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Sehr geehr­ter Herr Dr. Leh­mann,

wie Ihnen durch die Bericht­erstat­tung von den August­dor­fer Nach­rich­ten, der Lip­pi­schen Lan­des­zei­tung, Lip­pe aktu­ell und Radio Lip­pe bekannt ist, sor­gen sich vie­le lip­pi­sche Bür­ger, Beschäf­tig­te des Kli­ni­kums, Beschäf­tig­te des Ret­tungs­we­sens, die Par­tei DIE LINKE, Mit­glie­der der Lem­go­er Stadt­ra­tes sowie die zustän­di­ge Gewerk­schaft ver.di um die qua­li­ta­ti­ve und quan­ti­ta­ti­ve zur Ver­fü­gung ste­hen­de Ver­sor­gungs­leis­tung des Kli­ni­kums Lip­pe.

Anlass der for­mu­lier­ten Sor­gen ist die Ankün­di­gung der Schlie­ßung der bei­den Abtei­lun­gen Unfall­chir­ur­gie und der Ortho­pä­die am Stand­ort Lem­go.

Vor die­sem Hin­ter­grund hat sich das „Akti­ons­bünd­nis Kli­ni­kum Lip­pe“ for­miert. Neben vie­len ande­ren Aspek­ten erken­nen wir auch einen Wider­spruch der beschlos­se­nen Maß­nah­men, das lip­pi­sche Kran­ken­haus betref­fend, zum gera­de zu Beginn des Jah­res beschlos­se­nen Geset­zes zur Kran­ken­haus­pla­nung NRW 2022 im Land­tag von NRW. Die­sem Gesetz wur­de von allen im Land­tag ver­tre­ten­den Par­tei­en zuge­stimmt.

Die ziel­set­zen­de Kern­aus­sa­ge des zustän­di­gen Minis­ters Karl-Josef Lau­mann in sei­nem Vor­wort lau­tet:

„Die Struk­tu­ren müs­sen für die Men­schen da sein, nicht die Men­schen für die Struk­tu­ren!

Es geht am Ende um eine ver­läss­li­che und hoch­wer­ti­ge Kran­ken­haus­ver­sor­gung für die Men­schen in unse­rem Bun­des­land – in den Bal­lungs­räu­men eben­so wie in den länd­li­chen Regio­nen“. Wei­ter­hin heißt es:
„In den Bal­lungs­räu­men kon­kur­rie­ren Kran­ken­häu­ser in einer dich­ten Struk­tur oft um die glei­chen spe­zia­li­sier­ten Leis­tun­gen, wäh­rend in eini­gen länd­li­che Regio­nen sogar Unter­ver­sor­gung droht“.

Dem ist aus der Sicht des Akti­ons­krei­ses nichts hin­zu­zu­fü­gen.

Vor dem Hin­ter­grund bit­tet Sie das Akti­ons­bünd­nis um eine zeit­na­he exak­te Beant­wor­tung unse­rer Fra­gen, die nur einen Teil­aspekt unse­rer Schlie­ßungs­kri­tik erfasst.

Unse­re Fra­gen zum Ret­tungs­dienst in Lip­pe:

  1. Wie vie­le Fahr­ten der Ret­tungs­fahr­zeu­ge im Ein­satz mit unfall­chir­ur­gi­schen Pati­en­ten hat es im Jahr 2021 nach Det­mold gege­ben?
  2. Wie vie­le Fahr­ten der Ret­tungs­fahr­zeu­ge im Ein­satz mit unfall­chir­ur­gi­schen Pati­en­ten hat es im Jahr 2021 nach Lem­go gege­ben?
  3. Wie vie­le Ein­satz­fahr­ten mit unfall­chir­ur­gi­schen Pati­en­ten aus Nord­lip­pe hat es im 2021 nach Lem­go gege­ben, und wie vie­le nach Det­mold?
    a) Wie lan­ge war die Ein­satz­dau­er im Durch­schnitt von der Alar­mie­rung bis zur Über­ga­be die­ser Pati­en­ten (aus dem Nord­kreis) in die Not­auf­nah­me in Lem­go?
    b) ..im Ver­gleich von der Alar­mie­rung bis zur Über­ga­be die­ser Pati­en­ten aus dem Nord­kreis in Det­mold?
  4. Wie vie­le Ein­satz­fahr­ten mit unfall­chir­ur­gi­schen Pati­en­ten aus dem Nord­kreis Lip­pe 2021 sind nach außer­halb Lip­pes trans­por­tiert wor­den, z.B. nach Her­ford, Schaum­burg, Hameln oder Bie­le­feld?
  5. Wie vie­le unfall­chir­ur­gi­sche Pati­en­ten aus dem Nord­kreis Lip­pes sind 2021 an ein ande­res Ret­tungs­mit­tel über­ge­ben wor­den, zB. an den Ret­tungs­hub­schrau­ber?

    Abge­se­hen von den Fahr­ten des Ret­tungs­diens­tes:

  6. Wie­vie­le unfall­chir­ur­gi­sche Pati­en­ten sind 2021 und 2022 (vom 1.1. bis zum 30.07.) selbst­stän­dig (per PKW, Taxi oder fuß­läu­fig) unab­hän­gig vom Ret­tungs­dienst in die Not­auf­nah­me Lem­go gekom­men und wur­den dort ver­sorgt?
  7. Wie­vie­le Pati­en­ten davon wur­den ambu­lant ver­sorgt und wie vie­le sta­tio­när in Lem­go auf­ge­nom­men?
  8. Wie­vie­le Pati­en­ten davon sind in der Zeit werk­tags nach 18 Uhr und an Wochen­en­den und fei­er­tags in die Not­auf­nah­me in Lem­go gekom­men?

    Die glei­chen Fra­gen 6–8 stel­len wir jeweils auch für Det­mold.

Fra­gen zur Berufs­ge­nos­sen­schaft­li­chen Ver­sor­gung (Arbeits­un­fäl­le) am Stand­ort Lem­go:

  1. Wie kon­kret und belast­bar ist die Pla­nung und Sicher­stel­lung der Bereit­stel­lung mit einem Arzt/Ärztin für Berufs­un­fäl­le (BG-Zulas­sung) rund um die Uhr in Lem­go
  2. Wel­che Zei­ten sol­len für BG-Unfäl­le am Stand­ort Lem­go zuver­läs­sig abge­deckt wer­den?

    Sons­ti­ges:

Ist Ihnen bekannt das in den letz­ten Wochen ver­mehrt Ärz­tin­nen und Ärz­te und Pfle­ge­per­so­nal in Lem­go ange­spro­chen wur­den, um fach­frem­de oder nicht aus­bil­dungs­ge­rech­te Tätig­kei­ten zu über­neh­men?

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