„Brothers in Arms“ – Panzerbrigade 21 gedenkt den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft

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Mit einer zen­tra­len Gedenk­fei­er am Ehren­hain der Gene­ral­feld­mar­schall-Rom­mel-Kaser­ne hat die Pan­zer­bri­ga­de 21 „Lip­per­land“ am Volks­trau­er­tag offi­zi­ell der Opfer von Krieg, Gewalt­herr­schaft und Ter­ror gedacht. Ein­ge­lei­tet wur­de das rund 30-minü­ti­ge Zere­mo­ni­ell mit dem Musik­stück „Bro­thers in Arms“ von der bri­ti­schen Rock­band „Dire Straits“. Der welt­be­kann­te Anti­kriegs­song aus den 1980er Jah­ren hat für die Kampf­trup­pen­bri­ga­de aus der Rom­mel-Kaser­ne seit mehr als 10 Jah­ren eine beson­de­re Bedeu­tung.

Im Ein­satz­jahr 2011 wur­de es in Afgha­ni­stan anläss­lich des Todes des Ober­stabs­ge­frei­ten Ale­xej Kobe­lew gespielt, der bei einem Spreng­stoff­an­schlag auf einen Schüt­zen­pan­zer „Mar­der“ sein Leben ver­lor. Bri­ga­de­ge­ne­ral Ste­phan Wil­ler nahm in sei­ner Gedenk­re­de unmit­tel­bar Bezug auf Mark Knopf­lers melan­cho­li­sches Werk, in dem sich ein ster­ben­der Sol­dat kurz vor sei­nem Tod an sei­ne „Waf­fen­brü­der“ wen­det. Wil­ler erin­ner­te an die ins­ge­samt 50 Sol­da­ten der Bri­ga­de, die seit Grün­dung des Groß­ver­ban­des im März 1959 in Aus­übung ihres Diens­tes bei Übun­gen und im Ein­satz ihr Leben ver­lo­ren haben. „Sie alle ste­hen für die letzt­end­li­che Kon­se­quenz sol­da­ti­schen Die­nens. Sie alle blei­ben, wie Ale­xej Kobe­lew, in unse­rer Mit­te unver­ges­sen“, so der 51-jäh­ri­ge Kom­man­deur. Doch nicht nur die eige­nen  „Waf­fen­brü­der“ bezog der Bri­ga­de­ge­ne­ral in das Geden­ken am Volks­trau­er­tag mit ein.

Ganz im Sin­ne Mark Knopf­lers galt die Erin­ne­rung allen Opfern von Gewalt­herr­schaft und Ter­ror. „Sie sind Mah­nung für die Leben­den dem Unrecht, der Will­kür, dem Ter­ror und dem Hass in der Welt ent­schie­den ent­ge­gen zu tre­ten. Ale­xej Kobe­lew und sei­ne Kame­ra­den sind in Afgha­ni­stan dem Ter­ror der Tali­ban ent­ge­gen­ge­tre­ten“, so Wil­ler abschlie­ßend. Mili­tär­pfar­re­rin Annet­te Schulz unter­strich eben­falls die Ver­pflich­tung der Gesell­schaft und aller staat­li­chen und gemein­schaft­li­chen Insti­tu­tio­nen zum Geden­ken und gemein­sa­men Erin­nern.

Zu den Klän­gen des Lie­des vom „Guten Kame­ra­den“ und der Kranz­nie­der­le­gung am Ehren­mal der Pan­zer­bri­ga­de 21 „Lip­per­land“ ging die Gedenk­ver­an­stal­tung bei Fackel­schein mit der Natio­nal­hym­ne zu Ende. Abord­nun­gen aller Ver­bän­de und Ein­hei­ten der Bri­ga­de sowie des Bri­ga­de­sta­bes ver­lie­hen der Gedenk­fei­er einen wür­di­gen Rah­men. Bür­ger­meis­ter Tho­mas Kat­zer wohn­te der Gedenk­ver­an­stal­tung gemein­sam mit den Lei­tern der wei­te­ren Dienst­stel­len des Stand­or­tes am Sen­ne­rand bei. Auch Ver­tre­ter der Ehe­ma­li­gen­ver­bän­de waren der Ein­la­dung der „Lip­per­land-Bri­ga­de“ gefolgt.  (mw)
Fotos: Bun­des­wehr / Katha­ri­na Flor

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Mit einer zentralen Gedenkfeier am Ehrenhain der Generalfeldmarschall-Rommel-Kaserne hat die Panzerbrigade 21 „Lipperland“ am Volkstrauertag offiziell der Opfer von Krieg, Gewaltherrschaft und Terror gedacht. Eingeleitet wurde das rund 30-minütige Zeremoniell mit dem Musikstück „Brothers in Arms“ von der britischen Rockband „Dire Straits“. Der weltbekannte Antikriegssong aus den 1980er Jahren hat für die Kampftruppenbrigade aus der Rommel-Kaserne seit mehr als 10 Jahren eine besondere Bedeutung. Im Einsatzjahr 2011 wurde es in Afghanistan anlässlich des Todes des Oberstabsgefreiten Alexej Kobelew gespielt, der bei einem Sprengstoffanschlag auf einen Schützenpanzer „Marder“ sein Leben verlor. Brigadegeneral Stephan Willer nahm in seiner Gedenkrede unmittelbar Bezug auf Mark Knopflers melancholisches Werk, in dem sich ein sterbender Soldat kurz vor seinem Tod an seine „Waffenbrüder“ wendet. Willer erinnerte an die insgesamt 50 Soldaten der Brigade, die seit Gründung des Großverbandes im März 1959 in Ausübung ihres Dienstes bei Übungen und im Einsatz ihr Leben verloren haben. „Sie alle stehen für die letztendliche Konsequenz soldatischen Dienens. Sie alle bleiben, wie Alexej Kobelew, in unserer Mitte unvergessen“, so der 51-jährige Kommandeur. Doch nicht nur die eigenen  „Waffenbrüder“ bezog der Brigadegeneral in das Gedenken am Volkstrauertag mit ein. Ganz im Sinne Mark Knopflers galt die Erinnerung allen Opfern von Gewaltherrschaft und Terror. „Sie sind Mahnung für die Lebenden dem Unrecht, der Willkür, dem Terror und dem Hass in der Welt entschieden entgegen zu treten. Alexej Kobelew und seine Kameraden sind in Afghanistan dem Terror der Taliban entgegengetreten“, so Willer abschließend. Militärpfarrerin Annette Schulz unterstrich ebenfalls die Verpflichtung der Gesellschaft und aller staatlichen und gemeinschaftlichen Institutionen zum Gedenken und gemeinsamen Erinnern. Zu den Klängen des Liedes vom „Guten Kameraden“ und der Kranzniederlegung am Ehrenmal der Panzerbrigade 21 „Lipperland“ ging die Gedenkveranstaltung bei Fackelschein mit der Nationalhymne zu Ende. Abordnungen aller Verbände und Einheiten der Brigade sowie des Brigadestabes verliehen der Gedenkfeier einen würdigen Rahmen. Bürgermeister Thomas Katzer wohnte der Gedenkveranstaltung gemeinsam mit den Leitern der weiteren Dienststellen des Standortes am Sennerand bei. Auch Vertreter der Ehemaligenverbände waren der Einladung der „Lipperland-Brigade“ gefolgt.  (mw) Fotos: Bundeswehr / Katharina Flor

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