­che­fin Chris­ti­ne Lin­de­mann ist die Sicher­stel­lung der Füh­rungs­fä­hig­keit der Pan­zer­bri­ga­de 21, was unter ande­rem den Trans­port, Auf­bau sowie den dau­er­haf­ten Betrieb des Bri­ga­de­ge­fechts­stan­des beinhaltet/umfasst.

Dazu ver­fügt die Ein­heit aus der Rom­mel-Kaser­ne über zahl­rei­che Teil­ein­hei­ten wie eine Ver­sor­gungs­grup­pe, eine Tech­ni­sche Grup­pe, eine Erkun­dungs- und Siche­rungs­grup­pe sowie die Fern­mel­de­staf­fel mit spe­zia­li­sier­ten Zügen für den Schicht­be­trieb rund um das „Herz­stück“ der „Lip­per­land-Bri­ga­de“. Neben Ver­tre­tern des Bri­ga­de­sta­bes wohn­ten vie­le Ehe­ma­li­ge der Kom­pa­nie sowie wei­te­re gela­de­ne Gäs­te dem kur­zen Appell in der August­dor­fer Kaser­ne bei. (mw)

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Oberst Jan Tilmann, Kommandeur der Brigadeeinheiten der Panzerbrigade 21, hat am gestrigen Donnerstag den bisherigen Kompaniechef, Major André Frank, von der Führungsverantwortung über die rund 200 Angehörigen der Stabsfernmeldekompanie entbunden. Mit Major Christine Lindemann steht erstmals eine Kompaniechefin an der Spitze der Einheit aus der Rommel-Kaserne. Lindemann wechselt aus dem Kommando für Informationstechnik der Bundeswehr in Bonn an den Sennerand. Für Familienvater André Frank, der über zwei Jahre die Geschicke der Kompanie gelenkt hat, ändert sich der Fahrtweg zum Dienst nur geringfügig. Zukünftig wird sich Frank als Abteilungsleiter des Stabsabteilung 6 im Stab der Brigade um die Führungsfähigkeit des Großverbandes kümmern. Seine neue Abteilung ist im Nachbargebäude seiner „alten“ Kompanie untergebracht. Christine Lindemann kennt die Aufgaben einer Stabsfernmeldekompanie bereits bis ins Detail. Als Kompanieeinsatzoffizier lernte sie in Neubrandenburg die Arbeit in einer vergleichbaren Einheit der Panzergrenadierbrigade 41 bereits kennen. André Frank verabschiedete sich sichtlich bewegt von den Männern und Frauen der Kompanie und attestierte allen Kompanie-Angehörigen hohe Professionalität, bedingungslose Unterstützung und großen kameradschaftlichen Zusammenhalt. Oberst Jan Tilmann lobte in seiner kurzen Ansprache ebenfalls den Teamgeist und die familiäre Atmosphäre innerhalb der Kompanie. „Unsere Stabsfernmeldekompanie ist mit einem Familien-Clan in Flecktarn vergleichbar“, befand der Kommandeur der Brigadeeinheiten mit einem Lächeln. Tilmann erinnerte zudem an die Geschichte der selbstständigen Einheiten, die es in vorherigen Heeresstrukturen in der Brigade gegeben habe. „Die Kompanie ist mittlerweile die einzige „echte“ selbstständige Einheit, die auf Brigadeebene übriggeblieben ist“, so Tilmann. Die Panzerbrigade 21 verfügte bis Ende 2015 noch über eine Aufklärungskompanie sowie eine Panzerpioniereinheit, die dem Großverband direkt unterstellt waren. „Eine selbständige Einheit verfügt über alle notwendigen Elemente, von der Personalbearbeitung bis zur Versorgung und Instandsetzung, um zumindest eine begrenzte Zeit autark zu operieren“, erläuterte Oberst Tilmann die Besonderheit der Kompanie. Kernauftrag der Männer und Frauen um ihre Kompaniechefin Christine Lindemann ist die Sicherstellung der Führungsfähigkeit der Panzerbrigade 21, was unter anderem den Transport, Aufbau sowie den dauerhaften Betrieb des Brigadegefechtsstandes beinhaltet/umfasst. Dazu verfügt die Einheit aus der Rommel-Kaserne über zahlreiche Teileinheiten wie eine Versorgungsgruppe, eine Technische Gruppe, eine Erkundungs- und Sicherungsgruppe sowie die Fernmeldestaffel mit spezialisierten Zügen für den Schichtbetrieb rund um das „Herzstück“ der „Lipperland-Brigade“. Neben Vertretern des Brigadestabes wohnten viele Ehemalige der Kompanie sowie weitere geladene Gäste dem kurzen Appell in der Augustdorfer Kaserne bei. (mw)

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