Lemgoer Rotary Club zu Gast bei der „Lipperland-Brigade“

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 Für rund 18 Mona­te brach­te die Coro­na-Pan­de­mie die Öffent­lich­keits­ar­beit der Pan­zer­bri­ga­de 21 „Lip­per­land“ am Bun­des­wehr­stand­ort August­dorf nahe­zu zum Erlie­gen. Zahl­rei­che Trup­pen­be­su­che muss­ten abge­sagt, Appel­le und fei­er­li­che Gelöb­nis­se wei­test­ge­hend unter Aus­schluss von zivi­len Gäs­ten statt­fin­den.

Mit dem Rota­ry Club Lem­go kamen erst­mals wie­der inter­es­sier­te Besu­che­rin­nen und Besu­cher in die Rom­mel-Kaser­ne, um sich vor Ort über die Trup­pe am Sen­ne­rand zu infor­mie­ren. Haupt­mann Mar­tin Wal­te­ma­the, Sach­ge­biets­lei­ter für Öffent­lich­keits­ar­beit der „Lip­per­land-Bri­ga­de“, war mit sei­nem Team die Freu­de über die Besuchs­pre­mie­re in die­sem Jahr deut­lich anzu­se­hen. „Der Dia­log und Aus­tausch mit den Men­schen aus unse­rer Regi­on ist uns enorm wich­tig und wir sind sehr froh, jetzt wie­der ver­stärkt Besu­cher­grup­pen an unse­rem Hei­mat­stand­ort begrü­ßen zu dür­fen“, freu­te sich der 44-jäh­ri­ge Offi­zier.

15 Rota­ri­er reis­ten aus der Alten Han­se­stadt nach August­dorf, um die Bun­des­wehr ein­mal „live“ zu erle­ben. Nach der Begrü­ßung und der Prü­fung der not­wen­di­gen Impf­be­schei­ni­gun­gen stand zunächst die Trup­pen­aus­bil­dung sowie das Groß­ge­rät der Kampf­trup­pen­bri­ga­de im Mit­tel­punkt des Pro­gramm­ab­lau­fes. Im Schieß­si­mu­la­tor prä­sen­tier­ten Sol­da­ten des Pan­zer­gre­na­dier­ba­tail­lons 212 die neus­te Genera­ti­on von Hand­waf­fen- und Pan­zer­ab­wehr­hand­waf­fen, die die August­dor­fer Gre­na­die­re im Ein­satz nut­zen.

An einer wei­te­ren Sta­ti­on stand die Simu­la­tor-Aus­bil­dung des Pan­zer­ba­tail­lons 203 im Mit­tel­punkt. In einem ori­gi­nal­ge­treu­en Nach­bau des Richt­schüt­zen- und Kom­man­dan­ten­plat­zes des „Leo­pard 2“ üben die Pan­zer­be­sat­zun­gen der „203er“ das Schie­ßen mit dem Kampf­pan­zer in ver­schie­dens­ten Sze­na­ri­en, die durch die Rech­ner­ein­hei­ten rea­li­täts­nah dar­ge­stellt wer­den.

Vie­le Besu­cher lie­ßen es sich nicht neh­men, unter fach­kun­di­ger Anlei­tung der August­dor­fer Pan­zer­sol­da­ten ein­mal selbst auf den Bedien­er­plät­zen Platz zu neh­men und vir­tu­ell den Feu­er­kampf mit dem moderns­ten Kampf­pan­zer der Welt zu füh­ren. Und natür­lich hat­ten die „203er“ ihr Arbeits­ge­rät, den „Leo“ an die­sem Abend für die Gäs­te aus Lem­go mit­ge­bracht. Gedul­dig beant­wor­te­te die Pan­zer­be­sat­zung alle Fra­gen rund um das Flagg­schiff der „Lip­per­land-Bri­ga­de“. Thors­ten Engel­hardt, der den Trup­pen­be­such in August­dorf vor­be­rei­tet hat­te, zeig­te sich nach den ers­ten Pro­gramm­punk­ten bereits begeis­tert: „Die Bun­des­wehr in August­dorf hat heu­te 15 neue Freun­de gewon­nen“, so Engel­hardt mit einem Lächeln.

Wäh­rend des anschlie­ßen­den Vor­tra­ges mit gemein­sa­men Abend­essen in den Räum­lich­kei­ten der „Gemein­sa­men Heim­ge­sell­schaft“ des Groß­stand­or­tes kamen neben den Auf­ga­ben der Pan­zer­bri­ga­de 21 vie­le aktu­el­le The­men rund um die Bun­des­wehr zur Spra­che. Ins­be­son­de­re an den Erfah­run­gen der Ein­satz­sol­da­ten aus August­dorf im letz­ten offi­zi­el­len Kon­tin­gent der Bun­des­wehr in Afgha­ni­stan sowie an der Ent­wick­lung des Bestan­des an Groß­ge­rät sowie dem per­so­nel­len Auf­wuchs der Streit­kräf­te zeig­ten die Lem­go­er Rota­ri­er beson­de­res Inter­es­se.

Rota­ry-Prä­si­dent Ulrich Schlott­hau­er bedank­te sich bei den Orga­ni­sa­to­ren für den Besuch bei der „Lip­per­land-Bri­ga­de“. „Das war ein sehr beein­dru­cken­der Besuch“, so Schlott­hau­er, der ein bal­di­ges Wie­der­se­hen im kom­men­den Jahr in Aus­sicht stell­te. (mw)

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 Für rund 18 Monate brachte die Corona-Pandemie die Öffentlichkeitsarbeit der Panzerbrigade 21 „Lipperland“ am Bundeswehrstandort Augustdorf nahezu zum Erliegen. Zahlreiche Truppenbesuche mussten abgesagt, Appelle und feierliche Gelöbnisse weitestgehend unter Ausschluss von zivilen Gästen stattfinden. Mit dem Rotary Club Lemgo kamen erstmals wieder interessierte Besucherinnen und Besucher in die Rommel-Kaserne, um sich vor Ort über die Truppe am Sennerand zu informieren. Hauptmann Martin Waltemathe, Sachgebietsleiter für Öffentlichkeitsarbeit der „Lipperland-Brigade“, war mit seinem Team die Freude über die Besuchspremiere in diesem Jahr deutlich anzusehen. „Der Dialog und Austausch mit den Menschen aus unserer Region ist uns enorm wichtig und wir sind sehr froh, jetzt wieder verstärkt Besuchergruppen an unserem Heimatstandort begrüßen zu dürfen“, freute sich der 44-jährige Offizier. 15 Rotarier reisten aus der Alten Hansestadt nach Augustdorf, um die Bundeswehr einmal „live“ zu erleben. Nach der Begrüßung und der Prüfung der notwendigen Impfbescheinigungen stand zunächst die Truppenausbildung sowie das Großgerät der Kampftruppenbrigade im Mittelpunkt des Programmablaufes. Im Schießsimulator präsentierten Soldaten des Panzergrenadierbataillons 212 die neuste Generation von Handwaffen- und Panzerabwehrhandwaffen, die die Augustdorfer Grenadiere im Einsatz nutzen. An einer weiteren Station stand die Simulator-Ausbildung des Panzerbataillons 203 im Mittelpunkt. In einem originalgetreuen Nachbau des Richtschützen- und Kommandantenplatzes des „Leopard 2“ üben die Panzerbesatzungen der „203er“ das Schießen mit dem Kampfpanzer in verschiedensten Szenarien, die durch die Rechnereinheiten realitätsnah dargestellt werden. Viele Besucher ließen es sich nicht nehmen, unter fachkundiger Anleitung der Augustdorfer Panzersoldaten einmal selbst auf den Bedienerplätzen Platz zu nehmen und virtuell den Feuerkampf mit dem modernsten Kampfpanzer der Welt zu führen. Und natürlich hatten die „203er“ ihr Arbeitsgerät, den „Leo“ an diesem Abend für die Gäste aus Lemgo mitgebracht. Geduldig beantwortete die Panzerbesatzung alle Fragen rund um das Flaggschiff der „Lipperland-Brigade“. Thorsten Engelhardt, der den Truppenbesuch in Augustdorf vorbereitet hatte, zeigte sich nach den ersten Programmpunkten bereits begeistert: „Die Bundeswehr in Augustdorf hat heute 15 neue Freunde gewonnen“, so Engelhardt mit einem Lächeln. Während des anschließenden Vortrages mit gemeinsamen Abendessen in den Räumlichkeiten der „Gemeinsamen Heimgesellschaft“ des Großstandortes kamen neben den Aufgaben der Panzerbrigade 21 viele aktuelle Themen rund um die Bundeswehr zur Sprache. Insbesondere an den Erfahrungen der Einsatzsoldaten aus Augustdorf im letzten offiziellen Kontingent der Bundeswehr in Afghanistan sowie an der Entwicklung des Bestandes an Großgerät sowie dem personellen Aufwuchs der Streitkräfte zeigten die Lemgoer Rotarier besonderes Interesse. Rotary-Präsident Ulrich Schlotthauer bedankte sich bei den Organisatoren für den Besuch bei der „Lipperland-Brigade“. „Das war ein sehr beeindruckender Besuch“, so Schlotthauer, der ein baldiges Wiedersehen im kommenden Jahr in Aussicht stellte. (mw)

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