Mitmach-Wochenende für die ganze Familie

Lese­zeit: unge­fähr 3 Minu­ten Die gro­ße Archäo­lo­gi­sche Lan­des­aus­stel­lung NRW beschäf­tigt sich mit dem nie­der­ger­ma­ni­schen Limes. Die­ser war eine der wich­tigs­ten Gren­zen des Römi­schen Rei­ches.

Um die­sen Arti­kel und alle wei­te­ren lesen zu kön­nen, regis­trie­ren Sie sich bit­te.

Der Vor­gang dau­ert nur zwei Minu­ten. Mit einem Online­abo erhal­ten Sie unbe­grenz­ten Zugriff auf span­nen­de Repor­ta­gen, Berich­te, Por­träts und Vide­os aus August­dorf; immer aktu­ell und unpar­tei­isch.
Wei­te­re Infor­ma­tio­nen sowie Prei­se erhal­ten Sie, indem Sie unten auf „regis­trie­ren” kli­cken.

Sie haben Ihre Zugangs­da­ten bereits? Dann nut­zen Sie ganz ein­fach das Log­in, um gleich wei­ter­zu­le­sen.

Anmel­den
   
Die große Archäologische Landesausstellung NRW beschäftigt sich mit dem niedergermanischen Limes. Dieser war eine der wichtigsten Grenzen des Römischen Reiches. Er trennte die römischen Provinzen Germania inferior, den linksrheinischen Teil des Rheinlands sowie den Niederlanden, von Germania magna, das den Römern bekannte, aber nur zeitweise besetzte Gebiet links des Rheins und bestand mehr als 400 Jahre. Mit Grenzüberschreitung am Limes wird im Lippischen Landesmuseum Detmold die Entwicklung des Limes und dessen Auswirkung auf die einheimische Bevölkerung gezeigt. Ihr  Bild wurde maßgeblich von den Römern geprägt als das der „Germanen“. Eine Fremdbenennung, da die Menschen damals sich weder so nannten, noch als ein einheitliches Volk sahen. Dennoch hat die Bezeichnung sich fälschlicherweise durchgesetzt, ebenso wie die Annahme, die damaligen „Germanen“ wären ein Stamm wilder Krieger gewesen, involviert in ständige militärische Auseinandersetzungen mit den Römern. Die Sonderausstellung präsentiert ein realistisches Bild der landwirtschaftlich geprägten Gesellschaft. Obwohl der Limes die römischen Provinzen Germania inferior und Germania magna voneinander trennte, pflegten die Menschen beider Regionen eine ähnliche Lebensweise und unterhielten grenzüberschreitende Kontakte. Besonders als der Limes in der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts, bedingt durch innere und äußere Krisen des Römischen Reichs, an Grenzfunktion stark einbüßte, florierte der Austausch. Eines der markantesten Kennzeichen der Römischen Kaiserzeit östlich des Rheins ist das weit verbreitete Aufkommen von Keramik. Töpfe, Schüsseln und Becher wurden in großen Mengen in Manufakturen hergestellt und fanden in verschiedenen Variationen Absatz im gesamten Römischen Reich. Sie waren auch begehrte Güter in den an die römischen Provinzen angrenzenden Gebieten. Es kam aber nicht nur zum Warentausch, sondern auch zum Technologie-Transfer: Die rotierende Töpferscheibe der Römer setzte sich als Technologie bei den Einheimischen durch. Am Mitmach-Wochenende, am Samstag von 15 bis 18 Uhr und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr, können Besucherinnen und Besucher bei dem Keramikkünstler Thomas Benirschke diese Technik hautnah erleben. Der unter dem Motto „Vierhändig Zaubern“ durch ganz Deutschland und auch Europa tourende Benirschke macht mit seiner „Zaubertöpferscheibe“ Station in Detmold. Da wird die schwere handbetriebene Töpferscheibe mit vollem Körpereinsatz in Schwung gebracht, um mit Benirschkes Unterstützung Krüge, Vasen und Schalen aus den rohen Tonklumpen zu zaubern. Eine ganz besondere Keramikwarenart aus der römischen Kaiserzeit ist Engobierte Ware, auch Firnisware genannt. Hierbei handelt es sich meist um Trinkgeschirr aus Irdenware, die mit einer dünnflüssigen Tonmineralmasse, die zur Einfärbung dient, überzogen wurde. Beliebt waren Spruchbecher.  Eine in der Römischen Kaiserzeit, vor allem in den Nordwestprovinzen des Römischen Reichs, weit verbreitete Form waren sogenannte Spruchbecher. Es sind mit Trinksprüchen und Verzierungen in Weißmalerei dekorierte Gefäße.  Meist sind es Sprüche die zum Weintrinken auffordern, oder alltägliche Dialoge zwischen dem Wirt und seinem Gast. Besucherinnen und Besucher können sich an dem Mitmach-Wochenende ihren ganz persönlichen Spruchbecher gestalten.  Viele Mitmach-Stationen lassen den Besuch der Ausstellung zu einem besonderen Erlebnis werden. Eindrucksvolle Bilder des renommierten Illustrators Samson Götze visualisieren das damalige Leben. Götze ist besonders für seine Art, Fotorealismus mit Cartoons zu verschmelzen bekannt und arbeitete bereits für den Spiegel und National Geographic. Ein Chatbot ermöglicht es den Exponaten sogar selbst von ihren Erlebnissen zu berichten. Hierfür benötigt man lediglich ein Smartphone. Kurzweilige Führungen sorgen an dem Wochenende für ein tolles Museumserlebnis. Die Teilnahme an einer Führung kostet 3 Euro, die Plätze sind begrenzt. Eine vorherige Anmeldung wird empfohlen. Alle Informationen zu den Angeboten auf der Homepage: www.lippisches-landesmuseum.de Bei dieser Veranstaltung gilt die 2G Regel. An diesem Wochenende heißt es: Eintauchen in spektakuläre Erzählungen von Grenzen und den Menschen die mit ihnen lebten.   Archäologische Landesausstellung NRW - Grenzüberschreitung am Limes Mitmach-Wochenende Samstag, 29. Januar, 15 bis 18 Uhr Sonntag, 30. Januar, 11 bis 18 Uhr Museumseintritt Bei dieser Veranstaltung gilt die 2G-Regel, also entweder vollständig geimpft oder genesen. Kinder und Jugendliche unter  18 Jahren brauchen keinen Nachweis.
error: Der Inhalt ist geschützt!
X